•Marks Sicht•Mit Lena und Bella beim Abendessen gab es auf jeden Fall viel zu lachen, das stellte ich ziemlich schnell fest. Wir unterhielten eigentlich den gesamten Saal aber es war nicht schlimm. Hauptsächlich waren Lenas und mein Team hier. Beide Crews würden heute Abend weiterfahren. Die einen zu meinem nächsten Konzert in Stuttgart, die anderen zu Lenas Auftritt in Berlin. Sie wäre eine Nacht zu Hause aber freuen konnte man sich auf sowas selten. Man stolperte in eine völlig chaotische Wohnung, räumte Wäsche aus und frische Klamotten ein, schlief eine Nacht dort und fuhr direkt weiter. „Ich hab übrigens eine gute und eine schlechte Nachricht noch für dich", erklärte Bella Lena. Diese sah sie genervt an, wollte die schlechte wohl gar nicht hören. „Ist nichts schlimmes", beruhigte ihre Assistentin und Freundin sie direkt. Wir beide sahen sie abwartend an. „Eine Kooperation ist geplatzt, es wurden Termine abgesagt", sagte Bella dann. „Okay... naja... du grinst, also scheint es wirklich nicht schlimm zu sein. Was ist dann die gute Nachricht?", erkundigte Lena sich. „Ihr müsst heute nicht hierbleiben. Du kannst mit zu Marks Konzert und müsstest erst übermorgen in Berlin sein, also übermorgen früh in die Bahn", erklärte Bella. Ein kleines Quietschen verließ daraufhin Lenas Lippen, weshalb uns ein weiteres Mal alle ansahen. Ich lachte nur leise und sah sie glücklich an. „Vier Tage am Stück, das hatten wir schon lange nicht", stellte sie grinsend fest. Ich nickte nur. Sie hatte recht und es tat gut. „Dann fahren wir heute Abend mit meinem Team mit?", fragte ich. „Keine Ahnung, das müsst ihr jetzt mit deinem Management klären", meinte Bella nur und hob abwehrend die Hände. „Ich ruf direkt Dennis an", beschloss ich sofort, nahm mein Handy und lief etwas abseits des Speisesaals. Am Handy erklärte ich ihm den neuen Plan, was ihn nur seufzen ließ. „Das ist jetzt bisschen knapp", murmelte er. „Und? Was heißt das? Ich meine, die Jungs und überhaupt mein ganzes Team fährt doch auch", sagte ich verwirrt. „Ja... aber ich kann jetzt nichts mehr organisieren für heute. Dann müsst ihr mit den Bussen mitfahren", erklärte er. „Okay... das geht doch. Also wird vielleicht bisschen eng zu zweit da hinten aber... wir brauchen nicht viel Platz", sagte ich nur, immer noch glücklich über den Plan. „Erspar mir Details bitte", lachte Dennis daraufhin. Ich wurde etwas rot, als mir klar wurde, was ich da eben gesagt hatte. „Aber dann ist ja alles geklärt. Ihr müsst dann zusammen in den Bus", sagte er dann. „Ja, alles klar, danke. Bis morgen", verabschiedete ich mich. „Bis morgen und ich brauch dich bitte ausgeschlafen", scherzte er noch und legte auf. Diese Bemerkung hatte ich sehr wohl verstanden. Aber was glaubte er, was wir in einem Nightliner mit lauter anderen Menschen nachts täten? Kopfschüttelnd setzte ich mich wieder zu den Frauen, die mich erwartungsvoll ansahen. „Wir müssen mit den Bussen mit", erklärte ich kurz. „Okay, wann fahren die?", erkundigte Lena sich. Ich sah auf die Uhr und dann auf meinem Handy kurz in den Plan. „In eineinhalb Stunden", sagte ich dann. „Was? Ich muss packen!", stieß Lena sofort entsetzt aus und sprang auf. „Komm!", forderte sie und so folgte ich ihr schnell, nachdem ich Bella entschuldigend zugelächelt hatte, die das aber nur abtat.
Auf dem Zimmer half ich dann Lena dabei, ihre Sachen in den Koffer zu packen und fand dabei einen kleinen Teddybären. Er sah schon etwas älter aus. Etwas verwirrt hielt ich ihn Lena hin, die mir diesen sofort regelrecht aus den Händen riss. Verwirrt sah ich sie an. „Den... mein... mein Vater hat ihn mir zur Geburt geschenkt", gab sie zu. Verträumt musterte sie den kleinen Bären. „Hast du ihn immer dabei?", fragte ich interessiert. Sie zuckte nur mit den Schultern und packte das Kuscheltier weg, wollte wohl nicht weiter drüber reden. Ich wollte auch nicht weiter bohren und sagte lieber nichts mehr dazu. „Hilfst du mir?", fragte sie verzweifelt, als sie versuchte den Koffer zu schließen. Schmunzelnd tat ich ihr den Gefallen und drückte die beiden Seiten soweit zusammen, dass sich der Reißverschluss schließen ließ. „So, müssen wir schon los?", fragte sie und nahm ihre Schlüsselkarte, sowie ihre Handtasche. „Aber ich darf schon auch packen?", fragte ich schmunzelnd. „Hast du noch nicht? Du hast nur noch eine halbe Stunde!", meinte sie entsetzt. „Na dann los", lachte ich, nahm ihren Koffer und sie an der Hand, um das Zimmer zu verlassen und in meins zu gehen, auch wenn ich seit wir beide hier waren, nicht mehr drin war. Demnach war auch nicht viel aus meinem Koffer ausgeräumt, weshalb ich zügig alles beisammen hatte. „Siehst du, noch zehn Minuten bis Abfahrt. Lass uns runter", schlug ich vor und so nahmen wir unsere Koffer, um das Hotel zu verlassen. Hand in Hand standen wir auf dem Parkplatz bis die Türen aufgingen. Wie ich es mir schon gedacht hatte, kamen die meisten zu spät, weshalb ich mich auch nicht so gestresst hatte wie Lena. „Na ihr zwei, kann ich mich freuen, dass ich in nem anderen Bus bin was?", scherzte Pogo gut aufgelegt. Wir beide wurden etwas rot. „Was denkt ihr alle von uns?", fragte ich. „Dass ihr die Finger nicht voneinander lassen könnt", zwinkerte Anna im Vorbeigehen und stieg mit Pogo und ein paar Anderen in ihren Bus. „Ist auch schwer", flüsterte Lena mir nur zu und zog mich mit in den Bus, in den wir gehörten. Kopfschüttelnd folgte ich ihr in die etwas größere ‚Kajüte' am Ende des Busses. Bei ihr schliefen dort immer ihre Backgroundsängerinnen mit ihr. Meine war etwas kleiner und ich schlief dort allein und heute mit Lena. Da drin war auch nur ein Bett und kein Platz drumherum, also saßen wir direkt auf unserem Bett. „Gemütlich?", fragte ich sie. „Auf dir ist es gemütlicher", gab sie frech zurück. „Oh Gott, macht die Tür zu!", rief Alex daraufhin, was und beide erschrocken zucken ließ. Mit roten Köpfen grinsten wir uns an. Wir zwei auf so engem Raum, das würde jedenfalls kuschelig werden. Und heiß, in welchem Sinne auch immer.
Was denkt ihr, wie viel Schlaf die Zwei bekommen? 😉😂
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Der Weg des Lebens
FanfictionAlles beginnt mit einer Wanderung zu sich selbst gespickt mit Erinnerungen und neuen Gedanken. Was daraus entsteht ist bei Erreichen des Ziels jedoch noch immer fraglich. Eine Geschichte aus Sicht von Mark Forster. Auszug aus Teil 15: Sofort saß ich...