•Marks Sicht•Am späten Nachmittag kamen wir auf dem Rückweg zum Hotel an irgendeinem Restaurant vorbei und entschieden uns spontan mit Bella und Philipp hier zu essen. Es war zwar, typisch Amerika, etwas fertig und wahrscheinlich maximal ungesund aber wir hatten Hunger und wollten zurück zum Hotel. Dort fuhren wir danach auch hin und verabschiedeten uns erstmal von Bella, die zu erst aus dem Aufzug stieg, und dann auch von Philipp. „Wollen wir gleich nochmal eine Runde rausgehen? Nur ein bisschen gehen, weil wir so viel gesessen haben heute", schlug ich Lena vor. Ein bisschen lustlos sah sie mich an, schien aber zu hadern. „Na komm. Wenn wir schon nicht mit Kiwi raus müssen, dann wenigstens für uns", versuchte ich sie zu überzeugen. Tatsächlich stimmte sie mir schließlich zu und so gingen wir nur aufs Zimmer um uns kurz umzuziehen. Dann verließen wir das Hotel wieder und liefen Hand in Hand ein bisschen durch die Gegend. Kiwi war in Deutschland geblieben, bei ihrer Sitterin, da solche langen Flüge nichts für sie waren. „Irgendwie bin ich echt entspannter seit du hier bist", meinte Lena irgendwann. „Na das ist doch gut. Die Woche hättest du mit Bella und Philipp bestimmt auch geschafft aber ich bin ja auch gerne bei dir", gab ich nur zurück und blieb kurz stehen. Sofort hielt natürlich auch sie an und sah mich dann fragend an. Ich zog sie nur sanft vor mich und legte meine Lippen auf ihre. „Ich liebe dich", flüsterte ich noch als wir uns lösten. „Ich dich auch", gab sie noch leise zurück und umarmte mich einmal. Ich legte ebenfalls meine Arme um sie und so standen wir ein paar Sekunden nur da bevor wir weitergingen und irgendwann wieder am Hotel ankamen.
In unserem Zimmer gingen wir dann bald ins Bett und beschäftigten uns noch ein bisschen mit unseren Handys. „Ich hab morgen in einer Stunde eine VK", erklärte ich, als ich eine Mail meines Managers las. „Okay... ist ja noch nicht soo spät, da kann ich ja auf den Balkon gehen oder zu Bella", meinte sie sofort. „Mach wie du magst. Kannst auch hier bleiben", sagte ich und lächelte sie kurz an. „Ich kann dir auch die Besprechung versüßen, die ganze Zeit direkt neben dir sitzen und dich immer wenn was blödes kommt küssen", grinste sie frech. „Wenn ich nicht wüsste, dass ich mich dann auf nichts mehr konzentrieren kann, würde ich mich sehr freuen", gab ich nur schmunzelnd zurück. Im Augenwinkel sah ich, dass sie das Handy weglegte, weshalb ich es ihr gleichtat und kurz drauf die Arme um sie legte, als sie sich an mich angelehnt hatte. „Es wäre so schön, wenn wir immer zusammen unterwegs wären", murmelte sie verträumt. „Ja... das wäre was", gab ich zurück und küsste sanft ihren Scheitel. „Was steht eigentlich morgen auf dem Plan?", fragte ich sie nach einigen Sekunden der Stille. „Ein kleiner Videodreh für die Kooperation, wo wir heute bei der Besprechung waren und dazu auch noch ein kleineres Shooting", erklärte sie und klang dabei schon als wäre sie kurz vorm Einschlafen. „Okay... sollen wir uns mal hinlegen?", fragte ich deshalb und erhielt sofort ein kleines Nicken. Langsam lösten wir uns etwas voneinander und legten uns richtig hin. Kaum lag die Decke über uns zog ich sie näher zur mir. „Gute Nacht kleine Fee", flüsterte ich ihr noch ins Ohr und legte einen kleinen Kuss hinter dieses. Ich bildete mir ein, ihr Grinsen trotz der Dunkelheit zu spüren und so lächelte auch ich ein bisschen.
Am nächsten Tag war sozusagen Halbzeit. Dieser Tag und noch zwei weitere wären wir hier in LA bevor es zurück nach Deutschland gehen würde. Dann müssten wir wieder allein durchs Land reisen und ich musste so tun, als wäre ich die gesamte Woche stark erkältet gewesen. Mal schauen, wie das klappen würde aber für Lena tat ich das gern. Irgendwie war's ja auch für mich, schließlich wollte ich bei ihr sein. Jedenfalls mussten wir heute aber nochmal früh raus und uns dann mit den anderen nach dem Frühstück auf den Weg machen zu den heutigen Terminen. Wenigstens waren es keine Besprechungen mehr, sondern Shootings und Drehs, weshalb es auch für mich deutlich weniger langweilig war nachdem ich dann meine Arbeit beendet hatte. Ich konnte ihr ein weiteres Mal beim Modeln zuschauen und irgendwie gefiel es mir zunehmend, sie dabei zu beobachten.
Ich hoffe ihr hattet schöne Weihnachtstage!
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Der Weg des Lebens
FanficAlles beginnt mit einer Wanderung zu sich selbst gespickt mit Erinnerungen und neuen Gedanken. Was daraus entsteht ist bei Erreichen des Ziels jedoch noch immer fraglich. Eine Geschichte aus Sicht von Mark Forster. Auszug aus Teil 15: Sofort saß ich...