56. Gemeinsam... und Gemeinsamkeiten

2.1K 102 31
                                    

Kapitel 56

... Worauf habe ich mich eigentlich eingelassen? ... Ich muss verrückt sein... übergeschnappt, völlig verrückt... Was hat er bloß vor? ... Warum nochmal bin ich wieder hier? ... Ach ja, ich habe nicht mehr alle Phiolen im Schrank!

Snape ging geradewegs auf die Schlafzimmertür zu und Hermines Augen weiteten sich und sie wollte weniger schnell darauf zugehen, aber Snape zog sie mit sich...

... zu ihrem Erstaunen dann aber an der Tür vorbei und sie war sichtlich erleichtert.

„Was wird das, Sir?", fragte sie und wollte stoppen, was ihr weniger gelang, da er sie weiterzog.

„Wonach sieht es aus?", antwortete er knapp.

„Glauben Sie, ich würde fragen, wenn ich es wüsste?", sagte Hermine leicht genervt.

„Abwarten.", kam es wieder knapp von ihm und er stoppte vor den Bücherregalen.

Er suchte kurz ein Buch und deutete dann darauf, sodass Hermine es sehen konnte.

„Versuchen Sie, dieses Buch aus dem Regal zu ziehen. Nicht fragen, machen!", sagte er und schob Hermine zum Regal, sie sah ihn fragend an, strich dann aber über den Buchrücken und las den Titel vor.

„Schwarzmagische Tränke.", murmelte sie.

Sie zog ihre Hand zurück und nichts geschah, Snape sah verwundert auf das Buch, dann zu Hermine. Gerade als er etwas sagen wollte, leuchtete das Buch auf.

„Sehr interessant.", sagte er dann und ging zum Tisch zurück, um das Buch zu holen, stellte es ins Regal zurück und winkte Hermine zu sich.

„Kommen Sie her. Versuchen Sie es erneut bei diesem.", sagte er dann.

Hermine seufzte, denn sie wusste nicht, was das sollte, aber sie tat, was er verlangte. Sie stellte sich neben ihn und strich über den Buchrücken – nichts geschah. Snape sah wieder verwundert auf das Buch, dann wieder zu Hermine. Es geschah wirklich nichts. Hermine nahm das Buch aus dem Regal und gab es Snape.

„Wären Sie so freundlich, mir zu verraten, was das sollte?", fragte sie dann.

„Es war ein Versuch... Sie hätten gar nicht in der Lage sein dürfen, dieses Buch aus dem Regal zu nehmen. Es hätte leuchten müssen, so wie das andere Buch eben. Seltsam... Aber na ja... Lesen Sie es ruhig weiter. Sollten Sie es nicht schaffen solange Sie hier sind, können Sie es mitnehmen.", sagte er, öffnete das Buch und strich mit seinem Zauberstab über die Widmung, woraufhin sie verschwand, dann gab er Hermine das Buch.

„Danke, Sir.", murmelte sie erstaunt und strahlte ihn dennoch an.

„Aber...", begann er und wurde unterbrochen.

„Ich werde niemandem sagen, dass es von Ihnen ist und es Ihnen unauffällig zurückgeben. Dass ich es hüte, wie meinen Augapfel, muss ich nicht erwähnen oder?", sagte Hermine und lächelte.

Eigentlich wollte Snape etwas sagen, aber er brachte keinen Ton über die Lippen. Da er das wusste, ehe er es versuchen musste, schwieg er und ging zurück zum Kamin und setzte sich auf die Couch. Hermine folgte ihm und setzte sich in seinen Sessel. Sie zog die Beine hoch, kuschelte sich regelrecht in den Sessel und legte das Buch in ihren Schoß und schlug es auf. Sie wusste, wo sie aufgehört hatte und las weiter – die Welt um sie herum, verlor jegliche Bedeutung. Snape beobachtete dies mit einem Schmunzeln und erschrak über sich selbst, dass er zu sowas in der Lage war.

... Habe ich es nicht schon zu Minerva gesagt... der alte Zucker-Junkie ist ansteckend... grauenvoll... Also wenn ich jetzt auch noch anfange, Süßigkeiten in mich hineinzustopfen, dann kann er was erleben... ich schreibe einen Fluch, der ihn zum Diabetiker macht ... oder gleich eine Zucker-Allergie... Severus! Gut.. das hätte ich vor gut 14 Jahren gemacht... Das ist vielleicht doch ein bisschen sehr hart... Ich verzaubere seine Süßigkeiten... das wäre eine Alternative...

7 Jahre bis zum Glück oder Sturheit und Liebe das dauert...Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt