123. ...zu viel vom falschen Gras?

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Kapitel 123

„Gute Nacht, kleine Gryffindor.", antwortete Snape und drehte sich auf die Seite, er würde gut schlafen, die Wand zwischen ihnen stand und der Morgen würde lustig werden.

Für ihn!

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Wie immer war er sehr früh wach und er drehte sich zur Seite, bemerkte, wie die Wand zwischen Hermine und ihm verschwand. Sie schlief scheinbar tief und fest, keine Anzeichen dafür, dass sie demnächst aufwachen würde. Ein Grinsen umspielte leicht seine Lippen.

... Perfekt!... Ungestraft Schüler ärgern – das ist wie Weihnachten und Geburtstag zusammen... Und meine kleine Gryffindor bietet mir so viele Möglichkeiten... Was mache ich bloß, wenn sie ihren Abschluss hat? Minerva kann langsam nicht mehr mithalten... Vielleicht fällt Miss Granger ja auch durch und muss ein Jahr wiederholen....

Leise erhob er sich – ehe er seinen Spaß haben konnte, müsste er noch kurz den Trank fertigstellen, denn jetzt wusste er, wie er ihn zusammensetzen musste. Somit ging er in sein Labor und fügte die Trankfragmente zusammen, dann füllte er den jetzt grünlich schimmernden Trank in mehrere kleine Phiolen ab und verkorkte sie, stellte sie in eine Box und nahm die Box mit in sein Wohnzimmer, stellte sie auf seinem großen Schreibtisch ab. Dann schlich er zu seiner Schlafzimmertür, lugte vorsichtig durch den Spalt, den er offen gelassen hatte und stellte freudig fest, dass sie noch schlief. Ihm saß eindeutig wieder der Schalk im Nacken – und was für einer. Mit kurzen Schritten war er wieder im Bett und legte sich wieder hin, er hatte einen Plan und den würde er durchziehen, auch wenn Hermine dann ein Bisschen sauer sein würde. Er hatte jedoch nicht ihre Reaktionen bedacht. Kaum lag er wieder neben ihr, kuschelte sie sich an ihn und schloss ihn in ihre Arme.

... Wie? .... Na toll... Wie oft muss ich ihr noch sagen, dass ich kein Knuddelmuff bin? Ich sehe sicher nicht aus wie einer und so behaart bin ich, weiß Merlin, bestimmt auch nicht! ... Na ja, soll mir nur Recht sein...

„Miss Granger...", sagte er leise zu ihr und musste sich ein süffisantes Grinsen jetzt schon verkneifen. Mühsam gelang es ihm, aber Hermine reagierte nicht so, wie er wollte, sondern kuschelte sich noch näher an ihn.

„Miss Granger!", kam es nun in bester Lehrer-Manier von ihm, gerade so, als säße sie vor ihm im Unterricht und wäre eingeschlafen. Hermine zuckte zusammen und kratze dabei über seinen Oberkörper, wobei er froh war, wenigstens noch den Stoff seines Pyjamas zwischen ihren Nägeln und seiner Haut zu wissen. Hermine sah zu ihm, traf direkt seinen Blick und erschreckte sich erneut. Relativ schnell hatte ihr Hirn die Situation erfasst und sie errötete.

„Danke. Ich bin doch kein Knuddelmuff und ebenso wenig ein Kuscheltier. Ich würde es doch daher sehr begrüßen, Sie würden mich nicht wie eines behandeln!", gab er dann tonlos an Hermine und sie sackte immer mehr in sich zusammen, ihr war das sehr peinlich und seine Worte machten es gewiss nicht besser.

... aber warum weckt er mich? ... Das hat er sonst doch auch versucht, zu vermeiden... vielleicht hatte er Angst, ich würde wieder wild um mich schlagen... Na prima... das kann ja eine tolle Woche werden... Wie spät ist es überhaupt? ... Wenn man einmal eine Uhr braucht, ist keine da...

„Entschuldigen Sie, das wollte ich nicht... ich...", stammelte Hermine und nestelte nervös an der Decke. Snape überlegte seinen nächsten Schachzug gut – er würde sich sein Spielchen nicht durch einen kleinen Fehler kaputt machen. Er stand einfach auf und verließ das Zimmer. Hermine bekam nicht mit, wohin, denn sie hatten ihren Kopf gesenkt und sah nur noch auf die Satin-Decke. Sie seufzte, der Morgen war ja ein toller Start. Dann sah sie auf und wechselte ihren Blick zwischen Wohnzimmer- und Badezimmertür hin und her. Sie stieg aus dem Bett und entschied sich fürs Badezimmer. Sie lauschte an der Tür und da sie keine Geräusche hörte, trat sie ein. Sie stand gerade am Waschbecken und wusch ihre Hände, als plötzlich Wasser auf ihre Schulter tropfte. Sie wagte es nicht, sich weiter zu bewegen, sondern hielt in ihrer Bewegung inne und starrte auf ihre Hände.

7 Jahre bis zum Glück oder Sturheit und Liebe das dauert...Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt