Kapitel 192
Hermines Worte bei der Ehrung hatten für viel Furore in den Zeitungen gesorgt und es gab so einige, die ein Interview mit ihr, Harry oder Ron wollten – niemand bekam auch nur ein Wort von einem der Dreien. Hermine blieb weiterhin in Frankreich und langsam hatte sie sich an das Leben dort gewöhnt. Sie vermisste ihre Eltern schmerzlich und erinnerte sich noch oft an sie, was mitunter auch daran lag, dass sie über dem Kaminsims viele Familienbilder aufgehängt hatte. Severus konnte sie ebenso wenig vergessen, doch hier in dem kleinen Haus am Meer war es recht einfach geworden. Es war nicht vieles dort, was sie an ihn erinnerte. Zudem bezweifelte sie langsam, dass er ihr wirklich seine Liebe gestanden hatte und sie fragte sich, ob es nicht nur Einbildung war. Hermine verdrängte die Befürchtungen, was sein würde, wenn sie wieder in Hogwarts wäre und dabei dauerte es nicht mehr lange, bis sie wieder durch das Portal gehen und ein Jahr dort verbringen würde. Sie ließ diese Gedanken jedoch nicht zu. Nach ihrem unfreiwilligen Legilimens-Zauber auf Harry, hatte sie sich nun ein paar Bücher bei Flourish & Blotts gekauft, welche ihr mit dem Umgang helfen sollten und es wirklich taten. So schaffte sie es auch, ihre Gedanken, die große Trauer mit sich brachten, einzudämmen. Sie verhielt sich genauso wie Severus es getan hatte und bemerkte es nicht. Sie freute sich nun immer darauf, von Harry eine Eule zubekommen und mittlerweile schrieb er ihr auch wieder von Ron.
~~~ Harrys Brief ~~~
Hallo Hermine!
Du wirst vielleicht lachen, aber gestern hat doch tatsächlich die Kimmkorn versucht, ein Interview von mir zu bekommen. Sie wird es wohl nie lernen. Bei Ron war sie auch schon – Molly hat sie laut fluchend vom Hof gejagt. Ginny ist fast jeden Tag hier, Ron, George und Arthur sind auch oft hier und Molly begleitet sie manchmal und putzt. Sie helfen mir dabei, das Haus wieder in Ordnung zu bringen ich denke, Sirius wäre stolz gewesen, hätte er es wieder in seinem alten Glanz sehen dürfen. Kreacher ist zwar immer noch etwas griesgrämig, aber er akzeptiert mich als seinen neuen Herren. Wenn wir fertig sind, würde ich mich freuen, wenn du mich mal wieder besuchen kommst! Du weißt ja, dass dir diese Tür immer offen steht. Was Ginny angeht – du hattest mal wieder Recht. Ich glaube, sie ist die Frau, die ich für immer an meiner Seite haben will. Ron hat sich damit abgefunden, dass sein bester Freund mit seiner Schwester zusammen ist; er sagt auch nicht mehr, wenn wir uns in seinem Beisein küssen. Er hat deine Entscheidung auch langsam verstanden und akzeptiert sie, er weiß nur nicht, wie er dir jetzt begegnen soll, habe ich den Eindruck. Ich denke, das gibt sich, wenn wir uns wiedersehen. Dafür hat er seine Gefühle für Lavender neu entdeckt. Sie sind sich in der Winkelgasse begegnet und er hat sie über den Haufen gerannt. Als Entschuldigung hat er sie dann zu einem Butterbier eingeladen – ich habe keine Ahnung wie unser Ron darauf gekommen ist, aber sie scheint sich auch ganz gewaltig geändert zu haben, denn es ist wohl nicht nur bei dem einen Butterbier geblieben. Ich hoffe nur, er stürzt sich da nicht in etwas rein, nur um die Gefühle für dich zu vergessen. Aber er ist alt genug, langsam muss er das selbst wissen und das meint sogar Ginny. Mich hat gestern zudem eine Eule von Luna erreicht – du wirst mir nie glauben, was sie mir geschrieben hat. Ich war selbst völlig baff. Luna ist mit Draco zusammen. Ja – mit Draco Malfoy! Sie wollte auch dir schreiben, aber ihre Eule kam mitsamt dem Brief wieder zurück. Ich habe dir meinen Brief mitgeschickt – sie hat erlaubt, dass du ihn lesen darfst. Ich bin ja wirklich gespannt, ob das etwas wird. Meiner Meinung nach hat Draco sie gar nicht verdient! Ich freue mich auf deine Antwort und hoffe, dass du in Frankreich besseres Wetter hast als wir hier – London macht dem Regen-Klischee wieder einmal alle Ehre.
Liebe Grüße,
Harry
~~~ Harrys Brief ~~~
~~~ Lunas Brief ~~~
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7 Jahre bis zum Glück oder Sturheit und Liebe das dauert...
FanfictionHermine und Snape - gegensätzlich wie Tag und Nacht... oder auch nicht? Beide sind stur und das nicht gerade wenig. Was passiert, wenn Sturheit auf Liebe trifft... Sieben Jahre, sieben interessante Jahre und das nicht nur für Miss Granger und Profes...