112. Frag mich nicht!

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Kapitel 112

Es war Schulbeginn und Harry ging gerade mit Cho in Richtung Portal, er unterhielt sich mit ihr. Hermine begegnete ihm mit Ron und zog Harry zurück.

„Komm Harry... Hagrid ist wieder da!", informierte Hermine den dunkelhaarigen und augenblicklich setzte er sich in Bewegung. Zusammen liefen Ron, Harry und Hermine zu Hagrids Hütte, stoppten jedoch abrupt davor, da sie Umbridges Stimme hörten. Vorsichtig lugten sie durch das Fenster, duckten sich aber schnell, da Umbridge hinaussah. Gerade als sie die Hütte verließ, schafften die drei es noch knapp, sich zu verstecken. Als Umbridge weg war, klopften sie bei Hagrid und er ließ sie, wenn auch etwas widerwillig, eintreten.

„Wo bist du gewesen? Was ist mit dir passiert?", kam es von Harry und er besah sich Hagrid Blessuren. Hermine sah ebenso besorgt zu ihm und Ron hielt noch nach Umbridge Ausschau. Hagrid sah sich misstrauisch um.

„War für Dumbledore unterwegs... bei den Riesen...", kam es im Flüsterton von Hagrid und alle drei sahen ihn erstaunt an.

„Riesen?", echote Hermine, mit außergewöhnlich hoher Stimme und sofort sah Hagrid sich wieder um.

„Ssssccchhh.... Ja, war aber nicht der einzige, der sie für sich gewinnen wollte...", flüstere Hagrid weiter und die drei hörten gespannt zu.

„Todesser... Sie haben dich so zugerichtet?", kam es dann von Hermine und sofort drifteten ihre Gedanken in die Kerker ab, genauer gesagt, zu einem Bewohner. Hagrid nickte knapp. Immer weiter driftete sie ab, ihr flogen die heftigsten Gedanken durch den Kopf. Sie hörte schon gar nicht mehr zu.

... Ob er auch da war? Hat er Hagrid verletzt?... So muss er doch alle aus dem Orden angreifen, jeden, was immer Voldemort befielt... Sollte er es befehlen, müsste er mich töten... oder Harry... Das könnte jederzeit passieren... Aber wenn er sich mit Dumbledore kurzschließt, dann muss Dumbledore ihm zuvorkommen... das heißt, er müsste ihn angreifen... Das darf nicht sein...

Erst als Ron und Harry aufstanden, wurde sie aus ihren Gedanken gerissen. Sie stand ebenfalls auf und scheinbar hatte niemand bemerkt, dass sie in Gedanken war.

„Es ist wie damals... da zieht ein Sturm auf...", sagte Hagrid und verabschiedete seine jungen Freunde. Alle drei drückten ihn fest. Sie liefen zurück ins Schloss, direkt zu ihrem Unterricht – Zaubertränke, eine Tatsache, die Hermine erst auffiel, als sie vor der Tür stand. Ron und Harry waren bereits im Klassenraum, nur Hermine stand vor der Tür, wieder prasselten Gedanken auf sie ein. Der Abend und der Morgen bei Snape. Sie konnte sich an alles erinnern, außer an den Traum und daran, dass er sie getröstet hatte. Ansonsten wusste sie alles, auch die Szene im Bad war ihr präsent im Kopf. So stand sie in Gedanken hilflos verloren vor der offenen Tür und rührte sich keinen Millimeter. Plötzlich flog die Tür vor ihr zu und dennoch, sie stand regungslos da. Snape trat hinter sie, drehte sie zu sich um, doch sie wirkte völlig abwesend.

„Miss Granger? Hallo?", kam es dann von ihm und er winkte mit der Hand vor ihrem Gesicht hin und her, nichts geschah. Er legte seine Hand an ihr Kinn und hob es in seine Richtung, sodass sie ihn ansehen musste. Endlich regte sie sich, jedoch nicht wie erwartet, sondern sie schreckte fürchterlich zusammen, wich bis zur Tür zurück.

„Bei Salazar... Warum so schreckhaft? Doch Angst vor der dunklen Fledermaus?", entfuhr es ihm dann und er sah Kopf schüttelnd zu ihr, sie konnte ihn nur ansehen. Er seufzte und richtete seine Roben.

„Wenn Sie dann jetzt wohl zur Seite gehen würden? Ich habe Unterricht und wenn Sie sich innerhalb der nächsten paar Minuten nicht fangen, betreten Sie den Raum erst gar nicht, Verstanden?", schnarrte er dann in gewohnter Lehrermanier und endlich klärte sich Hermines Verstand wieder. Schnell öffnete sie die Tür und schlüpfte hindurch, ließ sich auf ihrem Platz nieder. Harry und Ron warfen ihr fragende Blicke zu.

7 Jahre bis zum Glück oder Sturheit und Liebe das dauert...Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt