Kapitel 157
Hermine erschien allein im Gemeinschaftsraum und sah sich um – sie war alleine. Sie war ein wenig beruhigter, da sie nun wusste, dass es ihm besser ging. Sie wusste, dass er ihr nicht erzählen würde, was passiert war, aber das war für sie in Ordnung, denn je mehr er ihr erzählte, desto öfter würde er versuchen wollen, ihr Gedächtnis zu löschen. Sie seufzte und wollte den Turm verlassen, als sie ihren Namen hörte und kurz darauf erschien Harry an ihrer Seite.
„Guten Morgen! Lange hast du ja nicht geschlafen. Geht es dir wieder besser?", kam es von dem Dunkelhaarigen und Hermine nickte.
„Guten Morgen, Harry. Doch, mir geht es besser. Warum bist du so früh wach? Kommst du mit in die Halle?", entgegnete sie und bemerkte erst auf dem Flur, wie lustig das Gespräch dann mit Dumbledore werden würde. Sie hatte schon Sorge, was Professor McGonagall anging, aber Harry war eine Nummer für sich.
„Ich bin einfach wach geworden und da ich nicht vor hatte, auf Ron zu warten, bin ich schon runter gegangen. Klar komme ich mit. Sag mal, könntest du mir nachher noch kurz was erklären... ich habe Professor Flittwick da letzte Stunde nicht ganz folgen können.", kam es von Harry und sie gingen die Treppen hinunter. Hermine sah der Begegnung mit Professor Dumbledore mit gemischten Gefühlen entgegen und hoffte, dass Professor McGonagall und Harry nicht zu sehr ausrasten würden, doch bei ihrer Hauslehrerin war sie sich ziemlich sicher, dass diese es nicht ohne weiteres hinnehmen würde.
„Guten Morgen, Hermine, Harry.", kam es von Dumbledore und er stoppte die beiden an der Halle, Minerva kam wie bestellt gerade dazu und stellte sich neben Albus, begrüßte die drei freundlich und sah fragend in die Runde.
„Verzeiht, dass ich euch unterbreche, doch Professor Snape bat mich, dir etwas auszurichten, Hermine. Du möchtest bitte sofort in sein Büro kommen. Soweit ich weiß, sollst du das Labor und die Vorratskammer aufräumen und neue Zutaten mit ihm einsortieren.", erklärte Dumbledore und sowohl Harry, als auch Minerva sahen regelrecht empört zu ihm, Hermine mimte die unbegeisterte, bestrafte Schülerin.
„Aber Albus! Sie hat noch nicht einmal gefrühstückt! Und wie ich Severus kenne, muss sie die Arbeit ohne Zauberstab verrichten – das kann den ganzen Tag dauern!", protestierte Minerva und Albus freute sich innerlich – sie war ganz von alleine darauf gekommen, Harry sah ein wenig wütend aus.
„Vermutlich. Aber ich bin mir Sicher, dass er ihr eine Pause gönnen wird. Mach dir keine Sorgen, Minerva. Ich werde später einmal nach ihr sehen. Du solltest gehen, Hermine, wir alle kennen ihn schließlich.", kam es dann von Albus, wobei er sich erst an Minerva richtete und dann an Hermine wand – Harry war für ihn nur ein praktischer Zeuge. Minerva wollte protestieren, doch Hermine funkte ihr dazwischen.
„Es ist in Ordnung, Professor McGonagall. Ich komme schon klar. Mehr als Hauspunkte abziehen, kann er nicht und die hole ich schnell wieder auf.", sagte Hermine optimistisch und lächelte schwach – sie freute sich schon auf ihr Frühstück. Minerva sah sie etwas zweifelnd an, Harry glaubte, sich verhört zu haben.
„Tut mir Leid, Harry. Ich beeile mich und wenn wir nachher Zeit haben, dann gern, ansonsten helfe ich dir Morgen. Mach die keine Sorgen, ich lass mich nicht von ihm klein kriegen. Professor Dumbledore, Professor McGonagall.", verabschiedete Hermine sich dann und ging die Treppen hinab in die Kerker. Ein wenig mulmig wurde ihr schon, denn sie war nicht erpicht darauf, Draco zu treffen. Harry und Minerva sahen ihr nach, Albus grinste innerlich wie ein Honigkuchenpferd.
... Du lässt dich sicherlich nicht von ihm klein kriegen, eher kriegst du ihn klein... Es tut mir so Leid für dich und auch für ihn... Wenn er sein Versprechen einlösen muss – du kennst die Wahrheit nicht... ich hoffe, dass du stark genug sein wirst...
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7 Jahre bis zum Glück oder Sturheit und Liebe das dauert...
FanfictionHermine und Snape - gegensätzlich wie Tag und Nacht... oder auch nicht? Beide sind stur und das nicht gerade wenig. Was passiert, wenn Sturheit auf Liebe trifft... Sieben Jahre, sieben interessante Jahre und das nicht nur für Miss Granger und Profes...