Kapitel 13

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Hinter der Bühne, warteten die anderen Jungs schon sehnsüchtig darauf, ihr Dreamteam endlich freudig in die Arme zunehmen, während die sich, draussen noch feiern liessen. Sie hatten es sich auch verdient. Allen voran Samu. Dann endlich, konnten sie die beiden sehen, wie sie nach hinten kamen. Doch noch bevor sie richtig da waren, umarmte Riku, Samu überschwänglich und drückte ihn fest an sich. Es waren die Emotionen die dieser Abend bei ihm ausgelöst hatten, die Riku dazu verleiten liess. Zuerst etwas überrumpelt, von Rikus Überschwänglichkeit, legte auch Samu seine Arme um seinen neuen Freund.„Danke!“, flüsterte Riku und schlang seine Arme noch fester um Samu. Fast so, als wolle er ihn nie mehr los und gehen lassen. Die anderen, sahen dem Ganzen kurz grinsend zu, bevor sie sich auf die beiden stürzten und eine grosse Knuddelrunde anfingen. Lachend und durcheinander sprechend, gingen sie danach in ihre Garderobe, wo Mikko schon auf sie wartete.
Samu, der wie Riku, in diesem Gefühlsmodus war, fiel diesem um den Hals.„Danke, dass du mich nicht aufgegeben hast!“
„Gern geschehen, Grosser!“, lachte Mikko und erwiderte die Umarmung.
Samu löste sich von Mikko und liess sich auf das Sofa, neben Riku fallen. Grinsend sah er ihn an. „Mein Gitarrengott. Du warst der Knaller!“
„So, fertig Süssholz geraspelt, ihr Zwei. Lasst uns Duschen gehen und dann feiern.“, unterbrach
Jukka die beiden.
„Geht nicht, Jungs. Ihr müsst im Bus feiern.“ Mikko stoppte die Euphorie.„Morgen müssen wir schon in Stuttgart sein.“, über der ganzen Freude, um den gelungenen Auftakt, hatten sie das doch fast vergessen.„Für Bier und Essen habe ich schon gesorgt.“, sagte Mikko, bevor die Stimmung kippen konnte, was wohl kaum möglich war.
„Guter Mann!“, lachte Samu und klopfte Mikko auf die Schulter, nachdem er aufgestanden war. „Dann lasst uns gehen. Ich brauch eine Dusche.“
Einer nach dem anderen, verliessen sie den Club, um es sich im Bus gemütlich zu machen. Samu und Riku kamen als Letzte raus und genehmigten sich noch eine Zigarette.
„Warum hast dich bei mir bedankt?“, wollte Samu wissen und sah Riku von der Seite her an, wie er den Rauch in den Nachthimmel blies.
„Dafür, dass du mir diese Chance gegeben hast. Und du mich mit auf diese Reise nimmst. Es war einfach ein unglaubliches Gefühl, heute Abend auf der Bühne zustehen und diese Energie des Publikums zu spüren und ihnen zurück zugeben.“ Riku sah zu Samu, der lächelte.
„Es fühlte sich an, als hätten wir nie etwas anderes gemacht, stimmts?“ Riku nickte. Beide wussten sie, dass dieser Abend und jeder weitere, sie noch etwas näher zueinander bringen würde und ihre Freundschaft noch vertiefte. Beide hingen sie ihren Gedanken nach, bis eine irgendwie bekannte Stimme sie daraus holte.
„Na ihr Zwei, noch da?“, die zwei Mädels von heute Abend, standen wieder vor ihnen.
„Ihr auch.“, sagte Samu grinsend. Kein Wunder, lagen ihm die Frauen, Reihenweise zu Füssen, wenn er sie so ansah. Dieses spitzbübische Grinsen und dann die Augenbraue, die es immer automatisch in die Stirn zog, wenn er so schaute, ging es Riku durch den Kopf. So dass er nicht merkte, dass ihn eine der beiden Mädels, musterte. Er schenkte ihr ein Lächeln, worauf sie verlegen zu Boden sah.
„Das Konzert war der Hammer!“, sagte während dem die andere und sogleich, fingen die Augen von beiden an zu glänzen. Das Lachen, welches sich auf ihre Gesichter legte, war voller Freude und Glück. Wahnsinn, was ein bisschen Musik, so alles erreichen kann, dachte Riku. Es erfüllte ihn mit Freude und einer wohligen Wärme, dass er nun Teil von etwas war, was die Menschen zu berühren schien.
„Ein Glück hat Samu dich gefunden!“, die zaghaft Stimme, direkt vor ihm, riss Riku wieder aus seinen Gedanken. „Du warst verdammt gut!“
„Danke!", sagte Riku lächelnd. Dabei hatte er das Gefühl, dass sie noch viel mehr hätte sagen wollen, ihr dabei wohl einfach die Worte und vielleicht auch etwas der Mut fehlten. Doch der Glanz in ihren Augen, sprach seine eigene Sprache und sagte mehr als tausend Worte.
„Wir wünschen euch noch viel Spass und Erfolg, auf der weiteren Tour! Wir müssen uns jetzt beeilen, dass wir unsere Bahn nicht verpassen.“
„Kommt gut nach hause und vielleicht sieht man sich ja wieder einmal irgendwo!", so Samu.
„Ja vielleicht. Wäre toll!“, die beiden winkten zum Abschied und gingen ihren Weg.
„Das kann einer der weiteren, angenehmen Teile als Band sein. Muss aber nicht." Samu sah Riku an, der den beiden hinterher sah. „Sag mal, Rajamaa, kann es sein, dass es dir die Kleine ein bisschen angetan hat?“
„Was? Nein!“, wehrte Riku ab.
„Komm schon, gib es doch zu. Sie war ja auch süss.“
„Und wenn schon, ich fange doch nichts mit einem Fan an.“ Riku schüttelte vehement den Kopf.
„Ja, wahrscheinlich keine gute Idee. Da bleiben wir am besten unter uns.“ Samu schlang seine Arme um Riku und gab ihm einen Schmatzer auf die Wange.„Du bist so doof, Haber!“, lachte Riku auf.
Auch wenn Riku strickte der Meinung war, dass Fans, Fans bleiben sollten, ging ihm diese Begegnung, so schnell nicht aus dem Kopf. Vor allem die eine. Sie hatte ihn, schon während dem Konzert, immer so angesehen. Wie, konnte er nicht erklären. Insgeheim, wünschte er sich, er würde sie noch einmal sehen. Keine Ahnung warum und was er sich davon versprach. Es war einfach so ein Gefühl.

Mittlerweilen, war die Tour im vollen Gange und lief gut. Sogar mehr als gut. Manche Konzerte, waren ausverkauft, andere nicht. Doch der Spielfreude der Jungs, machte dies keinen Unterschied. Selbst in den kleinen Clubs in Österreich und der Schweiz, konnten sie mächtig Stimmung machen, die Leute begeistern und so, vielleicht den einen oder anderen, von sich überzeugen. Heute war die letzte Show in Berlin. Mit gemischten Gefühlen, traten sie heute dieses Konzert an. Auf der einen Seite, freuten die Jungs sich auf Zuhause. Denn das Umherreisen, war nicht ganz ohne und zerrte auch an ihren Kräften. Vor allem auch, wenn man zwischendurch über die Stränge schlug und die Nacht zum Tag machte. Doch sie waren jung und genossen das Leben. Vor dem Konzert in Berlin, waren sie jedoch ganz artig, weil sie wussten, dass sie danach ganz sicher noch feiern gehen würden. Das Konzert war ausverkauft und war einfach nur der Knaller. Man spürte die, während der Tour erspielte Routine, ohne dass es der Spontanität auf der Bühne, einen Abbruch tat. Die Menge feierte die Jungs und sie feierten das Publikum.
Nach der obligaten Knuddelrunde nach dem Konzert, wurde das erste Mal angestossen. Danach geduscht und ab in die City. Schnell wurde eine passende Bar gefunden, um den Abend zu starten. Es war noch nicht so voll und schien auch nicht von Leuten, die am Konzert waren, zu wimmeln.
Samu sah sich um, als er an der Bar stand, um die Geränke zu bestellen. Sein Blick blieb bei einem Tisch hängen und ein Grinsen legte sich auf sein Gesicht. Da würde sich gleich jemand tierisch freuen.

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