Kapitel 78

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Die nächsten Tage vergingen alle ziemlich ähnlich. Ausgiebiges Kuscheln im Bett. Gemütliches Frühstücken. Sonnen am Pool oder am Strand. Und natürlich ganz viel Liebe, Zärtlichkeiten und Knutschereien. Einfach Ausspannen und die Seele baumeln lassen pur. Für zwei angespannte Körper, die Monate lang unter Hochtouren liefen, wie die von Samu und Riku, genau das Richtige. Geregnet, hatte es natürlich nicht, so dass sie einmal einen ganzen Tag im Bett verbringen konnten, wie Riku sich dies gewünscht hatte. Sparten sie sich das für Zuhause auf. Ohnehin war es dort viel kuschliger, wenn die Temperaturen etwas weniger hoch waren. Es war dennoch unglaublich kuschlig, romantisch. So, wie ein Liebesurlaub, von zwei frisch Verliebten und total in einander vernarrten Menschen, sein sollte. „Saaaamuuuu?“ Schmiegte sich Riku an seinen Liebsten, während der in der Küche stand und etwas für das Frühstück bereit machte. Sie frühstückten ja immer wie die Fürsten. Zuckersüss klang seine Stimme. Samu wusste genau, dass er etwas wollte. Er klang wie ein kleines Kind, welches etwas von seinen Eltern wollte. „Was denn, mein Schatz?“ Widmete sich Samu weiterhin den Eiern in der Pfanne. Ein lautes Lachen, konnte er sich gerade noch so verkneifen. „Gehen wir heute irgendwo hin?“
Linste Riku über Samus Schulter. Der Meister aller Eier Bräter und der Omeletts. „Wohin möchtest du denn gehen, Rik?“ – „Weiss nicht. Vielleicht doch mal nach Barcelona. Sonst waren wir in der Nähe und nie dort. Wäre ja auch irgendwie doof.“ Dachte Riku laut nach. „Und das musstest du mich so zuckersüss fragen?“ Drehte sich Samu grinsend zu Riku und schlang seine Arme um dessen Taille. Genau so zuckersüss, sah Riku ihn nun an. „Wie kann ich dir bei diesem Blick und überhaupt, nur irgendwas abschlagen?“ Riku zuckte mit den Schultern. „Wie du möchtest, Schatz. Ich richte mich da ganz nach dir.“ – „Hmmm.“ Samu legte den Kopf schräg. „Was?“ – „Ich möchte aber nicht, dass...du sollst auch mal...ich meine...“ Sachte strich Samu über Rikus Lippen. „Schscht...es macht mir nichts aus. Und ganz ehrlich, mir ist es egal, was wir tun. Hauptsache, ich kann es mit dir zusammen tun!“ Riku seufzte, während Samus Stimme immer leiser wurde und dann an dessen Lippen verstummte. Samu nickte nur. War er, vor ein paar Tagen, noch Feuer und Flamme, endlich nach Barcelona zu kommen, war Samu jetzt der, der es lieber umgehen möchte. Aber Riku hatte recht, es war schon fast ein Muss. Und wenn er wieder Zuhause war, dann würde er es sicher bereuen, es nicht getan zu haben. „Samu, die Eier.“ Nuschelte Riku an Samus Lippen. Dieser grinste nur frech. „Blondie, das Rührei verbrennt!“ Ruckartig löste sich Samu von Riku und zog die Pfanne vom Herd. Riku konnte sich ein schallendes Lachen nicht verkneifen. Es war so typisch für den grossen Lulatsch. „Du bist so unmöglich, verrückt und zuckersüss und deshalb liebe ich dich!“ Schlang Riku überschwänglich seine Arme um Samus Hals und drückte sich an ihn. „Und jetzt, lass uns essen. Damit wir dann los können.“ Riku war voller Übereifer. Samu spürte es schon gestern. Auch an sich selber. So sehr sie beide das Nichtstun,Kuscheln und einfach nur gniessen, liebten. So sehr, brauchten sie auch die Abwechslung. Etwas neues sehen. Was erleben. Etwas anderes als Sex und himmlische Orgasmen. Da waren sie, zum Glück, gleich. Samu könnte es nicht ertragen, jemanden an seiner Seite zu haben, der einfach nur Strandurlaub machen möchte. Vom Haus oder Hotelzimmer, zum Strand und wieder zurück. Und wenn es hoch kommt, vielleicht noch kurz ins Meer rein stehen. Riku und er, gingen auch schon mal, wenn sie früh wach waren, am Strand joggen. Das Schönste daran, war die gemeinsame Dusche danach. Samu grinste, bei diesem Gedanken. „An was denkst du?“ Grinste Riku ebenfalls. Er konnte es sich jedoch denken. „An unsere after jogging Dusche.“ Hob sich die Haber Braue in die Stirn. „Und ausserdem, darüber dass ich froh bin, dass du auch eher ein aktiver Mensch bist, wie ich.“ –
„Wenn ich nicht gerade zu faul dafür bin und lieber mit meinem Schatz kuschle.“ Setzte sich Riku zu Samu auf den Schoss. „Das ist auch eine wundervolle Seite an dir, mein Schatz. Die mochte ich von allem Anfang an, an dir. Das ich mit und bei dir, mein Bedürfnis am Kuscheln, ausleben konnte.“ Samu strich durch Rikus Haare. „Und dieses Bedürfnis war schon immer ziemlich gross. Was mich zuerst etwas irritiert hat. Doch jetzt...“ Riku küsste sich zu Samus Schläfe vor. „Bekomme ich kaum mehr genug davon.“ Um seine Worte zu untermauern oder ihnen mehr Gewicht zu verleihen, schmiegte sich Riku noch fester an Samu und vergrub seine Nase in dessen, von ihm höchst persönlich, frisch gewaschenen, Haaren. „Dann bekommst heute Abend wieder eine extra Dosis, von Samus Kuscheleinheit!“ Strich Samu ihm über den Rücken. „Doch jetzt, sollten wir uns vielleicht mal fertig machen, damit wir es heute noch aus dem Haus schaffen.“ Grinste Samu zu Riku hoch. Dieser nickte und stand auf.

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