„Ich sollte weniger rauchen und mehr trainieren.“ Atmete Riku schwer, nachdem sie ein paar ziemlich steile Treppenstufen hoch gestiegen waren. „Dafür ist der Ausblick um so schöner.“ Samu umfasste Riku um die Taille und legte sein Kinn auf seiner Schulter ab. Von hier, hatte man tatsächlich einen herrlichen Ausblick über das Meer. Wie Riku das liebte. Er war ein Meer Mensch. Riku wüsste nicht, was er machen würde, läge seine, über alles geliebte Heimatstadt, nicht am Meer. Aber vielleicht liebte er sie auch deshalb so sehr. Jedes Mal, wenn Riku diesen ganz bestimmten Blick hatte, meistens dann, wenn er so verträumt übers Meer sah, verliebte sich Samu, immer wieder von Neuem und noch tiefer, in diesen wundervollen Mann, der sich gerade in seine Umarmung fallen liess. Egal, wer sie gerade hätte sehen können. „Wir sind übrigens da.“ Samu drehte Riku vom Meer weg. Vor ihnen war ein Restaurant. Mit klein, hatte Samu definitiv nicht übertrieben. Doch es sah allein schon von aussen, sehr gemütlich aus. Mit dem typisch spanischen Charme ausgestattet. Wie die Leute hier. Mit einem Blick sah man, dass wohl alles Einheimische waren, die dort sassen oder zumindest aus der Gegend. „Ein Geheimtip, quasi. Und ein Ort zum wohl und Zuhause fühlen.“ So Samu auf Rikus Blick über die Tische, die draussen standen und mit Blick auf das Meer waren. „Willst du hier stehen bleiben?“ Holte Samu ihn aus seinen Gedanken. „Nein. Ich habe einen unglaublichen Hunger.“ Samu grinste und zog Riku hinter sich her. In einer ruhigen Ecke, aber dennoch mit dem tollen Blick aufs Meer, hatte es noch einen Tisch für sie. Gut, dass sie, für spanische oder grundsätzlich südländische Verhältnisse, eher früh waren, um zu Nacht zu essen. So hatten sie noch die Auswahl. „Das hast du gut gemacht!“ Lehnte sich Riku über den Tisch zu Samu und gab ihm einen Kuss. Samu war immer wieder erstaunt. Wusste er doch nicht, wie Riku sich verhalten würde, wenn sie hier waren. Nach all seinen Ängsten und Gedanken, die er noch zu Anfang wälzte. „Mache ich Fortschritte, Herr Therapeut?“ War Riku doch Samus Blick nicht entgangen. „Du machst das wunderbar, mein Schatz!“ Samu hielt Riku bei sich und intensivierte den Kuss leicht. Nur kurz. Bevor die Bedienung kam, hatten sie sich auch schon wieder gelöst. Bloss ihre Augen und Hände, waren noch mit einander verhackt. Der blindeste, gefühlskälteste Mensch, hätte die Liebe gesehen, die zwischen diesen zwei Menschen hin und her ging. Allein durch ihre Blicke und die Tatsache, dass sie sich an den Händen hielten. Die Bedienung, war die Besitzerin des Restaurants. Hätte, vom Alter her, die Mutter der beiden sein können ud so eine richtige Mama. „Samuel!“ Rief sie aus, als sie ihn doch tatsächlich wieder erkannte. Es war bestimmt schon mehr als zwei Jahre her, seit Samu das letzte Mal da war. Dies jedoch fast jeden Abend. „Maria!“ Strahlte Samu über das ganze Gesicht. Stand auf und schloss die Frau, die ihm gerade mal knapp bis zur Brust kam, in die Arme. „Schön, dass du wieder mal da bist! Ich habe Juan schon gefragt, wann der smarte Finne, uns wieder einmal besucht.“ Redete sie auf spanisch, auf Samu ein. Lachte und liess ihren spanischen Charme spielen. Und diesem Charme, stand Samu mit nichts hinterher. Riku verstand nicht alles, was sie redeten. Es ging so schnell und durcheinander. „Machst du Urlaub hier?“ Samus Blick huschte kurz zu Riku, was seine Augen noch mehr zum leuchten brachte, als die Freude über Marias Begegnung. „Su amor?“ Wollte Maria, mit einer Kopfbewegung zu Riku, wissen. Samu nickte heftig. Fast etwas übereifrig, wenn man ihm so zu sah. Aber es erfüllte ihn gerade mit so unglaublich viel Stolz und Glück, dass er Riku mal jemandem, als seine Liebe vorstellen konnte. „Riku“, sagte Samu darauf andächtig und sah dabei aus, wie ein verliebter Teenager, der die erste Liebe seinen Eltern vorstellt. Riku stand ebenfalls auf und wollte Maria die Hand reichen. Diese, zog ihn jedoch gleich in eine mütterliche Umarmung. Kein Wunder, fühlte sich Samu hier so wohl, dachte Riku dabei. „Junge, du strahlst ja richtig.“ Tätschelte Maria Samus Wange. „Noch frisch?“ War es mehr eine Bestätigung, als eine Frage von Maria, während sie zwischen den beiden hin und her sah. Dessen Blicke, waren Antwort genug. „Nun setzt euch wieder. Ich werde euch verwöhnen, dass ihr nachhause kugeln müsst“, sagte es und verschwand lachend im Innern des Restaurants. „Nicht einfach so ein Geheimtip. Sondern dein Geheimtip.“ Stellte Riku lächelnd fest. „Samuel?“ Samu zuckte blosss mit den Schultern. „Ich konnte es ihr nicht ausreden, mich so zu nennen. Scheinbar lag ihr Samu nicht. Also liess ich es irgendwann sein.“ – „Klingt total erotisch, wenn sie das sagt.“ Grinste Riku. Samu schüttelte lachend den Kopf. Die Getränke kamen und Samu und Riku gaben ihre Bestellung auf. Sie entschieden sich für je eine Pizza. Die natürlich mal wieder grandios schmeckte.
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Leave the past behinde
FanficEin einziger Moment, kann dein ganzes Leben verändern... Mit dem Moment, als Riku Rajamaa, Musiker aus Leidenschaft und begnadeter Gitarrist, das Studio betritt, verändert sich nicht nur die Situation der finnischen Band Sunrise Avenue. Auch sein e...
