Der Morgen ihrer Abreise, war tatsächlich sehr entspannt. Riku war schon vor dem Wecker wach, was ihnen noch eine extra Einheit Kuscheln brachte. In der Bäckerei, im nächsten Ort, frühstückten sie noch gemütlich, bevor es dann ohne Hektik zum Flughafen ging. Wagen abgeben, Check In, Gepäck aufgeben, Sicherheitskontrolle und die Zeit reichte immer noch. Genauso, sollte es sein. Vor und nach dem Urlaub. Auch für den Rückflug, hatte Samu die Firstclass gebucht, die ziemlich leer war. Noch in ihren Gefühlen, Emotionen und Empfindungen aus dem Urlaub, konnten sie es nicht lassen, während des ganzen Flugs zu kuscheln. Sollte doch denken, wer und was er wollte. Würde sie jemand erkennen, dann sei es halt so. Sie waren nun mal glücklich und in ihrem Liebesrausch gefangen. Erst gegen Abend, erreichten sie Helsinki. Riku klebte wieder förmlich an der Scheibe des kleinen Fensters, als es unter ihnen zu sehen war. Mit seinem Schatz, der sich von hinten an ihn geschmiegt hatte, kam ein unglaubliches Heimatsgefühl in ihm auf, was mit Worten nicht zu beschreiben war. So schön der Urlaub auch war, so sehr freute Riku sich jetzt gerade in dem Moment, nach hause zu kommen. Er verschränkte seine Hände mit denen von Samu und zog ihn so noch etwas näher an ihn heran. Schweigend und mit verschränkten Händen, waren sie dann auch, nachdem auch die Ankunft reibungslos vonstatten ging, auf dem letzten Stück Heimweg. Immer wieder sah Samu zu seinem Schatz, der völlig in seinen Gedanken war. Wahrscheinlich nur halb hier angekommen. Ihm zumindest, ging es so. Immer wieder küsste er Rikus Handrücken, was ein leichtes Lächeln auf dessen Lippen zeichnete. Irgendwie neben sich, stand Riku, nachdem sie das Gepäck einfach im Flur hingestellt hatten, an die freie Wand gelehnt. „Rik, möchtest du...hey, was ist los?" Samu ging auf seinen Freund zu, als er fragen wollte, ob er Hunger habe. „Irgendwie bin ich etwas neben der Spur. Wehmut an den Urlaub und unglaubliche Freude darüber, wieder Zuhause zu sein. In unserem wunderschönen Haus." - „Komm, wir schieben uns noch eine Pizza in den Ofen und gehen dann gleich ins Bett und kuscheln unter dem Sternenhimmel." Lehnte Samu seine Stirn gegen die von Riku. Dieser reagierte zuerst gar nicht, bis er kapierte, was Samu meinte. Sie hatten ja auch ihren Platz unter dem Sternenhimmel. Nur kam der noch nie wirklich zum Einsatz. Kaum eingezogen, waren sie auf Tour. Von dieser Zuhause, auch schon wieder im Urlaub. Weshalb es Riku immer noch unwirklich vor kam. Ihr eigenes Zuhause. Und dann erst noch so, wie es sich Riku immer für seine Familie vorgestellt hatte. Die in der Realität, aus Samu bestand. Dies war jedoch gut so. Mehr als gut. Es war perfekt.
„Oder wir schwelgen noch etwas in Erinnerungen und schauen uns die Fotos an." Rikus müde Augen, bekamen gerade wieder einen strahlenden Glanz. „Gute Idee?" Er nickte heftig. Samu konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Na dann komm. Das Gepäck lassen wir einfach mal so hier stehen." Samu schob den Lockenkopf vor sich her ins Wohnzimmer. „Setz dich und lass dich verwöhnen." - „Aber wir..." Wollte Riku etwas erwidern. „Wir haben immer noch Urlaub." Unterbrach Samu ihn. Ergeben, setzte sich Riku auf das Sofa und schickte seine Gedanken weg und seinen Blick auf Wanderschaft, durch das Wohnzimmer. Nach draussen in den Garten, so fern man noch etwas sah. „Ist es für dich auch noch so unwirklich, Samu?" Fragte Riku in die Stille hinein. „Was genau?" - „Das wir hier wohnen." Samu schaute kurz um die Ecke. „Ein bisschen. Irgendwie...keine Ahnung. Wir waren ja auch nie wirklich da. Aber wir werden uns schon noch daran gewöhnen." Widmete er sich wieder dem Abendessen. Besser gesagt dem Salat, den seine Mama oder Alma, im Kühlschrank deportiert hatte. „Wann das wohl sein wird? Wir sind ja mehr weg als Zuhause", sagte Riku mehr zu sich selber, als zu Samu. „Die kommende Woche." Kam dieser mit zwei Salattellern aus der Küche und gab Riku einen Kuss auf die Wange. „Und wenn die Tour vorüber ist, haben wir sicher auch wieder ein paar Wochen Urlaub. Und den verbringen wir dann hier." - „Bevor es wieder ins Studio geht." - „So sieht es wohl aus." Grinste Samu. „Und jetzt, lass es dir schmecken." Riku gab Samu einen Kuss, als Dankeschön dass er sich um das Essen gekümmert hatte.
„Hast du auch eine Nachricht von deiner Mama bekommen, Rik?" Kam Samu ins Wohnzimmer, als er noch eine Ladung Wäsche in die Maschine getan hatte. „Keine Ahnung." Kam brummend von Riku, der bäuchlings auf dem Sofa lag. Der erste Tag Zuhause und nichts als Arbeit. Es reichte ihm schon jetzt. „Ach bestimmt, die sprechen ja immer alles zusammen ab, was uns beide angeht." - „Was wollte sie denn?" Drehte Riku den Kopf zu Samu. „Warte, ich kann es mir denken." Samu lachte auf. In Rikus Stimme, konnte er das Rollen seiner Augen, förmlich hören. „Man Samu!" Kam gepresst aus Riku, als Samu sich einfach auf ihn legte. „Sie wollen, dass wir sie nicht vergessen, bevor wir schon wieder für Monate weg sind. Man müsse doch noch so einiges besprechen." Noch während er sprach, hatte sich Samu, zusammen mit Riku im Arm, auf den Rücken gedreht. Jetzt lag sein Schatz auf ihm. Etwas verwundert, sah Riku ihn an. Legte dann jedoch seinen Kopf an Samus Schulter und berührte jeden Zentimeter seiner Haut, die aus dieser Position und bei so viel Kleidung, unter seine Finger bekam. Wärmte damit auch so gleich seine Hände, die schon wieder die ganze Zeit kalt waren. „Wahrscheinlich, so wie ich meine Mutter kenne, geht es um die Feiertage." Streichelte sich Samu über Rikus Rücken, über seinen Hintern und liess seine Hände an dessen Steissbein ruhen. Riku fing schallend an zu lachen, was ein angenehmes Fibrieren, durch Samus Körper schickte. „Mütter halt." Stieg Samu in das Lachen mit ein. „Wir würden uns zuvor sicher nicht mehr sehen, meinte sie. Und ja, da hat sie wahrscheinlich recht. So wie ich Mikko kenne, hat er uns sicher noch ein paar Termine nicht vom Hals gehalten, die gaaaanz dringend, noch vor Weihnachten erledigt werden müssen." Jetzt war es Riku, der das Augenrollen hören könnte. Zusätzlich zu Samus schnauben. „Sei nicht immer so streng mit Mikko. Er tut sein Bestes, das weisst du." - „Und das ausgerechnet aus deinem Mund?" Samu war erstaunt. „Na ja...man wird ja wohl mal seine Ansichten etwas überdenken können. Im Grunde, ist Mikko doch genauso eine Marionette der Teppichettage. Und gibt einfach nur weiter, was er nicht ändern oder verändern kann. Doch im Grunde, wenn er mehr Freiheiten hätte, würde Mikko sicher alles für uns tun, so dass es für uns passt." Samu war verblüfft, über Rikus Worte. „Habe ich etwas verpasst?" Drehte sich Samu auf die Seite und stützte sich auf seinem Unterarm ab. „Vielleicht ein nächtliches Gespräch mit unserem Manager." Kaute Riku auf seiner Unterlippe herum. „Hast du eigentlich auch mal geschlafen während der Tour?" Riku zuckte mit den Schultern. „Ohne dich schlafe ich schlecht. Und mit dir in dieser engen Koje, ebenfalls." Riku sah Samu entschuldigend an. Auch wenn es keinen Grund dazu gab. „Mikko scheint auch immer unter Strom zu stehen." Sinierte Samu. „Kein Wunder, wenn man einen chaotischen Haufen wie uns managen muss. Und wäre das alles nicht schon mehr als genug Arbeit, hat er auch noch ein Blondes Sorgenkind. Und neuerdings diese Liebe, die es laut Vertrag, nicht geben dürfte." Samu seufzte und liess sich auf den Rücken zurück fallen. „Irgendwann...ich schwöre es dir...irgendwann, wenn wir das erreicht haben, was wir wollen und wir dort sind, wo wir hin wollen..." - „Was dann?" Riku schmiegte sich, wie eine kleine Katze, an Samus Seite. Er wollte keinen Abstand zwischen ihnen. Nicht, wenn sie über dieses Thema sprachen, welches sie schon einmal fast getrennt hätte. „Wenn wir uns eine starke und konstante Fangemeinschaft aufgebaut haben. Du weisst schon, die die positiv verrückt sind und die auch noch nach 20 Jahren und wenn wir aus irgendeiner Versenkung wieder auftauchen, immer noch da sind. Dann werden wir dem allem ein Ende setzen und dem Vertrag den Stinkefinger zeigen." Samu rutschte etwas nach unten, damit er seine Nase in Rikus Locken vergraben konnte. „Du spinnst!" - „Das ist mein voller Ernst, Rik!" Riku sah hoch und direkt in Samus Augen. Darin sah er, dass dieser mit jeder Faser seines Körpers davon überzeugt war, was er ihm gerade versprochen hatte. „Mikko würde dir den Kopf abreissen." - „Und Schlussendlich doch hinter mir...uns stehen." Riku nickte. „Da könntest du Recht haben." - „Ich könnte nicht nur. Es ist so." Davon, war er überzeugt. Mehr als das. Samu würde seine Hand ins Feuer halten, dass ihr Manager und Freund, wenn es dann doch mal, hart auf hart kommen sollte, hinter ihnen und mit breiter Brust vor ihnen stehen würde, damit niemand etwas gegen sie sagen konnte. Genau wie die anderen Jungs.
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Leave the past behinde
Fiksi PenggemarEin einziger Moment, kann dein ganzes Leben verändern... Mit dem Moment, als Riku Rajamaa, Musiker aus Leidenschaft und begnadeter Gitarrist, das Studio betritt, verändert sich nicht nur die Situation der finnischen Band Sunrise Avenue. Auch sein e...
