Sie fuhren aufs Land. Viele Felder und Wälder, säumten den Weg der Jungs. Nicht einmal Mikko wusste, wo es hin ging. Es war mal wieder Mike, der einen Platz kannte, an dem sie sich unerkannt bewegen konnten. „Wo fahren wir eigentlich hin?“ löste Samu seinen Blick vom Fenster. Die Umgebung, wirkte schon jetzt beruhigend. „Zu mir nach Hause.“ Kam von Mike. Alle Blicke traffen fragend auf Mikko. „Es war Mikes Idee.“ Gab dieser den Ball wieder zu Mike. „Hast du denn Platz für uns Chaoten?“ Samu konnte es kaum glauben. Dieser Mann, musste der Himmel zu ihnen geschickt haben. „Keine Sorge, Samu. Wir haben mehr als genügende Platz.“ Lachte Mike auf. Sie fuhren gerade durch ein kleines Dorf. Danach kam, scheinbar wieder nichts mehr. Bis vor ihnen ein Bauernhof auftauchte. Das typisch, idyllische Bild vom Lande. Die Jungs staunten nicht schlecht. Samu hatte keine Ahnung, wie sie all die tollen Menschen, um sie herum, verdient hatten. In seinem Arm, fing sich etwas zu bewegen. Blinzelnd, sah Riku zu Samu hoch, der ihn liebevoll an lächelte. „Aussteigen, Dornröschen.“ Küsste Samu Rikus Lippen. Riku richtete sich auf und wuschelte sich kurz durch die Locken. Samu liess ihm einen Augenblick, in dem er schon mal ausstieg. Tief atmete er die frische Luft in seine Lungen. Anders, als die klare Meeresluft, in seiner Heimat. Aber wirkte genau so erfrischend. „Ich dachte, wir fahren in ein Hotel.“ Stand nun auch Riku bei den Jungs. „Sind wir doch. Im Hotel Mike.“ Legte Samu seinen Arm um Rikus Schulter und zog ihn an sich. „Gut geschlafen, Schatz?“ Drückte er ihm einen Kuss auf die Schläfe. „Zu wenig.“ Gähnte Riku. „Gleich kannst du weiter schlafen. Ich zeig euch jetzt eure Zimmer.“ Holte Mike die Aufmerksamkeit auf sich. „Erklärst du uns das Ganze auch noch?“ Wollte Mikko wissen. „Beim Abendessen.“ Lächelte Mike und lotste die Truppe hinter sich her zum Haus. Samu umfasste Rikus Hand, nach dem er seine Tasche über die Schulter gehängt hatte. „Zeit für uns.“ Von Riku kam ein müdes Lächeln.
„Da seit ihr ja.“ Wurden sie von einer kleinen, rundlichen Frau, mit roten Wangen empfangen. „Mussten noch einen kleinen Zwischenstopp einlegen.“ Gab Mike seiner Frau einen Kuss. „Es freut mich, euch bei uns zu haben. Ich bin Hilde.“ Lächelte sie in die Runde. „Ihr seht müde aus.“ Hilde verteilte gleich die Schlüssel. „Für euch habe ich nur einen Schlüssel.“ Lächelte sie wissend und zwinkerte Samu und Riku leicht zu. Samu nickte dankbar. Mikes Frau, war ihm sofort sympathisch. „Wir bringen euch zu euren Zimmern.“ Als alle ihre Zimmer hatten, stand noch eines aus. „Das ist euer Zimmer. Mit etwas mehr Privatsphäre.“ Blieb Mike stehen. Samu schloss auf und staunte nicht schlecht. So unglaublich hell, grosszügig und gemütlich. Man sah über endlos scheinendes Feld, bis zum Wald. „Dahinter hat es einen kleinen See. Ich erkläre euch später noch den Weg.“ Stellte sich Mike zu Samu und Riku, die beide von diesem Ausblick gefesselt waren. „Warum, Mike?“ Wandte sich Samu langsam zu diesem um. „Weil ihr Zwei mir besonders ans Herz gewachsen seit. Und euer Kampf gegen alles, was euch in den Weg gestellt wird, finde ich bemerkenswert. Da sollte es immer mal wieder Tage geben, in denen es einfach ist. Ihr nicht zu kämpfen braucht. Vor allem jetzt. Geniesst dich Tage! Hilde freut sich schon darauf, euch alle zu verwöhnen.“ Schmunzelte Mike. „Danke!“ Kam von beiden gleichzeitig, während sie Mike fest an sich drückten. „Ich lass euch jetzt alleine. Um sieben gibt es Abendessen.“ Ein Nicken war alles, was als Antwort kam. Doch die freudigen und dankbaren Augen, waren mehr wert als alle Worte.
Kaum war die Tür geschlossen, wich alle Anspannung von Samu und er sank weinend zu Boden. Er wusste nicht mal weshalb. Doch diese Geste von Mike und seiner Frau Hilde, machten ihn, einmal mehr, unendlich dankbar für das, was er hatte. Riku bestaunte immer noch die Natur vor dem Fenster, als Samus Schluchzen ihn dazu brachte, sich zu ihm zu drehen. „Samu?“ Rikus Stirn, krauste sich. „Hey Schatz, was ist los?“ Kniete er neben Samu und strich ihm durch die Haare. Als keine Antwort kam, nahm er ihn einfach in den Arm. „Warum machen das alle für uns?“ Sah Samu nach einer Weile hoch. „Weil wir ihnen wichtig sind, Samu. Nur deshalb, haben wir es, bis hier hin geschafft.“ Drückte Riku ihm einen Kuss auf die Haare. „Lass uns noch etwas hinlegen.“ Samu wischte sich übers Gesicht. „Ich muss noch diese Fragen beantworten. Damit ich nicht mehr daran denken muss.“ Sah er Riku entschuldigend an. „Dann kuschel ich mich einfach fest an dich, während du schreibst. Hauptsache, du bist ganz nah bei mir.“ – „Das bin ich.“ Lächelte Samu und stand auf. Riku legte sich ins Bett, während Samu seinen Laptop holte. Kaum sass er neben Riku auf dem Bett, schmiegte sich dieser an ihn. „Schlaf noch ein bisschen, Süsser.“ Strich er ihm durch die Haare.
Die Fragen waren schnell beantwortet. Samu speicherte sie ab und legte die lästige Arbeit beiseite. Stellte den Wecker und kuschelte sich an seinen Lieblingsfinnen. Von Riku kam ein Brummen, als Samu seine Arme um ihn schlang und sanft küsste.
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Leave the past behinde
FanfictionEin einziger Moment, kann dein ganzes Leben verändern... Mit dem Moment, als Riku Rajamaa, Musiker aus Leidenschaft und begnadeter Gitarrist, das Studio betritt, verändert sich nicht nur die Situation der finnischen Band Sunrise Avenue. Auch sein e...
