Kapitel 86

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„Rik? Bist du fertig?“ – „Nein.“ Kam als Antwort aus dem Schlafzimmer. „Du bist auch ohne Schminke hübsch, mein Schatz!“ Scherzte Samu, als er nachsehen ging, was Riku so lange machte. „Wow!“ Entfuhr es diesem. Samu hatte sich eine dunkelblaue Jeans und ein weisses Hemd angezogen. „Das ich das nochmal erleben darf, Hapa im Hemd.“ – „Ich trug doch praktisch bei der ganzen Akustik Tour ein Hemd.“ Samu war über Rikus Reaktion überrascht. „Ja ich weiss. Und ich liebe es!“ Hatte Riku den Abstand zwischen ihnen überbrückt. „Dann werfe ich mich wohl auch mal in Schale. Wenn du mir das zuvor gesagt hättest, wäre ich schon lange fertig.“ – „Zu einem besonderen Anlass, kleide auch ich mich etwas besonders. Anders als sonst.“ Stieg Samu auf die Liebkosungen ein. „Was haben wir denn für einen besonderen Anlass?“ Samu schob Riku ein wenig von sich weg und sah ihn erstaunt an. „Du weisst echt nicht, was heute für ein Tag ist?“ Riku verneinte mit einem Kopfschütteln. „Vier Jahre zurück denken.“ – „Das will ich nicht. Das war eine scheiss Zeit. Und ausserdem, hab ich da dich noch nicht gekannt.“ Zog Riku einen Schmollmund. „Falsch, meine Gitarrengott. Vor vier Jahren, hast du unseren Arsch und mich im Allgemeinen, gerettet.“ Samu knabberte an Rikus Lippen und strich mit seinen warmen Händen über dessen Rücken. „Erinnerst du dich nicht mehr daran?“ – „Als wäre es gestern gewesen! Deshalb kommt es mir noch nicht vor, wie vier Jahre.“ nuschelte Riku an Samus Lippen, die einen Kuss von diesen vorderten. „Und das feiern wir heute?“ – „Das, und den Abschluss von diesem wunderschönen Urlaub. Uns und unsere Liebe. Und...es gäbe sicher noch viel zu feiern. Das Leben!“ Grinste Samu. „Dann ziehe ich mir noch schnell was über.“ Entwand sich Riku aus Samus Umarmung. „Ich würde am liebsten dich zum Nachtessen vernaschen. Du siehst so zum anbeissen aus!“ Liess er noch einmal seinen Blick über Samu gleiten. Die obersten Knöpfe hatte er offen gelassen, so dass man den Ansatz seiner Brust und seine Kette sehen konnte. Die Ärmel nach hinten gekrempelt. Ein Griff und auch Riku hatte sich sein Hemd, was er, vorsichtshalber noch im Schrank hängen liess, über gezogen. Es war ebenfalls weiss. Bloss die Hose war schwarz. „Lass mich dir helfen.“ Kam Samu auf ihn zu und fing an die Knöpfe zu zuknöpfen. Liess es sich dabei nicht nehmen, an Rikus Hals zu knabbern. Ein Seufzen entwich diesem. „Samu, so kann ich meine Ärmel nicht zurück krempeln.“ – „Fertig, mein Schatz!“ Sah dieser ihn schelmisch an. „Und jetzt komm. Das kannst du auch noch im Wagen machen.“ Ging Samu voraus. Unmöglicher Kerl, schüttelte Riku den Kopf. Zuerst den Anschein erwecken, noch alle Zeit der Welt zu haben und es dann doch wieder unglaublich eilig haben. Noch etwas Parfüm und Riku folgte Samu, der in der Tür stand. „Warte!“ Hielt er Riku am Arm zurück. „Mmm.“ Liess Samu seine Nase einmal an Rikus Hals entlang gleiten. Atmete tief dessen Duft ein. Betörend, befand er jedes Mal. Zum Glück mussten sie jetzt gehen. Genau wie letztes Mal, war auch heute noch nicht so viel los im ‘Casa Maria’. Samu und Riku fuhren dieses Mal direkt dorthin und mussten nur noch ein paar Minuten, ohne die steile Treppe, zu Fuss gehen. „Samuel!“ Kam Maria gerade aus dem Innern des Restaurants, als die beiden, Hand in Hand dieses erreichten. „Tut mir leid, wir sind etwas zu spät!“ Löste sich Samu aus Marias Umarmung. „Ach was. Bei so einem hübschen Jungen, käme ich auch immer zu spät!“ Grinste sie Samu an und umarmte auch noch Riku. „Kommt mit, ihr zwei Süssen. Ich habe heute etwas ganz Besonderes für euch zwei vorbereitet.“ hakte sich Maria bei Samu und Riku unter und ging mit ihnen über die Terrasse, bis zu einem kleinen, vom Rest abgeschirmten, Ort. Es hatte lediglich einen Tisch. Der Blick auf das Meer, war gewährleistet. Was vor allem Riku wichtig war. Hatte er sich doch schon letztes Mal, in diesen Anblick verguckt. „Hier habt ihr eure Ruhe und Zweisamkeit. Und ich werde mich persönlich um euch kümmern!“ Strahlte Maria zufrieden, als sie sah, dass der Ort passend gewählt war. Der Tisch war schön gedeckt und Teelichter standen darauf. „Ich bringe euch gleich was zu trinken.“ Liess Maria die beiden alleine. „Hast du das eingefädelt?“ – „Na ja, nur halb. Ich habe Maria einfach gefragt, ob es etwas Spezielles sein könnte. Und einen Tisch, der nicht in mitten aller anderen steht. Alles andere, ist ihrer romantischen Ader zu verdanken.“ Samu gab Riku einen Kuss und sie setzten sich. „Hast du den Ausflug mit dem Boot absichtlich vergessen, um genau heute mit mir hier essen gehen zu können?“ – „Nein. Das hatte ich für Zuhause geplant!“ Maria kam mit Wein und etwas Antipasti zurück. „Lasst es euch gut gehen, ihr Zwei!“ Zwinkerte sie. „Auf dich, mein Schatz!“ Erhob Samu sein Glas. „Und darauf, dass du vor vier Jahren so spontan warst und uns im Studio einfach so überrumpelt hast!“ Grinste Samu und nahm einen Schluck Wein. „Darauf, dass du mir diese Chance gegeben hast!“ Wollte Riku noch einmal mit Samu anstossen. „Was hatte ich zu verlieren?“ Riku zuckte mit den Schultern. „Mich!?“ – „Da wäre mir das Schönste entgangen!“ Lehnte sich Samu über den Tisch und gab Riku einen Kuss. „Lass uns ein Bild machen und dann poste ich es auf Instragram.“ – „Notwendig?“ Riku sah Samu kritisch an. „Nur bedingt. Aber so kann ich auch mal was von mir und meinem Schatz posten, ohne dass gleich jemand auf falsche Gedanken kommt.“ Samus Blick war so herzzerreissend süss. Da konnte Riku gar nicht weiter widersprechen. „Weil du es bist.“ – „Na meine zwei Turteltauben?“ Kam Maria zurück, um zu sehen, ob den beiden noch was fehlte. „Kannst du uns einen Gefallen machen?“ – „Jeden, Samuel. Das weisst du doch!“ Lächelte Maria mütterlich. „Kannst du ein Bild von uns machen?“ – „Oh, eine ganze Menge!“ Klatschte Maria freudig in die Hände. Was sie dann auch fleissig tat. Und bei jedem, bekam sie mehr Herzchen in den Augen. „Ihr seid einfach so knuffig und ein wunderschönes Paar!“ Umarmte sie die beiden noch einmal. „Wollt ihr schon bestellen?“ Samu sah Riku fragend an, während er seine Hand mit seiner umschlossen hielt. „Bestellen!“ – „Aber nicht wieder Pizza, meine Schätze?“ Wollte Maria wissen. „Doch!“ Kam aus einem Mund. „Ihr seit mir zwei!“ Verdrehte Maria lachend die Augen. „Das hier?“ Hielt Samu sein Telefon Riku entgegen. „Das ist genehmigt! Zeigst du mir, was du geschrieben hast?“ Samu nickte. „Zuerst schicke ich dir noch die Bilder.“ Gesagt, getan. Während Samu an seinem Post schrieb, schaute sich Riku die Bilder an. Ein paar mehr, für in ihre Sammlung, von diesem Urlaub und überhaupt. Samu war ein richtiger Foto Junkie. Und um Selfies, kam man bei ihm nicht drumherum. Ein immer breiteres Lächeln, legte sich auf Rikus Gesicht. Die Bilder waren sehr schön getroffen. „Sie sind wunderschön! Nicht wahr?“ Vernahm er Samus Stimme nah an seinem Ohr. Er hatte die Arme um Riku geschlungen und sah ihm über die Schulter. „Ich werde eines als Bildschirmhintergrund nehmen.“ Gab er Samu einen Kuss auf die Wange. „Die Jungs haben mir wegen dem Jubiläum geschrieben.“ – „Na ja, sie lieben dich nun mal auch! Wie könnte man auch nicht.“ Riku seufzte, als Samu ihm ein paar Küsse hinter seinem Ohr verteilte.
Sie liessen sich schweigend ihre Pizza schmecken. Natürlich nicht ohne von der des anderen zu kosten. „Kaffee? Nachtisch?“ Wollte Maria wissen, als sie die Teller abräumte und noch etwas zu trinken brachte. „Etwas später, danke!“ Sah Samu sie vielsagend an. Sie nickte nur.

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