Samu fühlte sich beinahe tiefen entspannt, als er am nächsten Morgen aufwachte. Was für eine Nacht. Es blieb nicht bei dem einen Mal. Der erste Schlaf, war mehr ein Schlummern, dem sie schnell wieder entkamen und sich wieder ihrem Verlangen hin gaben. Bis sie dann irgendwann, wahrscheinlich war der Tag schon am erwachen, doch in einen tiefen Schlaf abtauchten. Nicht verwunderlich, war es also, dass es jetzt schon gegen Mittag zu ging.
Samu drehte sich auf die Seite und Vivi zu, die immer noch zu schlafen schien. Sie wirkte so zierlich und vor allem unscheinbar. Doch gestern Nacht, wurde Samu etwas Besseren belehrt. Die Frau war eine Rakete. Es war die Krönung ihres gemeinsamen Urlaubs, der auch schon bald vorbei sein würde. Heute gegen Abend, ging es der Heimat schon ein bisschen näher. Sie wollten sich die restlichen Tage, wieder etwas an das mildere Klima gewöhnen. Deshalb ging die Reise in die Schweiz. Besser gesagt, ins malerische Luzern. In dessen schöne Stadt, die idyllisch am Vierwaldstättersee lag, hatte sich Samu auf einen Blick verliebt.
Gedankenverloren, liess Samu seine Finger durch Vivis blonde Haare gleiten, die wie ein Wasserfall über ihr Gesicht und ihre Schulter fielen. Weiter über ihren schmalen Rücken und an der Seite wieder hoch. Sachte strich er ihr die Haare aus dem Gesicht und hauchte Vivi einen Kuss auf die Stirn. Wohlig seufzend, reckte sich Vivi und blinzelte Samu verschlafen, jedoch mit einem bezaubernden Lächeln auf dem Gesicht an. „Guten Morgen Süsse!“, berührte Samu nun ihre Lippen.„Mmmm...das ist wahrlich ein guter Morgen, wenn ich so geweckt werde!“, schlang Vivi ihre Arme um Samus Hals und zog ihn näher an sich heran. Die Tatsache, dass sie beide nackt waren, drängte sich erst jetzt, als Vivi sich an Samu ran schmiegte, wieder in Samus Hirn und von da aus direkt in seine Lenden. Er brummte, legte seine grossen, feinen Hände an Vivis Hintern, um sie noch näher an sich heran zu ziehen. Diese warf den Kopf in den Nacken und keuchte auf. War dieser Herr eigentlich immer gleich bereit, wenn ihm eine Gelegenheit Geboten wird? Vivi vergrub ihre Finger in Samus verwuschelten Haaren und liess sich erneut von ihm verwöhnen. Mit gefühlt tausend Küssen, die auf ihrem Hals, ihrem Dekolleté und ihren Brüsten landeten. Doch nicht zuletzt, durch den strammen Kerl weiter unten, der sie schon wieder bis in die kleinste und hinterste Ecke ihrer, erneut feuchten Höhle, ausfüllte und beglückte. Vom Scheitel, bis zum kleinen Zeh.
Fest kuschelte sich Vivi an Samus Brust, die sich immer noch hastig hob und senkte und zeichnete kleine Kreise darauf. Samu liess seine freie Hand unter ihre Haare gleiten und kraulte ihren Nacken. So viel wusste er schon von Vivi, dass sie dies mochte.„Samu?“
„Ja Süsse?“
„Wann geht denn unser Flieger?“
Samu überlegte. „Um sechs.“, er langte nach seinem Telefon, welches auf dem Nachttisch lag. Gestern wollten ihn aber viele Leute erreichen. Gut, hatte er es komplett auf stumm geschaltet. Überhaupt war sein Telefon, in den letzten Tagen, mehr als Nebensache, was auch mal sehr gut tat. Schliesslich hatte er Urlaub. Die wusste seine Mutter, Mikko und auch Riku. Das Riku ihn erreichen wollte, erstaunte Samu am meisten. Was da wohl los war? Er würde sich später darum kümmern. Jetzt wollte er den Augenblick mit Vivi noch etwas auskosten.
„Also in etwas mehr als vier Stunden.“ Vivi klang leicht hektisch. Frauen...und Riku, dachte Samu und musste schmunzeln.
„Wir haben noch genügend Zeit, Süsse! Kein Stress.“ Samu hob Vivis Kinn an, damit er ihre Lippen mit seinen berühren konnte. So verwickelte er sie in eine kleine, harmlose Knutscherei. „Ich werde uns gleich mal was zum Frühstück besorgen, während du ja schon mal deinen Koffer packen kannst. In Ordnung?“
Vivi nickte. Einmal mehr fasziniert von diesem Mann, mit dem sie gestern eine unglaubliche Nacht verbracht hatte. Einfühlsam, rücksichtsvoll, liebevoll, zärtlich. Wahrscheinlich gäbe es noch viel mehr, wofür es jedoch keine Worte gab oder Vivi sie nicht finden konnte. Samu hatte sich mittlerweilen aus dem Bett geschält, um sich anzuziehen. Wobei ihn Vivi amüsiert beobachtete. Letzte Nacht, hatte sie wahrscheinlich jeden noch so kleinen Flecken, von diesem Prachtskörper berührt und gekostet.
„Bin gleich wieder da, Kleines!“ Samu gab Vivi einen Kuss. In der Tür drehte er sich noch einmal um und grinste schelmisch. „Vivi. Ich weiss ich bin total heiss, aber jetzt solltest du deine Träumerei beenden und aus den Federn kommen.“, kaum zu Ende gesprochen, erwischte ihn auch schon ein Kissen am Kopf. Mit einem schallenden Lachen, verliess Samu das Zimmer und Vivi liess sich seufzend in die Kissen sinken.
Kaum war Samu draussen, zückte er sein Telefon. Sich erst einmal bei der Mama melden, stand jetzt an. „Hey Mama! Ja, es geht mir gut. Ich bin doch im Urlaub.“, Mamas. Immer besorgt und vergassen darunter, was man ihnen erzählt hatte. Samu musste schmunzeln.„Was wolltest du denn? Wenn ich wieder zuhause bin, komme ich vorbei. Versprochen. Hab dich lieb!“, mit diesen Worten, beendete Samu das Telefonat. Das schlechte Gewissen schlich sich in Samu. Er wusste, dass er seine Familie, allen voran seine Mama, mehr als vernachlässigt hatte in letzter Zeit. Seine Mama war zwar stolz auf ihn und hatte ihn immer in allem unterstützt. Doch manchmal fiel es ihr auch schwer, wenn er so selten Zeit hatte. Sie würde, Samu gegenüber, jedoch nie etwas sagen. Doch er spürte es und konnte es, zwischendurch auch in ihrem Blick sehen, wie sie ihn ansah. Samu seufzte. Jetzt schnell was für das Frühstück einkaufen. Danach würde Samu noch Riku anrufen. Gesagt getan. Auf dem Rückweg, wählte Samu Rikus Nummer.
„Man Haber, seit wann gehst du nicht mehr an dein Telefon?“ - „Seit ich Urlaub und besseres zu tun habe.“ - „Aha“, war Rikus einziger Kommentar. „Du kannst froh sein, dass ich das Telefon gestern auf lautlos hatte.“, knurrte Samu. „Ach, hätte ich etwa in einer unpassenden Situation gestört?“ Riku musste es sich verkneifen, nicht laut los zu lachen. „Mehr als unpassend. Und wage es ja nicht zu lachen.“ Samus Stimme war ernst. Doch konnte Riku ein Schmunzeln daraus hören. „Dann nehme ich an, dass es dir gut geht?“ - „Mehr als das!“, grinste Samu. Und die gute Laune, war sogar durch das Telefon zu hören. Er war echt zu beneiden, dachte Riku. „Und was wolltest du, dass du mich in meinem Urlaub anrufst? Vermisst du mich etwa schon?“
– „Ach was, ich bin froh, habe ich ein bisschen Ruhe von dir.“, grinste Riku. „Haha, du Witzbold.“, zog Samu eine Schnute. Riku entwich ein schallendes Lachen, da er Samu vor sich sehen konnte. „Du Doofie, natürlich fehlst du mir! Aber ich freue mich umso mehr, dass es dir gut geht! Du klingst so erholt.“, auf Samus Gesicht, legte sich ein strahlendes Lächeln. „Ich vermisse dich auch, Rik.“ – „Das dachte ich mir schon. Aber deswegen habe ich nicht angerufen. Sondern im Auftrag von Mikko. Er hat dich nicht erreicht und da dachte er, dass du bei mir eher ran gehen würdest.“ – „Gut, dass er mich nicht erreicht hat.“, verdrehte Samu die Augen. „Was? Er auch?“ Riku konnte kaum mehr vor Lachen. „Ja, komm erhol dich mal wieder. Was wollte Mikko denn?“ – „Keine Ahnung. Er wollte, dass ich dir ausrichte, du sollst ihn zurück rufen.“ – „Einen Scheiss werde ich tun. Ich habe Urlaub. Und dies ohnehin nur noch ein paar Tage. Das kannst du unserem wehrten Manager ausrichten.“ – „Ok. Auf deine Verantwortung.“ – „Ja klar. Und was machst du so, die ganze Zeit?“, erkundigte sich Samu. „Mein neues Zuhause einrichten.“ – „Du bist umgezogen? Ohne mich?“, rief Samu aus. „Du bist ja nicht da. Und es ging alles ziemlich schnell. Aber du wirst der Erste sein, den ich zu mir einladen werde. Versprochen!“ – „Dann verzeih ich dir. Gleich wenn ich wieder Zuhause bin, komm ich vorbei.“, ein freudiges Gefühl, machte sich in Samu breit, bei dem Gedanken daran. „Mach das! Ich schick dir die Adresse.“ – „Sonst alles gut?“ – „Ja“ – „Rik?“ – „Alles gut Samu. Wirklich! Muss mich nur wieder daran gewöhnen, allein zu sein, in meinen eigenen vier Wänden. Aber das kommt schon.“ – „Es wird Zeit, dass ich wieder nach hause komme.“, seufzte Samu. Erst jetzt, da er Rikus Stimme hörte, spürte Samu, wie sehr ihm sein bester Freund fehlte. Es war, als würde einfach ein Teil von ihm fehlen. „Quatsch Samu. Ich bin doch kein kleines Kind mehr.“ Riku musste Schmunzeln. Er war einfach zu süss. „Ich weiss. Dennoch.“ - „Geniesse die restlichen Tage deines Urlaubs, mit deiner Süssen!“ – „Das werde ich! Bis bald, Rik!“, beendete Samu den Anruf. Kaum aufgelegt, klingelte das Telefon. Samu verdrehte genervt die Augen. „Hey Mikko, ich will nichts hören. Ich habe Urlaub.“, nahm Samu den Anruf entgegen. „Klare Ansage, Haber. Das hat dich doch sonst nie davon angehalten deinen Job zu tun.“ – „Dann ist es dieses Mal, halt mal anders. Denn dieses Mal, bin ich im Urlaub.“ – „Du bist nicht Zuhause?“ Mikkos Stimme klang erstaunt. „Allein? Wo?“ – „In Spanien. Und nein, nicht allein.“ Stille. „Sag nicht, mit der Kleinen aus dem Club?“ – „Genau, mit Vivi.“ –„Na dann. Das musst du wissen.“ – „Genau. Und du musst wissen, dass ich die letzten Tage meines Urlaubs, weiterhin ohne Arbeit geniessen will. Es sind ohnehin nur noch ein paar Tage. Deshalb muss das, egal was es ist, noch warten.“, wieder Stille. Mikko schien zu überlegen. „In Ordnung. Wenn ich gewusst hätte, dass du im Urlaub bist, hätte ich dich nicht angerufen. Riku hat mir ja auch nichts gesagt.“ –„Schon in Ordnung, Mikko. Ich melde mich, wenn ich wieder Zuhause bin.“ – „Mach das. Und nun wünsche ich dir noch einen schönen Rest deines Urlaubs.“ – „Mach ich. Danke! Bis bald, Mikko.“ Samu atmete tief durch. Jetzt aber schnell zurück zu seiner Süssen. Die wird sich schon wundern, wo er blieb.
„Vivi, ich bin wieder da!“, rief Samu, als er zur Tür rein kam. „Es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat. Aber irgendwie wollten heute alle was von mir.“ Samu gab Vivi, die vor ihrem Koffer sass und versuchte, alles einigermassen zu verstauen, einen flüchtigen Kuss auf die Wange und ging in die Küche. Ein Grinsen huschte über sein Gesicht. Sie waren doch alle gleich. Und dieses fein säuberlich alles in den Koffer legen, kam Samu sehr bekannt vor. Waren diese Parallelen wirklich alle da oder zog er diese einfach immer wieder? Egal. Schob es Samu zur Seite. „Die können einfach nicht ohne mich.“, lachte Samu, als er seine Einkäufe auf den Tisch stellte.
„Das kann ich gut verstehen!“, kam Vivi ihm nach, schlang ihre Arme um seine Hüften und grinste zu ihm hoch.
„Ja? Kannst du?“, raunte Samu und liess seine Hände unter Vivis Haaren verschwinden. Diese nickte. Zu mehr, war sie schon nicht mehr im Stande. Denn Samus strahlend blauen Augen, zogen sie einmal mehr, in seinen Bann und liessen Vivi nicht mehr los. Doch seine warmen Lippen, gaben ihr den Rest. Vivi liess sich in den Moment fallen und gab sich Samu und seinen süssen Zärtlichkeiten hin. Erst das Knurren von ihrem und Samus Magen, unterbrach diesen, so dass sie sich von einander lösten und übers Frühstück her machten.
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Leave the past behinde
FanfictionEin einziger Moment, kann dein ganzes Leben verändern... Mit dem Moment, als Riku Rajamaa, Musiker aus Leidenschaft und begnadeter Gitarrist, das Studio betritt, verändert sich nicht nur die Situation der finnischen Band Sunrise Avenue. Auch sein e...
