Ein Gepolter, weckte Samu aus seinem schönen Traum, den er mit Riku verbracht hatte. Die Augen noch müde, blinzelte er ein paar Mal, um sie zu öffnen. Und auch offen zu lassen. Auf dem Boden, in Richtung Badezimmer, lag eine Decke. Verwundert, sah Samu neben sich. Der Platz war leer. „Rik?“ Ein Stöhnen aus dem Badezimmer, weckte Samu. So schnell sein brummender Schädel es zu liess, stieg er aus dem Bett. Der Lockenkopf, hing über der Schüssel im Badezimmer. Ohne etwas zu sagen, setzte sich Samu hinter ihn und strich Riku leicht über den Rücken.
„Geh weg!“ – „Nein, ich bleib hier.“ Es kostete Samu zwar eine Menge Überwindung. Doch er wollte seinem Schatz beistehen. „Bitte Samu.“ Klang Riku fast schon flehend. „Ok. Ich warte draussen. Wenn was ist, dann rufst du mich.“ Riku nickte nur. Einen Kuss in seine Locken und Samu liess ihn alleine. Es dauerte nicht lange, da kam ein bleicher Riku, schleichend aus dem Bad. „Tut mir leid!“ Strich Samu ihm durch die weichen Locken, als Riku zu ihm unter die Decke gekrochen war. Er lehnte sich gegen Samus Brust und schloss die Augen. Das ging jetzt, da der ganze Scheiss draussen war, schon viel besser. „Würdest du mich bitte das nächste Mal davon abhalten, so viel zu trinken?“ Kam matt von Riku. „Versprochen! Wenn du dann auch auf mich hörst.“ Grinste er und vergrub sein Gesicht in Rikus Haaren.
„Ganz bestimmt!“ Liess sich Riku noch tiefer in Samus Arme fallen. Die beste Medizin überhaupt. „Wie geht es dem Kopf?“ Riku stöhnte lediglich. „Ach scheisse, Rik...“ Raufte sich Samu die Haare. „Ich wollte doch, dass es unvergesslich wird und nicht, dass du leiden musst.“ Riku konnte Verzweiflung aus Samus Stimme hören. Vorsichtig, um das Karussell nicht zu beschleunigen, drehte er sich so, dass er Samu ansehen konnte. Leicht, strich er ihm eine Haarsträhne wieder zurecht, bevor er ihm einen Kuss auf die Lippen hauchte. „Es war der schönste Geburtstag in meinem ganzen Leben! Ein Hangover mit Karussell, gehört da wohl einfach dazu.“ Schief grinste Riku. „Ausserdem, habe ich den Alkohol alleine getrunken. Genau wie damals.“ – „Du erinnerst dich ja doch.“ – „An jede Sekunde mit dir.“ Es war ziemlich anstrengend, nicht zu lallen, wenn man seine Zunge, eigentlich nicht mehr unter Kontrolle hatte. Doch Riku gab sich Mühe. Weshalb er auch herzhaft anfing zu gähnen. „Müde?“ – „Völlig erschlagen.“ Schloss Riku die Augen. „Dann gebe ich dir noch einmal etwas gegen das Dröhnen, damit du wieder schlafen kannst.“ Ein verächtliches Seufzen folgte. „Du kannst auch mit Karussell im Kopf, versuchen zu schlafen.“ Legte Samu seine Lippen auf Rikus Schläfe. „Darf ich mich danach, genauso wieder an dich lehnen? Auch, wenn ich nicht mehr Geburtstag habe?“ – „Du darfst alles, was du willst. Wenn es besser ist, als wenn du liegst.“ Samu gab Riku einen Kuss auf die Locken, bevor er sich von ihm löste, um ein Glas Wasser mit seinem ekligen Wundermittel bereit zu machen. Sich selber, machte er auch gleich noch eines. Wenn er sich jetzt nicht um seinen Schatz kümmern müsste, wäre er der sterbende Schwan. Doch so, unterdrückte er seinen Kopf, in dem es hämmerte. Zu seinem Glück, war ihm nicht übel. „Kippis! Auf uns!“ Stiess Samu, mit seinem typisch spitzbübischen Grinsen, mit Riku an. Ein schwaches Lächeln, legte sich auf dessen Lippen. Samu war einfach unbezahlbar. Sogar, wenn es einem beschissen ging, brachte er es zustande, einem ein Lachen ins Gesicht zu zaubern. Das war von allem Anfang an so. „Wie geht’s mit dem übel sein?“ – „Geht wieder.“ Schmiegte sich Riku wieder an Samus Brust, wie eben. „Willst du so noch etwas schlafen?“ – „Wenn das für dich in Ordnung ist?“ – „Wird schon gehen.“ Darauf Samu. Er würde seinen Kopf gerne etwas ablegen. Aber er konnte es auch nachvollziehen, dass es mit einem Karussell im Kopf, besser ist, wenn man sitzt. Schliesslich kannte auch Samu das Alkohol Karussell. „Du leidest für und mit mir mit. Ein echter Liebesbeweis!“ Sah Riku seinen Liebsten dankend an, bevor er seinen Kopf wieder gegen Samus Wange sinken liess. „Für dich tue ich alles, Rik!“ Küsste sich Samu über Rikus Wange. Seufzend, schloss Riku die Augen und schlief auch, gleich darauf, wieder ein. Samu seufzte. Stopfte sich, irgendwie, sein Kissen hinter den Kopf und versuchte auch noch einmal, ein bisschen zu schlafen. Was ihm jedoch nicht gleich gelang. Also kraulte er sich noch etwas durch Rikus Locken. Liebkoste sein Gesicht, mit seinen Lippen, bis er erneut bei Rikus Schläfe angekommen war. Dort verweilte er mit geschlossenen Augen, was ihm doch tatsächlich den gewünschten Schlaf brachte.
„Ah, scheisse!“ Erfüllte, am nächsten Morgen oder wohl eher am nächsten Mittag, ein Gejammer das Zimmer. Ziemlich zeitgleich, erwachte das Traumpaar. Samu rieb sich seinen Nacken, während Riku das selbe bei seinem Rücken machte. Als es ihnen bewusst wurde, mussten sie lachen. Was sie jedoch schnell wieder unterbrachen. „Wir sind schon zwei jämmerliche Gestalten.“ Grinste Riku und liess sich vorsichtig, auf die Matratze sinken. Das Karussell war weg. Es pochte einfach noch im Kopf. Dies jedoch nicht zu wenig. „Ich wurde genötigt, so zu schlafen.“ Legte Samu seinen Kopf auf Rikus Brust und stöhnte theatralisch. „Mein armer, süsser Schatz. Was hast du auch für einen unmöglichen Freund.“ Mit leichtem Druck, strich Riku seinem Schatz, immer wieder, über den Nacken. „Mmm, das tut gut!“ Brummte Samu. „Und nur mal so nebenbei bemerkt, habe ich den besten Freund, denn man sich wünschen kann!“ – „Soll ich dir was verraten?“ Rutschte Riku zu Samu runter. „Ich auch! Denn er hat mir nicht nur den schönsten Geburtstag geschenkt, sondern hat sein Leiden, hinten angestellt. Du warst nämlich nicht viel weniger betrunken.“ – „Da könntest du recht haben, dass ich das war. Zumindest dröhnt der Schädel immer noch gewaltig.“ Samu löste sich leicht von Riku, um ihn ansehen zu können. „Ist das Karussell weg?“ Riku nickte. „Es pocht nur noch. Hast du noch etwas von deinem Wundermittel?“ – „Hab ich. Genehmigen wir uns noch ein Glas von dieser Köstlichkeit?“ – „Unbedingt!“ Samu grinste und setzte sich auf. Alkohol trinken, sollte verboten werden, schoss es ihm durch den Kopf. „Schaaaatz.“ Riku liess seine Hand unter Samus Shirt verschwinden und strich über seinen Rücken, während dieser noch einmal zwei Gläser Wasser fühlte. „Was denn?“ – „Haben wir heute Pläne?“ – „Ja.“ Erstaunt hob Riku eine Augenbraue. „Den Kater zum Schweigen bringen und kuscheln!“ – „Das klingt nach einem sehr guten Plan!“ Nahm Riku das Glas entgegen, stiess mit Samu an und stürzte die ganze Brühe, in einem hinunter. „Dann fangen wir mal an mit Kuscheln!“ Zog er Samu zu sich runter, nachdem dieser die Gläser zur Seite gestellt hatte. Nur zu gerne, liess er sich an Rikus Brust ziehen.
„Kannst du noch etwas meinen Nacken massieren?“ Schmiegte sich Samu fest an Riku. „Heute, mach ich alles für dich!“ – „Das klingt nach einem wundervollen Tag!“ Sah Samu schelmisch zu Riku hoch. Dieser schnappte nach Samus Lippen, um daran zu knabbern. Seufzend, schloss dieser die Augen. „Für mehr, bin ich noch nicht im Stande.“ Nuschelte Riku an Samus Lippen. Diesem entwich ein schallendes Lachen. Worauf er jedoch gleich stöhnend den Kopf auf Rikus Brust sinken liess. Riku drückte ihm einen Kuss auf die Haare und knetete leicht seinen Nacken. „Kannst du das bitte den ganzen Tag machen?“ Schnurrte Samu, während seine Hand unter Rikus Shirt verschwand. „Wenn du das auch machst.“ Eine angenehme Gänsehaut und Wärme, breitete sich auf und in Rikus Körper aus. Ausgelöst, allein von Samus Fingern. Auch seine Hand, wanderte von Samus Nacken, von oben in dessen Shirt. „So lange, wie du willst.“ Rieb Samu seine Wange an der von Riku. „Ich lass dich niemals mehr hier weg.“ Fest, schlang Riku seine Arme um Samu und zog ihn noch näher, falls dies überhaupt möglich war, an sich. „Ich liebe dich! Für alles, was du, bis jetzt, für mich getan hast! Und ganz besonders, für die letzten Stunden!“ Durch Samus Körper floss eine Wärme, die er niemals zuvor gefühlt hatte. Es fühlte sich an, als würde Riku, mit seinen weichen, zärtlichen Händen, über sein Inneres streicheln. Es raubte ihm regelrecht den Atem. Sein Herz stolperte. Was Riku spürte. „Das wirft dich so aus der Bahn?“ – „Du wirfst mich aus der Bahn! Jeden Tag.“ Löste sich Samu leicht von seinem Schatz. Jedoch nur, um etwas hoch zu rutschen. Er musste jetzt diese himmlischen Lippen, von dem Menschen, der ihm gerade einmal mehr den Kopf verdreht und das Herz gestohlen hatte, küssen. Zärtlich, kostete Samu von Rikus Lippen. Strich mit seiner Zunge darüber. Knabberte daran. Bis Riku ein wohliges Seufzen entwich. Seine Hände, strichen unaufhörlich durch Samus verwuschelten Haare. Keiner wollte, dass dieser Augenblick, jemals endete. Nicht jetzt und auch nicht in Zukunft.
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Leave the past behinde
FanfictionEin einziger Moment, kann dein ganzes Leben verändern... Mit dem Moment, als Riku Rajamaa, Musiker aus Leidenschaft und begnadeter Gitarrist, das Studio betritt, verändert sich nicht nur die Situation der finnischen Band Sunrise Avenue. Auch sein e...
