Kapitel 116

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„Ich habe mir immer eine eigene Familie gewünscht.“ Samu zuckte leicht zusammen, als die Worte zu ihm drangen und er verstand, was Riku damit meinte. Langsam drehte er sich zu ihm um und musterte seinen Freund. „Mikkos unbändige Freude darüber, dass er Papa wird?“ Riku nickte leicht und sah Samu entschuldigend an. „Wenn ich könnte, würde ich dir diesen Wunsch sofort erfüllen. Doch dafür, hast du dich wohl in den Falschen verliebt.“ Samu wandte sich wieder dem Feuer zu. Es gab seinem Herzen einen Stich. Auf der einen Seite, dass es einen Wunsch gab, den er seinem Schatz nicht erfüllen konnte. Auf der anderen Seite, machte es Samu Angst. Was, wenn dieser Wunsch irgendwann grösser und stärker war, als die Liebe zu ihm? Würde er Riku deswegen verlieren? Etwas Warmes, was sich an ihn schmiegte, holte Samu halbwegs aus seinen Gedanken. „Ich habe mich ganz und gar nicht in den Falschen verliebt. Das darfst du gar nicht erst denken.“ - „Aber...“ - „Schscht...Lass das. Genau deshalb, wollte ich es dir nicht erzählen. Ich bin glücklich mit dir! Genau so, wie es ist. Noch glücklicher wäre ich, ohne dieses Verstecken Spielen. Aber das ist nun mal so. Samu...“ Riku drehte seinen Liebsten zu sich um, da dieser nichts sagte und ziemlich verkrampft war. „Ich wollte damit nicht sagen, dass ich das, was wir haben, gegen den Wunsch, den ich vor Jahren hatte, eintauschen würde. Niemals! Es kam mir nur wieder in den Sinn und machte mich etwas nachdenklich. Du kennst mich doch.“ Riku lächelte leicht. „Ich liebe dich, Samu. Und diese Liebe...deine...unsere Liebe, ist mir mehr wert, als alles andere. Was bringt mir eine Familie mit Kindern, wenn ich keine Liebe bekomme. Oder nicht die, die ich mir ersehne? Die Liebe der Kinder alleine, reicht auch nicht aus.“ Samu kaute auf seiner Unterlippe herum. „Ich bereue gar nichts. Hörst du? Keine Sekunde bereue ich die Tatsache, dass ich mich in dich verliebt habe. Denn du, hast mir endlich das gegeben, nach was ich mich so lange gesehnt habe. Liebe. Mehr brauche ich nicht.“ Leicht berührte Riku Samus Lippen. Dabei legte er all seine Gefühle, die in seinen Worten waren, in den Kuss. Samu seufzte und schloss die Augen. „Glaubst du mir?“ Samu nickte Er glaubte Riku. Weil er es spüren konnte.
„Samu?“ - „Ja, ich glaube dir!“ Zufrieden lächelte Riku. „Damit ist aber das Problem Silvester nicht gelöst.“ Riku schnaubte. Musste er diesen Moment schon beenden. „Ich rufe mal Sami an, damit er noch einmal vorbei kommt.“ Stand Samu auf. „Ich habe nämlich keine Lust, einen auf beste Freunde zu machen. Es ist schliesslich Silvester. Da will ich dich um Zwölf, hemmungslos küssen können.“ Er warf Riku einen vielsagenden Blick zu. Riku lachte nur. Was würde er ohne diesen Quatschkopf bloss tun. „Wer braucht schon ein Kind, wenn er einen Samu Haber Zuhause hat.“ Flüsterte Riku, da Samu schon sein Telefon am Ohr hatte, und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Hey Samibär, stör ich dich?“ Fragte Samu. „Es geht um Silvester...ich...also wir...haben da so unsere Bedenken.“ Riku sass erwartungsvoll auf dem Sofa und beobachtete Samu. Nicht Riku hat bedenken, sondern wir, sagte er. Dafür liebte er den Blonden. Und er würde ihn, für nichts auf der Welt hergeben oder eintauschen. Auch nicht für eine Familie. Sie waren ihre eigene kleine Familie. Verliebt drehte er sich eine Haarsträhne um den Finger. Das Gespräch, nahm er gar nicht mehr wirklich wahr. „Wo bist du denn mit deinen Gedanken?“ Holte ihn Samus tiefe Stimme, nah bei seinem Ohr und die sanften Lippen daran, wieder zurück. Wie konnte ein Mensch, so lange abwesend mit seinen Gedanken sein, fragte sich Samu. Schliesslich hatte er mehr als eine Viertelstunde mit Sami telefoniert. „Bei dir. Und, dass ich dich für nichts eintauschen würde. Du bist meine Familie.“ Das Letzte, war nur noch ein Genuschel, da ihn Samu in einen Kuss verwickelte. „Was hat Sami gesagt?“ Löste sich Riku von Samus Lippen. „Das wir uns in einer Stunde bei ihnen treffen. Alle die können. Es wäre vielleicht nicht schlecht, wenn man sich schon mal im Vorfeld trifft, fand er. Er wollte mich deswegen auch anrufen. Liina hatte wohl Zweifel. Irgendwie verständlich.“ Riku nickte. „Und ehm...weiss sie es?“ - „Hast du auch etwas mitbekommen?“ Sah ihn Samu erstaunt an. „Nein, sorry. Ich war etwas angelenkt.“ Lächelte Riku verlegen. „Sami hat ihr erzählt, dass wir ein Paar sind. Was mich etwas stutzig machte.“ - „Wieso das denn?“ - „Ich weiss ja nichts über sie. Kannte sie Sami schon vorher, durch die Band und alles solche Dinge, die ich gerne abgeklärt habe, bevor ich...Sorry, das klingt doof...“ Riku schüttelte den Kopf. „Alles gut. Und konnte dich Sami beruhigen?“ Samu nickte. „Scheinbar wusste Liina nicht, wer Sami ist und Sunrise Avenue, sagte ihr gar nichts.“ Samu lachte. „Ein Hoch auf die Finnen!“ Wurde aber gleich wieder ernst. „Kommst du mit, heute?“ Riku fand die Frage etwas irritierend. „Wieso sollte ich nicht?“ - „Weil du deine Tage hast, Rikulinchen.“ Schelmisch sah er seinen Schatz an. „Und Frauen mit Tagen...“ - „Na warte!“ Stürzte sich Riku auf ihn, um Samu aus zu kitzeln. Das bedarf Rache. „Nein Riku! Nein...hör auf...aaaa...komm schon!“ Wand sich Samu unter Riku. Normalerweise, konnte er dies locker abwehren. Doch Riku hatte ihn einfach überrumpelt. „Was hast du gesagt? Ich höre dich so schlecht.“ - „Ich kann nicht mehr, Schatz. Bitte hab Erbarmen!“ Riku hielt inne und legte seinen Kopf schräg. „Wann müssen wir los?“ - „Eigentlich jetzt und gleich und...Mmmm...“ Seufzte Samu, als er Rikus Hände und gleich darauf seine Lippen, unter seinem Shirt. „Was hast du vor?“ - „Einen Quickie. Bist du bereit?“ - „Dusche, Rik!“ Riku nickte und erhob sich von Samu. Zog ihn aber gleich mit sich auf. Während sie sich ihrer Kleider entledigten, stolperten sie die Treppe hoch. „Aaaa...scheisse!“ Zuckte Samu kurz zusammen, als er unter dem noch kalten Duschstrahl landete. Schnell zog ihn Riku unter diesem weg und in seine Arme. Wollte er nicht, dass Samu plötzlich die Lust verging. Als das Wasser warm war, drehte Riku seinen Liebsten um, so dass er mit dem Rücken zu ihm stand. Er hatte keine Ahnung, was ihn auf einmal dazu trieb. Doch er musste den Blonden jetzt einfach spüren und ausfüllen. Die schnelle Nummer, war sonst nicht sein Ding. Dafür war Samu zuständig. Doch heute, wollte es Riku. „RIK!“ Stöhnte Samu auf, als Riku sich etwas unsanft in ihm versank. „Habe ich dir weh getan?“ Stoppte Riku in seinem Tun. „Nein Schatz...alles gut!“ Liess Samu seinen Kopf in den Nacken fallen und schmiegte seine Wange an der von Riku. Liebkosen, war immer noch die beste Art und Weise, um sie schnell dorthin zu treiben, wo sie hin wollten. Rikus Finger, wie sie über seine Haut strichen und auch den Süden nicht ausliessen, machte es Samu jedoch schwer, irgendwas zu tun. Als sich Riku sachte an ihm rieb und dadurch seinen prallen Finnen, noch tiefer in ihn schob, waren alle Synapsen in seinem Hirn gekappt und durch gebrannt. Samu liess sich fallen und genoss es, dass Riku, für einmal, diesen Part übernahm. Ziemlich hastig und dadurch untypisch für seinen Schatz, trieb dieser sie dem Abgrund entgegen und kurz danach, darüber hinaus. Samu liess seinen Kopf gegen die kühlen Fliesen sinken, während Rikus Kopf gegen Samus Rücken sank. Ihr Atem ging unregelmässig. Ihre Brust hebte sich schnell. Die Beine, fühlten sich an wie Wackelpudding. „Das hast du gut gemacht, Löckchen.“ Brummte Samu. „Danke!“ Hauchte Riku. In einem Kuss verfallen, stellten sie sich wieder ganz unter die Dusche und schafften es doch tatsächlich auch, sich noch zu duschen.

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