Kapitel 149

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„Ihr seit die absolut Besten!“ Fiel Liisa Riku, weinend um den Hals, kaum hatte sie die Tür geöffnet. Leicht überfordert, drückte er sie an sich und sah Mikko fragend an. Dieser zuckte nur mit den Schultern. „Kommt rein.“ Wischte sich Liisa übers Gesicht und stand zur Seite. „Schläft sie?“ – „Wie ein Engel.“ Übergab Samu ihr die Kleine, die sich sogleich an ihre Mama kuschelte. „Hallo meine kleine Maus. Deine Mama hat dich vermisst! Auch wenn du sie, im Moment in den Wahnsinn treibst.“ Dankend sah sie Riku und Samu an. „Habt ihr ein Geheimrezept?“ Beide schüttelten den Kopf. „Vielleicht das Spazieren gehen.“ Liisa nickte. Sie wusste, dass sie mehr mit Emmi nach draussen sollte, doch fehlte ihr einfach die Energie. „Ruf an, wenn du das nächste Mal jemanden brauchst.“ Zog Samu Liisa an sich, die schon wieder den Tränen nah war. „Falls dir mal die Decke auf den Kopf fällt, wenn Mikko oder wir zwei Helden nicht da sind, meine Mama würde sich über einen Besuch freuen. Und auch sie würde mal eine Stunde auf Emmi aufpassen.“ Samu wusste, dass Liisa daran zu knabbern hatte, dass ihre Familie zu weit im Norden wohnten, um einfach mal schnell zu Besuch zu kommen. „Danke! Ihr seit einfach die Besten!“ Schniefte Liisa. „Hat Emmi ihre Flasche bekommen?“ – „Alles erledigt. Onkel Samu hat das mit Bravour gemeistert.“ Lachte Samu über sein Lob, an sich selber. „Mein Held!“ Schmiegte sich Riku von hinten an ihn und küsste die empfindliche Stelle hinter seinem Ohr. „Und Riku hat ihr die Windeln gewechselt.“ Liisas Augen weiteten sich. „Hat euch jemand angesprochen?“ Wollte Herr Managerii dann doch noch wissen. „Nein, nur mit dem Blick, den Frauen bekommen, wenn sie zwei Männer mit einem Baby sehen, geschaut.“ Grinste Samu. „Wollt ihr noch etwas bleiben?“ Liisa wollte sich so gerne erkenntlich zeigen. Auch wenn sie wusste, dass die Jungs das als selbstverständlich an sahen. „Eigentlich würden wir jetzt gerne nach Hause. Irgendwie...keine Ahnung...es war einfacher Emmi zu händeln, als unsere Gefühle, die diese gemeinsame Zeit auslösten.“ Sprach Samu ehrlich aus, was in ihnen vor ging. Riku, der an ihm hing, machte es gerade auch nicht besser. „Verstehen wir. Deshalb noch einmal das viel grössere Danke!“ Nahm Liisa die beiden noch einmal in den Arm. „Dann fahre ich euch schnell zu eurem Auto. Bin gleich wieder da, Schatz.“ Gab Mikko seiner Frau einen liebevollen Kuss.
„Ihr habt uns wirklich einen riesigen Gefallen gemacht.“ – „Das wissen wir. Und wir haben es gern getan!“ Erwiderte Samu die Umarmung des Managers. „Geniesst die Zeit! Wir sehen uns morgen.“ Schneller als Samu schauen konnte, sass Riku schon im Auto. Er konnte es kaum mehr erwarten, bis sie endlich Zuhause waren. Allein. Ohne Blicke auf ihnen. Es war nichts sexuelles. Sondern rein der Drang, sich an Samu zu kuscheln. Ihn zu küssen und ganz nah zu spüren. Nicht mehr und nicht weniger. Samu wusste ganz genau, was in Riku vorging. „Der muss jetzt noch sein.“ Umschloss Samu Rikus Lippen mit seinen. Dieser seufzte. Er soll bitte nie damit aufhören. Niemals. „Fahr uns heim, Samu.“ Nuschelte Riku an die wundervollsten Lippen. Dieser nickte und fuhr los. Seine Finger krochen in Rikus Locken, sobald er sich in den Verkehr eingefädelt hatte. Dieser schloss die Augen. „Es war schön heute, mit dir und Emmi!“ – „Ein Traumtag!“ Riku lächelte Samu liebevoll an. „Mit meinem Traummann.“ Was sollte man darauf noch sagen. Riku sprach aus, was Samu im Herzen fühlte. „Ich mach meinem Schatz jetzt eine warme Schokolade.“ Wollte Samu gleich in die Küche, als sie Zuhause waren. Doch Riku hielt ihn am Arm zurück. „Ich brauche jetzt einen extra langen und verlangenden, Samu Kuss.“ Zog er seinen Liebsten an sich. „Nur Küssen. Bitte Samu.“ Flehend sah Riku ihn an. „Darum musst du mich doch nicht so anflehen, Rik.“ Lächelte Samu und strich durch die weichen Locken. „Hier?“ Riku nickte. „Jetzt, Samu.“ Erstickten seine Worte an Samus Lippen. Verlangend öffnete Riku seinen Mund für Samus Zunge. Die sich gleich darauf zwischen seinen Zähnen hindurch schlängelte. An Rikus Zunge entlang strich und sie neckte. Riku lächelte an Samus Lippen und stieg in sein Spielchen mit ein. Er liebte es. Samu zog Riku fest an sich. Wie er es vorhin vor dem Café Ursula gemacht hatte. Statt sich, wie in dem Augenblick, am Kinderwagen fest zu halten, tat Riku es jetzt an Samu. „Ich halte dich.“ Seufzte Samu in den Kuss hinein. Er machte zwei Schritt rückwärts, um an der Wand anlehnen zu können. Dieser Augenblick liess Samu schwindeln und machte ihm weiche Knie. Rikus Körper in seinen Armen und der Tanz ihrer Zungen. Als wäre es das erste Mal. Atemlos, löste sich Samu leicht von Riku. Seine Lippen konnten jedoch nicht von seinem Schatz ablassen. Kleine Küsse, landeten auf Rikus Lippen und Gesicht. „Möchte mein Schatz immer noch eine warme Schokolade?“ – „Mit Kuscheln?“ Samu schmunzelte. „Alles inklusive!“ Fester hielt sich Riku an Samu fest. „Dafür, musst du mich aber kurz los lassen.“ Seufzend und mehr als wiederwillig, löste sich Riku dann doch noch von Samu. „Bin gleich wieder bei dir, Süsser.“ Gab dieser ihm einen Kuss und verschwand in der Küche. Riku war fest in die Decke gewickelt, als Samu mit zwei Tassen ins Wohnzimmer kam. Sein Kopf lag auf den Knien. Die Augen waren geschlossen. „Rik? Alles in Ordnung?“ Sanft strich Samu eine Locke aus Rikus Gesicht. „Alles gut. Mir ist leicht kalt. Und ich bin bloss müde von unserem Spaziergang und der Kälte.“ Hob Riku den Kopf. „Hier. Die wird dir gut tun.“ – „Danke!“ Legte Riku seinen Kopf auf Samus Schulter. „Nicht dafür.“ Drückte dieser ihm einen Kuss in die Locken. Seinen Arm legte er um seinen Schatz und vergrub die Finger in den Haaren. So, genossen sie die Stille und die warme Schokolade. „Wird es dir schon wärmer?“ Riku nickte und schmiegte sich fester an Samu. Dieser schlang noch eine Decke um sie beide. „Der perfekte Abschluss, eines perfekten Tages.“ Schmiegte Samu seine Wange an Rikus Kopf und seuzfte zufrieden. Er spürte Riku Lächeln an seinem Hals bevor seine Lippen an der empfindlichen Haut lagen. „Wegen mir, könnte es immer so sein.“ Seufzte Riku, während er nicht mehr von Samus Haut abliess. Sie war so schön zart und roch so verführerisch gut. Nach Samu. „Irgendwann wird es das, Rik. Ich verspreche es dir!“ Drückte Samu seinem Schatz einen Kuss in die Locken. Riku beliess es dabei. Er wollte nicht die Stimmung zerstören, die einfach perfekt war. Irgendwann, würde wohl noch ein paar Jahre bedeuten. Aber die würden sie gemeinsam durch stehen. So lange es immer wieder Tage oder vielleicht Wochen gab, wie heute, war Riku schon zufrieden. „Und wenn es soweit ist, wird es dann so richtig knallen und alle aus den Socken hauen.“ Riku entwich ein Lachen. „Das befürchte ich auch. Es wird hohe Wellen schlagen.“ – „Wahrscheinlich wird es wohl eher ein Orkan werden.“ Stellte Samu die Tassen zurück auf den Tisch. „Doch das, ist mir egal.“ Gab er Riku einen Kuss. Dieser vergrub seine Hände in Samus Haaren und hielt ihn bei sich. Er wollte endlich die Portion Küssen, nach der er sich schon den ganzen Nachmittag lang sehnte. Samu zog ihn auf seinen Schoss und gab Riku, nach was er verlangte. Eine süsse Knutscherei war die Folge. Was auch Samu, am liebsten schon den ganzen Nachmittag gemacht hätte. „Mmmm...Das ist schön!“ Seufzte Riku in den Kuss hinein. Samu schmunzelte. Es war mehr als schön. „Himmlisch!“ Brummte er darauf und legte sich mit Riku hin. Es war doch um einiges bequemer, dieses süsse Liebesspiel, im Liegen fortzuführen. „Darf ich meine Hände wärmen? Die wollen einfach nicht warm werden.“ Sah Riku Samu fragend an. „Warum fragst du? Das weisst du doch.“ – „Weil sie wirklich verdammt kalt sind.“ – „Mach schon. Du brauchst deine wundervollen Hände noch.“ Kaum hatte Samu zu Ende gesprochen, sog er hastig die Luft in seine Lungen. „Paska!“ Entwich ihm. Wie konnte man nur so verdammt kalte Hände haben. Es waren kleine Eisblöcke. Samu zog die Decke wieder über sie beide und drückte Riku fester an sich. „Sonst habe ich nicht kalt.“ – „Das kann gar nicht sein, bei deinen eisigen Fingern.“ Wurde Samus Griff fester. „Dann geh doch spüren.“ Sah Riku ihn verschmitzt an. „Wenn du das möchtest?“ Krabbelten Samus Finger schon unter Rikus Sweatshirt. „Mmmm...meine heiss geliebte Haut. Schön warm, weich und zart.“ Knurrte Samu und legte seine Lippen an Rikus Hals. „Welche meinst du?“ Kicherte Riku, weil es kitzelte. „Beide. Jeder Millimeter Haut, deines wundervollen Körpers.“ Strich Samu über die feinen Haare auf Rikus Brust. Dieser seufzte wohlig. Das war so schön, wenn Samu dies tat. Noch lieber hatte Riku es, wenn Samu mit seiner Nase, durch die Haare an seiner Brust strich. Er wusste nicht weshalb, doch es war für ihn so ein schönes Empfinden. „Kannst du mir das Shirt aus ziehen? Ich möchte deine nackte Haut spüren beim Kuscheln.“ – „Nichts lieber als das.“ Schob es Samu, Stück für Stück nach oben. Dabei strich er, wie Riku es liebte, mit seiner Nase und dann seinen Lippen, über Rikus Brusthaare. Vergrub sein Gesicht, schlussendlich an Rikus Hals. „Ich könnte den ganzen Tag nichts anderes tun.“ – „Dann tue es zumindest für den Rest des Abends.“ Zog Riku an Samus Shirt. „Lass uns diese Kuschelei, ins Bett verlegen.“ „Nicht’s essen?“ Samus Augenbraue hob sich erstaunt in die Stirn. „Du willst jetzt essen?“ Riku schüttelte den Kopf. „Dummer Kerl.“ Lachte Samu auf und strich Riku durch die Haare. „Dann Bett?“ – „Nur Kuscheln wie jetzt?“ – „Alles was du willst, mein Schatz.“ Stand Samu auf und zog Riku mit sich hoch. Nur in ihren Boxer, kuschelten sie sich ins Bett unter die Decke. Es war nicht diese aufgeheizte Atmosphäre. Obschon sich ihre Finger nicht still halten konnten und die warme Haut des anderen berührte. Sie sich unaufhörlich küssten. Und das nicht nur auf den Mund. Irgendwann, versanken sie, müde vom Nachmittag und entspannt vom Kuscheln, im Land der Träume.

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