Riku genoss die Zeit mit Mia. Es war die volle Dröhnung Ablenkung, die er brauchte. Er machte es auch gerne. Und Mia war wirklich eine sehr anspruchslose und einfache Frau. Sie kam überall mit hin, von dem er ihr versicherte, dass sie dies gesehen haben musste. Nie nörgelte sie. Zwischendurch, gab sie auch eigene Vorschläge, da sie sich scheinbar mit Helsinki auseinander gesetzt hatte. Einmal verbrachten sie die ganze Nacht draussen auf dem Boot, welches Riku mietete und redeten oder schwiegen. Ihre staunenden Augen, jedes Mal, wenn sie es nicht fassen konnte, wie hell es immer noch war oder wenn Riku ihr wieder einen Flecken Natur zeigte, von dem sie völlig angetan war, unbezahlbar. Noch nie hatte Riku jemanden getroffen, der so fasziniert von einem Stück Land war, wie Mia. Allein dieses Glänzen in ihren Augen, war jede Sekunde von Rikus Zeit wert. Sein Gig mit Sami und Osmo bildete noch den krönenden Abschluss von Mias Aufenthalt. Sie war total begeistert. Ihr kleines Fangirl, wie die Drei Mia, liebevoll nannten. Es schien, als würde Mia jede Sekunde, jeden Augenblick, jeden Eindruck, tief in sich auf saugen. Um ihn, für immer fest zu halten. Riku fand dies faszinierend, da er sowas noch nie gesehen hatte. Auch sonst, war die Zeit sehr angenehm. Mit Mia konnte man über alles Mögliche und auch Unmögliche reden. Dabei die Zeit vergessen. Solche Menschen waren wertvoll und musste man in seinem Leben behalten. Das hatte schon Rikus Oma immer zu ihm gesagt. Doch auch die schönste Zeit, geht einmal zu Ende. Eine sehr intensive Zeit. Weshalb es nicht ganz verwunderlich war, kullerten bei Mia ein paar Tränchen, als Riku sie zum Flughafen brachte. „Es bedeutet ja nicht das Ende von Allem.“ Hatte Riku ihr zum Abschied gesagt und sie in seine Arme gezogen. Wenn er wüsste, dachte Mia. Es brach ihr das Herz. Das, was Maja voraus gesagt und sie selber geahnt hatte, traf ein. Sie hatte die Zeit so sehr genossen, dass es Mia so schwer fiel, wie noch nie, wenn sie aus dem Urlaub zurück kam. Riku war der tollste und liebenswürdigste Mensch, denn Mia, neben Maja, je kennen gelernt hatte. Geduldig verbrachte er mit ihr die Tage. Seine wenige und wohlverdiente Freizeit, wohlgemerkt. Mia sah dadurch Dinge, die wohl nicht jeder Tourist zu sehen bekommt. Richtige Geheimtipps. Die Nacht auf dem Boot. Der Ausflug an einen Strand, der als Geheimtipp unter den Finnen galt. Alles war einfach nur perfekt. Beinahe zu perfekt, um es zu glauben und es jemals wieder verlassen zu wollen. Doch Mia hatte ein Leben ausserhalb von Helsinki. Sie gehört nicht in das Leben von Riku Rajamaa. Zumindest nicht auf die Art und Weise, die sie dazu bewegen könnte, zu bleiben. Damit musste sie nun, nach den paar Tagen, zurecht kommen. Mehr als davor schon. Von alle dem, ahnte Riku nichts, als er den Flughafen hinter sich liess und nachhause fuhr. Die kommenden Tage, machte Riku einfach mal nichts. So schön die Zeit auch war, war sie auch anstrengend. Weshalb Riku für die Zeit, nach dem Mia wieder weg war und während der Samu immer mal wieder nach hause kam, nichts plante.
Samu kam am Wochenende, nach dem Mia weg war, ganz spontan heim. Sollte eine Überraschung sein, die gründlich in die Hose ging. Riku hatte bereits etwas anderes geplant, da er noch nicht mit Samu gerechnet hatte. „Jetzt lässt du mich einfach so allein zuhause, wenn ich schon extra heim komme?“ Verschränkte Samu vorwurfsvoll seine Arme vor der Brust. „Du kannst ja mit kommen.“ Das schlechte Gewissen, wollte Riku schon überfahren. So, dass er schwach wurde und alles absagt. „Nein. Keine Lust.“ Reagierte Samu wie ein kleines bockiges Kind. Diese Reaktion, liess Rikus schlechtes Gewissen in Luft auflösen. „Dann lass es. Ich gehe jetzt.“ Ging Riku in den Flur, um sich seine Schuhe an zu ziehen. „Wozu bin ich dann nach Hause gekommen?“ Maulte Samu ihm hinter her. „Hättest du vorher halt mal angerufen.“ Reagierte Riku gereizt. „Es sollte eine Überraschung sein.“ „Wäre es auch gewesen, wenn du Bescheid gegeben hättest. Da ich ja nicht mit dir gerechnet habe. Um einiges mehr noch. Denn dann würden wir jetzt nicht streiten.“ Samu sass unnachgiebig auf dem Sofa. „Du kannst nicht Wochen lang in Berlin sein und von mir verlangen, dass ich zuhause auf dich warte. Für den Fall, dass du vielleicht überraschender Weise, früher heim kommst. Das funktioniert so nicht, Samu.“ Verliess Riku das Haus, ohne noch weitere Worte zu verlieren. Er musste sich von Samu kein schlechtes Gewissen einreden lassen, nur weil dieser nicht nach dachte. So süss die Idee auch war. So oder ähnlich, verliefen auch die nächsten Tage, die Samu zuhause verbrachte. Es war ein Teufelskreis.
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Leave the past behinde
FanfictionEin einziger Moment, kann dein ganzes Leben verändern... Mit dem Moment, als Riku Rajamaa, Musiker aus Leidenschaft und begnadeter Gitarrist, das Studio betritt, verändert sich nicht nur die Situation der finnischen Band Sunrise Avenue. Auch sein e...
