Pünktlich wie eine schweizer Uhr, erreichten Samu und Riku den Flughafen. „Heute bleibt etwas mehr Zeit.“ Legte Samu seine Hände an Rikus Hüften und zog ihn an sich. Um im selben Moment, von dessen Lippen zu kosten. Reflexartig, schlangen sich Rikus Arme um Samu und liess er seine Finger in den blonden Haaren verschwinden. Vergessen war die Zeit und überhaupt alles um sie herum. Bis ein Hupen sie aus diesem Strudel aus Liebe und Verlangen, holte. Sami, der mit Raul angekurft kam, wank dämlich grinsend aus dem Fenster. Samu verdrehte die Augen. Liess von Riku ab und nahm ihr Gepäck aus dem Kofferraum.
„Na ihr Zwei. Waren euch drei Wochen wirklich zu wenig? Oder war unsere gestrige Aktion, so störend?“ Grinste Sami, als er ausstieg und die beiden begrüsste. „Keine Sorge, wir kamen noch auf unsere Kosten.“ Grinste Samu etwa genau so dämlich zurück, da er wusste, dass Sami dies nicht gerne hörte. Auch wenn er nicht blöd war, dass die beiden das Selbe taten, was er mit einer Frau tun würde. Gerne mal wieder tun würde. Doch darauf, musste Sami noch etwas verzichten. Wieder entging Samu seinen sehnsüchtigen Blick nicht. „Kommt sie mal zu einem Konzert?“ Aus seinen Gedanken geholt, sah Sami ihn fragend an. „Deine Kleine.“ – „Sie ist nicht meine...“ Samu hob eine Augenbraue. „Sollte ich sie fragen?“ Samu nickte bestimmt. Sami überlegte. „Am besten dann, wenn wir danach in einem Hotel übernachten.“ Klopfte er ihm auf die Schulter. „Idiot!“ – „Lass doch unseren Samibär.“ Umfasste Riku Samus Hand. „Wir müssen jetzt gehen.“ – „Kriege ich noch einen Kuss?“ Riku legte seine Hand in Samus Nacken und zog ihn zu sich, um ihn noch einmal in einen langen Kuss zu verwickeln. Sami und Raul gingen schon mal vor. „Ich liebe dich!“ Nuschelten sie gleichzeitig an die Lippen des anderen.
Mikko machte grosse Augen, als die beiden Herren, kurz nach Raul und Sami, gemütlich und über beide Ohren grinsend daher geschlendert kamen. Er dachte wirklich, Sami mache einen Witz, als er sagte, Samu und Riku seine auch schon da. Umso besser. Denn dieser Stress, wie bei der letzten Tour, brauchte er nicht jedes Mal. Sonst würde er nicht alt werden. „Ach, sie mal einer an. Noch vor Osmo. Muss ich mir Sorgen machen?“ – „Will wer Kaffee?“ Ignorierte Samu die doofen Sprüche von Mikko. Die Bestellungen aufgenommen, ging er auch schon davon. Gefolgt von Sami. „Schlechte Laune?“ Wandte sich Mikko an Riku. „Bis eben nicht, nein.“ Mikko seufzte und checkte sie alle mal ein, da auch Osmo angekommen war. „Samu warte!“ Erstaunt drehte er sich zu seinem Drummer um. „Alles gut?“ – „Ja, alles Bestens! Ich hab bloss keine Lust, jetzt jedes Mal etwas darauf zu erwidern, wenn wir mal pünktlich kommen oder eben auch nicht.“ Zuckte Samu mit den Schultern und ging weiter. Es regte ihn nicht wirklich auf, dafür war er heute Morgen zu tiefenentspannt. Aber es immer und immer wieder zu hören, musste echt nicht sein. Samus Entspannung, lag an ihrem völlig stressfreien Start in den Tag. Sie waren so früh wach, dass ihnen noch genügend Zeit blieb, um sich noch etwas ihrer Liebe und ihren Bedürfnissen hinzugeben. Mehrmals. Diese Tatsache, liess Samu schmunzeln. Sie waren wirklich nimmersatt. Doch Riku, der die ganzen Initiativen übernahm, nannte es vor holen, auf was sie die nächsten Wochen verzichten mussten. Ein warmes Gefühl, durchfloss sein Herz, als er und Sami zu den anderen zurück kamen und sein Liebster ihm ein Strahlen schenkte, welches die Sonne neidisch werden liess. Dem Drang, Riku jetzt, in dem Augenblick, an sich zu ziehen und zu küssen, war schwer zu widerstehen. Riku sah es ihn Samus Augen. Fragend sah er ihn an.
„Alles gut.“ Liess sich Samu auf die Stuhlreihe sinken. „Aber?“ Setzte sich Riku daneben. „Die Tatsache, was ich gerade unglaublich gerne tun würde. Dem zu widerstehen, wird immer schwieriger und zerreisst mich heute fast.“ Samus Hand, die zwischen Riku und ihm lag, hatte sich an den Stuhl gekrallt. Riku wusste ganz genau, was Samu meinte. Nach drei Wochen Liebe geniessen, war es umso schwerer. Er setzte sich etwas anders hin, so dass ihre beider Hände, vor Blicken verborgen waren und umfasste die von Samu. So fest er konnte. Samu atmete tief durch und schloss kurz die Augen. Es half ein wenig. „Danke!“ Flüsterte Samu und liess kurz seine Stirn gegen die von Riku sinken. Bis ein ihnen nur zu bekanntes Räuspern, sie aus diesem Zustand holte. Samu verdrehte die Augen und stand auf. Zum einen nervte ihn Mikkos Visage gewaltig. Zum anderen, ertrug er Rikus Nähe gerade mehr als schlecht. Gleichzeitig, wäre er am liebsten in seiner Umarmung verschwunden. Doch das konnte Samu nicht. Also liess er die zwei einfach ohne Erklärung stehen. „Was ist los mit ihm?“ – „Lass ihn einfach, Mikko. Er wird schon wieder ruhiger.“ Gab ihm Riku den guten Rat und folgte seinem grossen Blonden. Mikko schüttelte nur resigniert den Kopf. „Warst du auch schon mal so sehr verliebt, dass du es die ganze Welt wissen lassen wolltest?“ Stellte sich Sami neben seinen Manager. „Ehm, ja.“ – „Und konntest du es die ganze Welt wissen lassen?“ Mikko stopfte seine Hände in die Hosentaschen. „Siehst du. Die beiden...“ Sami machte eine Kopfbewegung in die Richtung, in der Samu und danach auch Riku, verschwunden waren. „Würden dies auch gerne tun. Einfach ihren verdammten Gefühlen nachgehen, die scheinbar überdimensional sind. Doch dürfen sie nicht. Ich denke, dass wir alle, uns nicht im Geringsten vorstellen können, was das bedeutet und wie sich das anfühlt.“ Erstaunt sah Mikko seinen jüngsten Schützling an. „Man merkt, dass du verliebt bist.“ Klopfte er ihm auf die Schulter. „Man sieht einiges etwas anders. Lass ihnen die paar Minuten.“ Mikko nickte und setzte sich zu Raul und Omso. „Liebeskoller?“, fragte Raul. „So was ähnliches.“ – „Es wird besser, wenn wir wieder im Bus sind. Kennst sie ja.“ Warum waren heute alle so verständnisvoll, ohne dumme Witze zu reissen, fragte sich Mikko. Egal. Er hatte ohnehin noch ein paar Dinge zu erledigen, bis sie einsteigen konnten. Also zückte er sein Telefon und verzog sich in eine etwas ruhigere Ecke. Sie würden schon wieder auftauchen. Was sie bis dahin taten, wollte er gar nicht wissen. Es war nicht einfach für Riku, den Schritten von Samu nach zu kommen. Doch behielt er ihn immer im Auge. Er ahnte, dass die Toilette sein Zufluchtsort sein würde. Wahrscheinlich in der Hoffnung, Riku folge ihm. Schnaubend stützte sich Samu auf den Rand des Waschbecken und schloss die Augen. Alle Muskeln waren, beinahe bis zum Zerbersten angespannt. Die Kiefer malten aufeinander. Riku spürte förmlich Samus Kampf. Vorsicht schloss er die Tür und versicherte sich, dass sonst keiner hier war oder gleich rein platzen würde. Ehe Samu wusste, wie im geschah, wurde er von hinten um seine Hüften gepackt und in die nächste Kabine befördert. Wo sich, kaum erklang das Klicken des Türschloss, zwei vertraute Arme um Samu legten und ihn fest an die so geliebte Wärme drückten. Als wäre es Jahre her, dass er Riku spürte, klammerte sich Samu an seinen Lockenkopf. So sehr brauchte er ihn gerade. Sagen tat keiner der beiden irgendwas. Immer wieder strich Riku dem grossen Blonden durch die Haare und über den Rücken. Küsste sich über seine Wange. Bis er spürte, dass Samu sich entspannte. Leicht löste dieser sich von Riku und liess seine Stirn gegen die von Löckchen sinken. „Ich halte das nicht aus Rik. Deine Nähe, die ich doch irgendwie nicht bekomme.“ – „Wenn du willst, kannst du auch mit Sami oder so den Platz tauschen.“ Schlug Riku ihm vor. Heftig schüttelte Samu mit dem Kopf. „Das bringt mich um! So sehr ich sie kaum ertrage, so sehr brauche ich deine Nähe.“ – „Ein Teufelskreis, hmm?“ Samu nickte und legte seinen Kopf auf Rikus Schulter, um dort seinen Duft zu inhalieren. Besser als jede scheiss Zigarette. „Was...“ – „Einfach festhalten!“ Unterbrach Samu Rikus Satz. „Mindestens einen Kuss, brauche ich aber noch, bevor wir hier wieder raus gehen.“ – „Ich will nicht raus.“ Schmollte Samu. Riku lachte leise auf. Sein grosser Schnuffel. Mit leichtem Druck, zwang er Samu, ihn anzusehen, in dem er seine Hände an die leicht rauen seines Schatzes legte. „Nicht schmollen. Küss mich lieber.“ Näherte sich Riku Samus Lippen. In freudiger Erwartung, schloss dieser die Augen. Riku musste schmunzeln und stoppte kurz davor. So nah, dass Samus warmer Atem, schon auf seinen Lippen kitzelte. Tausend Schwärme von Schmetterlingen, flogen durch Rikus Körper. Wie er diesen Mann liebte und begehrte. Worte gab es dafür nicht. „Das ist nicht faire.“ Nuschelte Samu. Er legte seine Hand in Rikus Nacken und überbrückte das letzte Stück, zwischen ihren Lippen. Nicht fordernd. Geniesserisch langsam liessen sie sich in diesen Kuss fallen. Den Letzten für die nächsten Stunden. Ihre Zungen erforschten und neckten sich gegenseitig. Als wäre es das erste und gleichzeitig das letzte Mal. Immer wieder mussten sie sich ein genüssliches Seufzen verkneifen oder es im Kuss ersticken. Ihre Hände, konnten sich schon lange nicht mehr stillhalten. Immer wieder verschwanden sie unter dem Shirt oder in den Haaren des anderen. Legten sich an dessen Wangen und strichen liebevoll drüber. Zeit und Raum verschwanden. Nicht ein Lufthauch, hätte noch zwischen sie gepasst. Rikus Kopf neigte sich zur Seite, als Samus Lippen auf Wanderschaft gingen. Fest vergruben sich seine Finger in Samus Haaren. „Aaaa!“ Entwich es Samu, als Rikus Mitte seiner etwas zu nah kam. „Schscht, sei still!“ Zischte Riku. „Du machst mich wahnsinnig! Entweder es geschieht hier gleich noch etwas oder ich komme wirklich nicht mehr hier raus.“ Legte Samu seine Hände an Rikus Hintern. „Das wird ziemlich eklig, wenn du das hier weiter durchziehst.“ Grinste Riku an Samus Hals, in dem er sich verbissen hatte. „Und peinlich, wenn ich es nicht tue.“ Das Quietschen der Toilettentür, liess sie in ihrem Tun innehalten. „Jungs?“ Drang Samis Stimme durch den Raum. „Mikko dreht bald mal am Rad, wenn ihr nicht endlich wieder hier raus kommt.“ Samu lehnte seinen Kopf gegen die Wand der Kabine. „Zehn Minuten, Sami. Bitte!“ Flehte Samu. „Ich würde euch auch noch mehr geben, aber ich bin nicht der Boss“, sagte Sami. „Wissen wir.“ – „Sorry, dass ich gestört habe. Macht weiter, was auch immer ihr macht.“ Das Grinsen in Samis Stimme, war nicht zu überhören. Die Tür knallte wieder zu. Stille. „Zehn Minuten?“ Riku sah Samu fragend und herausfordernd an. Dieser zuckte nur mit den Schultern. „Wenn du dich gehen lässt, reicht es.“ – „Hier?" Riku sah Samu mit grossen Augen an. „Ich kann es auch im Flieger unter der Decke erledigen.“ Raunte er ihm, mit tiefer Stimme ins Ohr. Rikus Körper überzog es augenblicklich mit einer Gänsehaut. „Du musst mich dabei um den Verstand küssen, sonst kann ich mich nicht entspannen.“ – „Nichts leichter als das!“ Grinste Samu. Noch während er sich an Rikus Hose zu schaffen machte, verwickelte er ihn in einer dieser Küsse, bei dem Riku jedes Mal Hören und Sehen verging. Nie hätte Riku gedacht, dass er jemals Sex oder zumindest sowas Ähnliches, in einer öffentlichen Toilette haben würde. Mit Laura wäre dies ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Verspürte er auch nie den Drang dazu. Wenn er jedoch schon immer ein bisschen Nervenkitzel hätte vertragen können. Doch mit Samu, blieb das Leben, auf der Überholspur, spannend. Den Kopf fest gegen die Schulter oder den Hals des anderen gedrückt, um nicht laut in den Raum zu stöhnen, trieben sie sich, gegenseitig an den Rand der Erlösung. Ob es die Situation danach entschärfte, wussten beide nicht. Doch ihre süsse Knutscherei, verlangte das gerade. Die Lust entlud sich in ihre Hände und in den Kuss, in den sie wieder verfielen. Schwer atmend, klammerten sich Samu und Riku aneinander fest.
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Leave the past behinde
FanfictionEin einziger Moment, kann dein ganzes Leben verändern... Mit dem Moment, als Riku Rajamaa, Musiker aus Leidenschaft und begnadeter Gitarrist, das Studio betritt, verändert sich nicht nur die Situation der finnischen Band Sunrise Avenue. Auch sein e...
