Nach einer erholsamen Nacht, startete der nächste Tag etwa ähnlich wie der davor. Langes Kuscheln, küssen und geniessen unter der Bettdecke. Wobei heute Rikus Verlangen danach, Samu zu verwöhnen, immer wie mehr zu erwachen schien. Allein die kleinste, unscheinbarste und unabsichtliche Berührung, löste in ihm ein ganzes Beben an Empfindungen aus. Was ihn kurzeitig, mutig werden liess und Rikus Finger, einen Wimpernschlag lang, Samus nackte Haut zwischen Shirt und Boxer berührte. Bis Samus Magen sich lautstark zu Wort meldete und beide zum lachen brachte.
Die knisternde Stimmung war gelockert und Riku stieg aus dem Bett, um Frühstück zu machen, welches sie wieder gemütlich im Bett genossen.„Daran könnte ich mich gewöhnen!“, kuschelte sich Samu zurück unter die Decke. Dabei grinste er Riku an.
„So oft es geht, für meinen Schatz!“, lehnte sich Riku über Samu und gab ihm einen Kuss. „Was hältst du von einem Spaziergang?“
Samu nickte. Zog Riku jedoch gleichzeitig näher an sich heran, so dass Riku auf ihm lag und sie in dem Kuss versanken. Das passierte ihnen in den letzten Tagen oder wohl eher erst Stunden, immer wieder. Gefühlt Stundenlang.
Bis sie sich doch noch aus dem Bett bemühten, sich dick an zogen und raus an die frische Luft gingen. Eisig kalt, aber mit herrlichem Sonnenschein. Draussen schienen die Gedanken besser zu fliessen, in Worte gefasst und über ihre Lippen zu kommen. Denn sie sprachen auch heute wieder über das, was sie, tief in ihrem Innern, beschäftigte. Über Ängste, auch Zweifel und natürlich auch alles Positive. Genauso, genossen sie es einfach, zusammen zu sein. Trotz den eisigen Temperaturen mit minus Graden, spürte keiner von beiden wirklich, wie kalt ihnen eigentlich war. Dies musste wohl das Glück und die Liebe sein, was sie Beide umgab und ein hüllte. Keiner der Beiden, hatte das Bedürfnis, schnellstmöglich wieder ins Warme zu kommen.
Kurz bevor sie das Mökki dann auch wieder erreicht hätten, blieb Riku, aus heiterem Himmel, stehen und zog Samu an sich heran. Dabei sah er ihm fest in seine Meerblauen Augen.„Was machst du nur mit mir?“, flüsterte Riku und strich mit seinen Lippen, über die von Samu.
„Ich mach doch gar nichts.“, nuschelte Samu unter Rikus Streicheleinheiten.
„Doch. Du machst mich zum glücklichsten Menschen! Schon lange. Wahrscheinlich schon immer!“, hauchte Riku und schenkte Samu einen Kuss, in den er, einmal mehr, alle seine Gefühle steckte. So sehr, dass es Samu noch etwas wärmer wurde. Vor allem um sein Herz. „Was hältst du davon, in die Sauna zu gehen, um uns aufzuwärmen?“ Riku sah Samu fragend an, als er sich von seinen Lippen gelöst hatte. Warum kam er nicht schon früher auf die Idee. Sie waren ja auch schon gemeinsam in der Sauna. Als beste Freunde. Heute wusste Riku jedoch, dass es Samu wohl kaum überleben wird, ohne ihn zu berühren. Doch es war gestern so schön...zu schön. Fühlte sich so unglaublich gut an, dass er sich diesem Spiel, gerne noch einmal aussetzen würde. Immer und immer wieder.
„Das klingt verlockend!“, raunte Samu und grinste Riku vielsagend an.
„Na dann komm!“, lachte Riku und nahm Samu bei der Hand.
„Ah, ist das eisig kalt!“, fing Riku nun doch an zu zittern, als sie das Mökki erreicht hatten und er mit klammen Fingern, die Tür öffnete. Auch Samu schüttelte es kurz, da jetzt die Kälte durch seinen Körper zu fliessen schien. Umso mehr, freute er sich auf die Sauna. „Wie lange waren wir unterwegs?“, zog sich Riku, Mütze, Halstuch, Handschuhe und Jacke aus. Seine Finger waren, trotz Handschuhen, eisig kalt.„Wahrscheinlich zwei Stunden oder so.“ Samu umschloss Rikus roten Hände mit seinen.„Jääpuikko! Shit sind die kalt!“, rief Samu aus. „Es wird höchste Zeit, dass du in die Sauna kommst. Nicht, dass mein Gitarrengott noch krank wird.“
„Würdest du mich denn gesund pflegen?“ Riku sah Samu mit diesem treuherzigen Blick an.
„Was denkst du denn? Ich würde alles für dich tun, dass es dir wieder besser geht.“, legte Samu seine Hände nun an Rikus Taille und liess sie sogleich unter seinem Pullover verschwinden. „Und ich würde dir jeden Wunsch von den Lippen ablesen."
„Nur, wenn ich krank bin?“
Samu schüttelte den Kopf. „Ich lese dir immer jeden Wunsch von den Augen ab, mein Schatz!“ Samu wollte sich, während seine Hände an Rikus Seiten hoch krabbelten, einen Kuss von Riku erhaschen.
„Mach dich bereit für die Sauna, Samu. Ich gehe schon mal einheizen.“ Riku löste Samus Hände, gab ihm einen Kuss und ging zur Tür raus. Eigentlich war ihm schon wieder warm genug. Doch es gab nach einem langen Winterspaziergang doch eigentlich fast nichts erholsameres, als in die Sauna zu gehen und die kalten Knochen so richtig durch zu heizen. Dachte Riku bei sich, als er das Sauna Häuschen betrat. Ein paar Handgriffe und er konnte zurück ins Haus.
Kaum die Türe geschlossen, trat Samu aus dem Schlafzimmer. Nur mit einem Tuch um die Hüften bekleidet. Riku zog fest die Luft in seine Lungen und liess seinen Blick, einmal über Samus Körper gleiten. So, als wolle er sich jeden Zentimeter davon, mit einem einzigen Blick, einprägen. „Du willst so...“
Samu fing an zu grinsen und Riku merkte selber, wie bescheuert seine Frage klingen würde. Er strich sich verlegen durch die Haare. Wie süss Riku doch war, wenn er verlegen und nervös wurde. Er hatte jedoch keinen Grund dazu, da die Sauna nichts Neues für sie beide war. Zusammen.
„Ich kann auch weniger!“ Samu raunte Riku ins Ohr, als er sich dicht vor ihn stellte. Liess seine Finger in Rikus Haaren verschwinden und küsste ihn voller Hingabe und Leidenschaft. Riku schluckte schwer. Weniger? Samus Kuss, liess ihn dann jedoch schwindeln, so dass Riku, reflexartig, seine Hände an Samus Hüften legte, um nicht zu taumeln. Diese angenehm warme Haut, unter Rikus eher immer noch kalten Händen, jagte einen Stromstoss durch seinen Körper. Riku musste sich beherrschen, dass er seine Finger nicht weiter über Samus Körper schickte.
Mit einem wissenden Lächeln, da er ganz genau wusste, was in Riku vor sich ging, liess Samu von ihm ab. „Beeil dich, Gitarrengott!“, machte sich Samu auf den Weg in die Sauna, schon mal etwas Vorschwitzen und dem Herr Rajamaa kurz Zeit geben, um sich an den Gedanken zu gewöhnen, gleich mit ihm in der Sauna zu sitzen. Samu konnte sich Rikus merkwürdiges Verhalten, gerade nicht wirklich erklären. Zumal er es ja zuliess, als Samu ihn verwöhnte. Doch würde er ihm Zeit lassen. Obwohl Rikus Hände an seiner nackten Haut schon wieder eine gewaltige Wärme durch Samus Körper geschickt hatte und er keine Ahnung hatte, ob er widerstehen konnte, wenn Riku gleich, ebenso spärlich bekleidet wie er selber, neben ihm sitzen wird.
Wie erstarrt, stand Riku immer noch da und sah Samu hinterher. ‘Wann bist du so verklemmt geworden?’, maulte Rikus innere Stimme. Haareraufend, ging Riku ins Schlafzimmer. Er hatte keine Ahnung, was ihn gerade lähmte und an allem hinderte, nach was er sich mehr als verzerrte und sehnte. Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen, hatte Riku jetzt nicht, da Samu auf ihn wartete. Einen Rückzieher machen, nur weil er feige war, wollte Riku auch nicht. Samu wäre zu sehr enttäuscht. Riku wollte ihn nicht enttäuschen. Also entledigte Riku sich ebenfalls seiner Klamotten und folgte Samu.
Als er den dampfende Raum betrat, musste Riku sich erst einmal orientieren und seine Augen an die vernebelte Sicht gewöhnen. Dann sah er ihn. Samu sass, von der Tür aus gesehen, rechts. Die Augen geschlossen. Entspannt und lässig, wie er nun mal war. Riku blieb stehen und lehnte sich an den Türrahmen. Dabei liess er erneut seinen Blick, über Samus nackten Körper wandern. Ohne, dass er etwas dagegen tun konnte. Die Haut schimmerte bereits feucht und die Haare standen ihm in alle Himmelsrichtungen. In diesen hingen ebenfalls Wassertropfen, von denen sich Einzelne lösten, auf seine Schultern tropften und sich von dort ihren Weg über seine nackte Haut suchten. Riku biss sich auf die Lippe. In ihm, fing es gewaltig an zu kribbeln. Was sagte er. Brodeln, wäre wohl eher das richtige Wort dafür gewesen. Samu sah einfach perfekt aus, befand Riku. Wie gern, würde er jetzt den Weg der Wassertropfen, mit seinen Fingern nach fahren und ihnen dorthin folgen, wo sie endeten. Egal wo. Oder sie mit seiner Zunge auffangen und danach der Grund der feuchten Spur auf Samus Haut sein. Riku musste sich beherrschen, um nicht laut und verlangend zu seufzen.
Ein kurzer Lufthauch, verriet Samu, dass nun auch Riku den Raum betreten hatte. Sich jedoch noch nicht gesetzt hatte.
„Na mein Süsser. Auch schon da?“, huschte ein Grinsen über Samus Gesicht. Die Augen, hatte er immer noch geschlossen.„Warum siehst du bloss so...heiss aus?“, entwich es Riku heiser.
Samu hob seine Augenbraue in die Stirn und sah zu Riku rüber. Dieser zog ihm, allein mit seinem Blick, auch das letzte bisschen Stoff aus, was Samu um sich trug. Das Herz schlug kräftig gegen Samus Brust. Sein Blut pulsierte, im Eilzugstempo durch den Körper. Ein Blick auf Riku reichte und es war mit der inneren Ruhe vorbei. Samu wusste, dass sie diesen Zustand in den Griff bekommen mussten, da sie sonst mehr als gequält wären, wenn sie wieder den ganzen Tag im Studio verbrachten und dies, nicht allein. Doch im Moment, konnten, durften und mussten sie ihm noch freien Lauf lassen. Noch in seinen Gedanken hängend, spürte Samu, wie Riku sich zu ihm setzte.
Riku sass einfach nur da und sah Samu an. Das Verlangen stieg. Je länger Riku Samus Körper, mit seinem Blick scannte und dabei vorstellte, wie es wäre, wenn seine Hände, über seine gut definierte Brust und grundsätzlich über Samus Haut strichen. Seit sich Riku Samus Zärtlichkeiten hingegeben und sich Stunde um Stunde, seit sie hier waren, mehr und mehr in die Liebe zu Samu fallen liess, ging Riku eines nicht mehr aus dem Kopf. Wie es sich wohl anfühlt, Samu zu fühlen und schmecken. Das zu tun, was Samu mit ihm gemacht hatte. „Ich weiss nicht, ob ich dir heute noch widerstehen kann, Samu.“
„Dann lass es, Rik. Es tut auch nicht weh. Im Gegenteil. Es ist ziemlich befreiend!“, darauf Samu.„Ich habe Angst, dass ich dich enttäusche und ich dir danach nicht mehr widerstehen kann.“, sachte legte Riku seine Lippen an Samus Hals und liess sie weiter wandern. Zu der empfindlichen Stelle hinter Samus Ohr und von dort weiter, bis zu seinem Schulterblatt.
„Du könntest mich niemals enttäuschen, mein Schatz!“, seufzte Samu unter den ersten Liebkosungen von Riku. „Lass deinen Gefühlen und Empfindungen freien Lauf. Es wird so wieso irgendwann geschehen.“
Rikus eine Hand, folgte seinen Lippen. Die andere Hand, hatte Riku mit Samus Hand verschränkt und ruhte auf seinem Oberschenkel. Allein diese unscheinbare und normale Berührung, schickte eine ganze Ladung Stromstösse durch beide Körper hindurch. „Nicht hier, Samu.“, zog Riku seinen Schatz mit sich hoch. Der ihn erstaunt und freudig zu gleich an sah. „Die Sauna läuft uns nicht weg.“, flüsterte Riku und zog Samu hinter sich her, ins Mökki zurück. Samu konnte es dabei nicht lassen, Rikus nackte, feuchte Haut zu berühren und diesen damit noch wilder und heisser zu machen.
Kaum hatten sie, leicht zitternd, das Mökki erreicht und war die Tür ins Schloss gefallen, drehte Riku sich zu Samu um und verschlang ihn beinahe mit seinem Blick. „Ich brauche dich, Samu! Ich will dich spüren. Fühlen. Berühren.“, raunte Riku Samu ins Ohr und knabberte leicht daran, während seine Finger, langsam über die ausgeprägten Muskeln an Samus Brust strichen. Sie fühlten sich gut an, unter seiner Haut. Samus Haut, überzog es augenblicklich mit einer Gänsehaut, welche nicht bloss von Rikus Berührungen kam.
Seine Stimme, die tiefer und rauer war, als normal, gepaart mit Rikus rauen Fingerkuppen, auf seiner Haut, versetzte Samu schon in eine Art Ekstase. Rikus Hände waren nun bei Samus Hüften angekommen, von wo aus sie nach hinten wanderten und über seinen Rücken strichen. Ohne seinen Liebsten dabei aus den Augen zu lassen. Samu seufzte genüsslich und liess seinen Kopf gegen die Türen fallen. Der letzte Wunsch, ging nun auch noch in Erfüllung. Nicht in seinen kühnsten und schönsten Träumen, lösten Rikus Berührungen, dieses Empfinden in ihm aus. Dabei war das wohl erst das kleine, unscheinbare Lodern des Vulkans.
Riku hatte Samu leicht von der Tür weggezogen, so dass er sich nun hinter ihn stellen konnte. Sachte küsste sich Riku einem Wassertropfen, der sich aus Samus Haaren gelöst hatte, entlang, über dessen Haut. Von seinem Hals, über die Schulter, bis unterhalb von Samus Schulterblatt, wo er versiegte. Rikus Hände lagen dabei auf Samus Brust und zogen leichte Kreise drumherum, als seine Lippen sich wieder an Samus Hals zu schaffen machten.
„Bitte hör niemals damit auf!“, flüsterte Samu und lehnte seinen Kopf an den von Riku. Es war zu schön, um es enden zu lassen.„Versprochen!“, hauchte Riku an Samus Hals, bevor er ihn liebkoste. Knabbern, beissen, necken, streichen, küssen.
Samu wähnte sich im siebten Himmel. Wie lange verzerrte er sich genau nach einem solchen Moment. Rikus Lippen waren warm, sanft, zart, weich und fühlten sich mehr als bloss gut an, auf seiner Haut. Genau wie seine Hände, die an Samus Seiten entlang nach unten strichen, bis zu seinem Bauch.
„Sag mir, was du möchtest, Samu.“
„Dich!“, sprechen war so unendlich schwierig, wenn man gerade den Verstand verlor.
„Deine Hände...deine Lippen...deinen Körper...Rik...Ich...“, während Samu, schwer atmend seine Wünsche oder wohl viel mehr sein Verlangen äusserte, strich Riku oberhalb des Tuches, welches immer noch fest um Samus Taille geschlungen war, entlang. Wobei er immer mal wieder etwas tiefer tauchte, wo er feine Härchen ausmachte.„Du machst mich wahnsinnig, Rajamaa.“ Samu wollte sich in Rikus Umarmung umdrehen und ihn endlich küssen.
Doch Riku hinderte ihn daran. „Jetzt verwöhne ich dich! Oder hast du...“
Samu schüttelte den Kopf.„Ich bin doch nicht bescheuert und mach es mir selber, wenn die Hoffnung besteht, dass mich mein Gitarrengott irgendwann doch noch verwöhnt. Auch wenn es mich etliche Beherrschung kostete. Denn mein Freund wird langsam aber sicher etwas ungeduldig.“
Riku konnte Samus Grinsen hören. Auch er musste grinsen. „Glück gehabt, würde ich mal sagen.“ Riku löste seinen Griff von Samu und drehte ihn zu sich um.„Mehr als Glück!“, liess Samu seine Finger durch Rikus Locken gleiten, wo sie sich, am Hinterkopf verfingen und zog Rikus Gesicht nah an seines heran. „Ich liebe dich, Riku Juhani Rajamaa!“, flüsterte Samu und legte seine Lippen auf Rikus Lippen, um so endlich einer dieser ersehnten Küsse zu erhaschen und zu fordern. Sanft, drückte Samu ihn gegen die Tür und seinen Körper gegen den von Riku. Beiden entwich ein leises Stöhnen, als sie sich, nach Luft ringend, von einander lösten.
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Leave the past behinde
FanfictionEin einziger Moment, kann dein ganzes Leben verändern... Mit dem Moment, als Riku Rajamaa, Musiker aus Leidenschaft und begnadeter Gitarrist, das Studio betritt, verändert sich nicht nur die Situation der finnischen Band Sunrise Avenue. Auch sein e...
