Kapitel 122

223 8 0
                                        

Ein Seufzen und etwas, was sich neben ihm bewegte, holte Samu aus seinem Schlaf heraus. Es war nicht das erste Mal, dass er kurz erwachte. Wohl aus Angst, nicht zu hören, wenn Riku ihn brauchte. So musste es einer Mutter gehen, die jeden Pieps ihres Kindes hörte. Als Samu die Augen öffnete, sah er, wie sich Riku quälte, auf zu sitzen. „Hast du Schmerzen?“ Lediglich ein Nicken kam als Antwort. „Bin gleich wieder bei dir.“ Sprang Samu aus dem Bett. Riku hatte ihn noch nie so schnell wach gesehen. Ein verliebtes Lächeln, legte sich auf seine Lippen. Neben dem schmerzverzerrten Gesicht. „Hier.“ Überreichte Samu ihm ein Glas Wasser und eine Tablette. Vor ihm kniend, musterte Samu Riku, wie er das Glas leerte, nach dem er die Tablette geschluckt hatte. Riku strich ihm durch die Haare, die Samu in alle Himmelsrichtungen anstanden. „Komm mal her.“ Legte er seine Hände an Samus Nacken. Er konnte sich gerade nicht zu seinem Freund runter beugen. Doch brauchte Riku ganz dringend einen Kuss. Samu, immer noch auf seinen Knien, richtete sich etwas auf, dass er auf selber Höhe wie Riku war. „Guten Morgen, Grosser!“ Zog ihn Riku an seine Lippen. Samu seufzte. „Du siehst müde aus. Hast du nicht gut geschlafen?“ Nuschelte Riku an Samus Lippen. Dieser zuckte mit den Schultern. „Dann kuscheln wir uns am besten noch etwas ins Bett unter die warme Decke. Heute wird ja ohnehin nichts mit Einkaufen.“ Grinste Riku leicht. „Das kommt dir gelegen, was?“ Riku nickte. „Ohne Schmerzen, wäre es noch besser. Aber es ist erträglich.“ – „Ich hole noch kurz die Salbe. Leg dich schon mal wieder hin.“ Stand Samu auf. Riku tat, wie Samu es wollte. „Mein armer Schatz!“ Riku spürte Samus warmen, leicht feuchten Lippen an der schmerzenden Stelle. Die schon alle möglichen Farben angenommen hatte. Allem voran dunkel Violett, ja fast schon schwarz. „Das tut gut! Kannst du das den ganzen Tag tun?“ Riku spürte ein Grinsen an seiner Haut. „Jetzt gibt es erst einmal Salbe und eine Kuscheleinheit.“ Es wurde leicht kalt, als Samu, so sanft wie er ihn eben geküsst hatte, die Salbe auf trug. Noch einmal im Bad verschwunden, schlüpfte Samu endlich zu Riku unter die Decke. „Näher Samu. Ich bin nicht aus Glas.“ Zog Riku einen Schmollmund, als Samu einen Abstand zwischen ihnen liess. Das konnte er jetzt echt nicht bringen. Sehnte sich Riku doch so sehr nach Samu. „Bitte!“ Der Hundeblick zum Schmollmund, funktionierte immer. „Ja, ich sag dir, wenn ich Schmerzen habe. Und jetzt, hör auf zu denken und küss mich endlich. Ich habe keine Lust, immer an meinen Rücken denken zu müssen.“ Fiel Riku Samu ins Wort, als dieser gerade Luft holte, etwas zu sagen. Statt einer Antwort, strich Samu über Rikus Lippen. Mit den Seinen und seiner Zunge. Bettelte um Einlass, um Rikus Zunge zu schmecken und sie ihn einen zaghaften Tanz zu verwickeln. Wobei es eher ein um einander herum Schlängeln und Schleichen war. Samus Hände, lagen an Rikus Wange und verkroch sich in seinen Haaren. Riku konnte vollkommen abschalten. Seine Arme, hatte er um Samus Hals geschlungen und die Finger in den blonden Haaren vergraben. Für einen kurzen Moment, vergass er seine Schmerzen. Bis Samu dies ebenfalls tat und Riku auf die Matratze drückte. Er halb auf Riku. „Aua!“ Entwich es Riku in den Kuss hinein. „Scheisse! Tut mir leid!“ Liess Samu, ruckartig von Riku ab. „Alles gut!“ Riku drehte sich wieder mehr auf die Seite und lächelte Samu an. „Weiter machen, Samu. Bitte!“ Samu legte sich auf den Rücken und sah aus dem Dachfenster. „Es schneit“, sagte er leise. „Samulein.“ Flüsterte Riku. Er war näher an seinen Liebsten heran gerutscht. Sein Gesicht, war jetzt ganz nah bei dem von Samu. Dieser bräuchte nur seines zu drehen und schon könnten sich ihre Lippen wieder treffen. Doch er starrte weiter aus dem Fenster über ihnen. Riku liess sich davon nicht beirren. Er wusste, was sein blonder Finne brauchte, um ihm seine Aufmerksamkeit zu schenken. So küsste er sich, so gut es ging, über Samus Wange. Liess seine Nasenspitze folgen, die den selben Weg entlang strich. Samu schloss die Augen. Der Lockenkopf war einfach unverbesserlich. Nichts hielt ihn davon ab, das zu bekommen, was er wollte. Rikus Finger, strichen über Samus Brust. Zogen Kreise um dessen Nippel, bis sie hart wurden. Tief, atmete Samu durch. Jeder Muskel, zog sich unter Rikus Berührung zusammen, die dieser weiter bis zum Bund seiner Hose zog. „Lass das!“ Stoppte Samu Rikus Hand, die in seine Boxer schleichen wollte. „Dann küss mich, verdammt noch mal endlich!“ Raunte Riku an Samus Ohr. Dem kam Samu dann auch endlich nach. Ein sanfter Kuss folgte, der kaum mehr enden wollte. Dies, hinderte Riku jedoch nicht daran, seine Hand doch noch in Samus Boxer zu schieben. Leicht legte er sie auf die Beule und knetete sie. Samu schnappte nach Luft und presste seinen Kopf gegen Rikus Schulter, als dieser nicht mit dieser süssen, kleinen Folter aufhörte. „Rik!“ Stöhnte er an dessen Hals. „Geniesse es einfach!“ Das, musste er ihm nicht zweimal sagen. Samu genoss es immer. Jede noch so kleine Berührung. Und diese hier, war so klein, mit einer jedoch umso grösseren Wirkung. Riku knetete unbeirrt weiter. Seine andere Hand, war in Samus Haaren vergraben und drückte ihn fest gegen seinen Hals. Samus Stöhnen wurde lauter. Es wurde von Rikus Hals gedämpft. Ein Zittern durchfuhr seinen Körper, als er endlich los liess. „Danke!“ Kam heiser von Samu. „Immer wieder gerne! Wenn wir die Zeit, die uns bleibt, nicht mit Sex nutzen können, dann kann ich dich auch ein bisschen verwöhnen.“ Grinste Riku und drückte Samu einen Kuss aufs Haar. „Und was ist mit dir?“ – „Ich verspüre gerade keine Lust auf Sex.“ Mit grossen Augen, sah Samu seinen Freund an. „Das wird aber wieder kommen? Oder?“ – „Bestimmt.“ Riku umschloss Samus Lippen mit seinen. „Jetzt habe ich Hunger.“ Löste sich Riku irgendwann von Samu. „Dann hole ich dir was.“ Samu wollte schon unter der Decke hervor kriechen, als Riku ihn zurück hielt. „Hilf mir bitte beim Anziehen. Ich möchte mit nach unten kommen.“ Samu nickte. Noch nie, hatte Riku so lange, um aus dem Bett zu kommen, sich an zu ziehen und nach unten zu kommen. Samu half ihm bei allem. Er war einfach zu süss. „Du wirst mir nicht helfen.“ Riku wollte gleich in die Küche. „Es wird nicht gemault, Rik.“ Dieser verdrehte die Augen und setzte sich auf das Sofa. Zehn Minuten später, kam auch schon Samu, mit einem vollen Tablett. Den restlichen Tag, wurde gekuschelt. Medizin eingenommen und Salbe eingestrichen. Ein bisschen geknutscht wurde auch noch. Ziemlich früh, nachdem sie heute noch einmal den Anlauf, Pizza zu machen starteten, der sogar klappte, ging es ins Bett.

Leave the past behindeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt