Wie so oft, wenn die Jungs zusammen im Ausgang waren, wurde nun die Nacht zum Tag gemacht. Und diese erste Bar, diente nur als ihr Aufwärmen. Langsam aber sicher, hatte sich Riku, während der Tour, eine gewisse Routine angeeignet. Und Samu musste feststellen, dass er immer wie besser mit ihnen allen mithalten konnte. Auf Samu, wirkte es jedoch auch noch so, als wolle er sich, den kleinen Frust, der Mia und die Tatsache, dass sie ein Fan war, bei ihm ausgelöst hatte, von der Seele trinken. Samu liess ihn und unterstützte ihn, indirekt, auch noch dabei. Vielleicht nicht gerade das, was ein Freund machen sollte. Doch wollte Samu nicht, dass Riku den Rest des Abends Trübsal blies. Es war schliesslich ein Freudentag.
„Ich muss jetzt echt ins Bett.“, jammerte Riku etwa schon zum gefühlt tausensten Mal. Jede Stunde, bekamen dies die Jungs zuhören.
„Ach komm schon Riku. Einen nehmen wir noch und dann gehen wir zusammen.“, darauf Samu. „Ausserdem, wollten wir doch noch in die Karaoke Bar.“ Samu lenkte Riku von dem Gedanken 'Bett' erfolgreich ab.
„Dann aber jetzt. Sonst versauern wir hier noch.“ Riku schnappte sich seine Jacke und verliess die Bar. Grinsend und Schulterzuckend, folgten ihm die anderen. Von da an, war das Bett und der Schlaf, den alle dringend gebraucht hätten, auch bei Riku vergessen. Die Jungs mischten die Karaoke Bar auf und sorgten einmal aber heftig, für grandiose Stimmung. Schlussendlich, war es Riku, der nicht mehr zu bremsen und aus der Bar zu kriegen war. Bis auf den Zeitpunkt, als er echt einen sitzen hatte und kaum mehr alleine steh, geschweige denn gehen konnte.
„Ich bring unseren Gitarrengott besser mal ins Bett.“, grinste Samu, als er Riku zu sah, wie er es gerade noch so schaffte, von der Toilette, bis zu ihrem Tisch zu kommen. Wie er es überhaupt alleine bis zur Toilette und das ganze drum und dran geschafft hatte, blieb allen ein Rätsel. Eines, über welches sie sich auch nicht Gedanken machen wollten.
„Schaffst du es alleine, Samu?“ Raul sah ihn fragend an. Denn Samu war von nüchtern, auch schon lange weit entfernt.
„Wird schon schief gehen.“, grinste er dümmlich und schnappte nach Rikus Arm, der gerade gefährlich taumelte. „Komm Rik. Wir gehen ins Bett.“, er legte Rikus Arm um seinen Hals und legte seinen eigenen Arm um Rikus Taille.„Zusammen?“ Riku grinste Samu an. Dieser schüttelte lachend den Kopf.
Mit Müh und Not, verfrachtete Samu seinen Freund in das Taxi, das sie beide zum Hotel zurück brachte. Dabei summte Riku fröhlich vor sich hin. Samu musste schmunzeln. Mia war vergessen. Zumindest im Moment.
„Schscht Riku. Nicht so laut.“ Samu versuchte Riku zum Schweigen zu bringen, der lauthals sang, als sie durch die Lobby torkelten. Dabei musste er selber ein schallendes Lachen unterdrücken.„Schamu...isch glaube, isch bin etwas betrunken.“, lalte Riku, als sie im Fahrstuhl waren. Er lehnte mit dem Rücken an die Wand.
Samu, prustete los. „Das glaube ich auch, Rikulein.“
Rikus Kopf fiel nach vorne auf Samus Schulter. „Nicht Schlafen. Komm mit.“ Samu packte seinen Freund wieder unter den Armen und machte sich auf den Weg zu ihrem Zimmer. Ja, die Zwei teilten sich in Berlin das Zimmer.
Samu musste kurz innehalten, als die Tür ins Schloss fiel. Denn seine Kräfte, verliessen ihn auch langsam aber sicher. Er lehnte Riku gegen die Wand und zog ihm seine Jacke und das Shirt aus. Die Hose, öffnete er ihm auch gleich. Danach packte er Riku auf das Bett. Zog ihm Schuhe und Hose aus und deckte ihn zu.
„Schamu...isch hab disch lieb.“, brummte Riku bereits halb im Schlaf.
Samu musste lächeln. „Ich hab dich auch lieb, Rik.“, er strich seinem besten Freund über die Haare. Zog sich dann aus und legte sich ebenfalls ins Bett. Was für ein Abend, grinste Samu und schlief mit diesem Gedanken ein.
Durch ein Stöhnen, Ächzen und schlussendlich Rumpeln, wurde Samu aus seinem Schlaf geholt. Samu hatte keine Ahnung, wie spät es war oder wie lange er geschlafen hatte. Nach seinem Körpergefühl her, nicht sehr lange. Nachdem Licht, welches in das Zimmer schien, war es schon wieder hell. Das war durchaus möglich. Sah er doch schon einen leicht hellen Streifen am Himmel, als sie zum Hotel fuhren. Verschlafen, setzte Samu sich auf. „Rik?“, keine Antwort. „Geht es dir gut?“
„Boah, scheisse ist mir schlecht.“, klang es von ziemlich weit her.
„Wo bist du denn?“ Samu war nicht fähig, seine Orientierung zum Laufen zu bringen. Kurz darauf, tauchte ein verwuschelter Riku neben dem Bett auf. Sein Gesicht war weiss wie die Lacken. „Was machst du am Boden?“ Samu rieb sich über die Augen.
„Ich hab mich neben das Bett gesetzt, als ich vom Klo kam.“, erschöpft legte Riku den Kopf auf die Matratze.
Samu entfuhr ein lautes Lachen. Was er jedoch schnell wieder beendete, da auch er seinen Kopf spürte.„Ha ha, sehr witzig.“
„Musstest du etwa...“, eigentlich war die Frage überflüssig, wenn man sich Riku ansah.
„Was denkst du denn? Ich trinke nie mehr Alkohol.“
Samu legte sich quer über das Bett und strich durch Rikus leicht verschwitzten Locken. Sie mussten sich doch tatsächlich ein Doppelbett teilen, da es keine anderen Zimmer mehr hatte. Doch es klappte ganz gut. „Armer Gitarrengott! Du wirst dich schon daran gewöhnen.“
Als Riku den Kopf hob, grinste ihn Samu an. Er machte zwar einen etwas fitteren Eindruck. Doch auch er war ziemlich bleich und die Ringe unter seinen Augen, sprachen eine andere Sprache. „Will ich nicht.“, maulte Riku in die Matratze.
„Ich weiss! Jetzt bringen wir Rikulein erst mal wieder in sein Bett.“ Samu stieg vorsichtig aus dem Bett. Auch sein Kopf dröhnte und das Zimmer fing sich an zudrehen.
„Lass mich doch einfach so sitzen. Das Zimmer dreht sich gerade nicht mehr so schnell.“
Doch Samu war Freund genug, dass er Riku jetzt nicht einfach hängen lassen konnte. Auch wenn er selber den Alkohol auch reichlich zu spüren bekam. Samu hatte Riku, mehrheitlich in diese Situation gebracht, also konnte er ihn jetzt nicht einfach so hängen lassen.„Komm schon Rajamaa, hilf ein bisschen mit.“ Samu packte Riku unter den Armen und legte ihn zurück auf das Bett. „Ah, verdammte schwerst Arbeit zur frühen Stunde.“, jammerte Samu, als Riku endlich wieder im Bett war und setzte sich auf den Bettrand.
„Selber Schuld.“, nuschelte Riku zwischen den Kissen hindurch. „Hast du wenigstens was gegen diese höllischen Kopfschmerzen?“
„Bring ich dir, wenn sich das Zimmer aufgehört hat zu drehen, wie ein Karussell.“, hielt sich Samu den Kopf.
Riku lachte kurz auf, stoppte jedoch stöhnend wieder damit. Was waren sie für ein jämmerlicher Haufen.
Samu stand vorsichtig auf und tappte ins Bad. So musste es sich, bei Sturm auf hoher See, an fühlen. Doch Samu schaffte es doch tatsächlich, zwei Gläser mit Wasser zu füllen, eine Schmerztablette darin auf zulösen. Und er brachte sie sogar heil und samt Inhalt, ins Zimmer.
Samu setzte sich zu Riku auf das Bett. „Hier“, hielt er ihm ein Glas hin. Riku sah das Glas kritisch an. Das Gesprudel, sah nicht sehr appetitlich aus. „Entweder das oder die Kopfschmerzen. Auf drei?“
Riku nickte leicht. „Kippis!“, grinste Samu. Es schüttelte beide.
„Boah Haber, was ist das für ein ekliges Zeugs?“
„Ein Wundermittel!“, sie stellte die Gläser auf den Nachtisch. „Ist dir noch immer übel, Rik?“
„Kaum. Ich will nur noch etwas schlafen.“, mit diesen Worten, kuschelte sich Riku wieder zu seinem Kiss und unter die Decke. „Solltest du auch, Grosser.“
„Und ob ich das sollte.“, rieb Samu sich seine Schläfen. „Tat ich auch, bis mich etwas geweckt hat.“
Riku streckte Samu die Zunge raus. „Tut mir leid.“, folgte darauf jedoch noch brummend.
„Schon in Ordnung!“ Samu mochte jetzt nicht mit Riku diskutieren. Denn er brauchte dringend noch eine Mütze Schlaf. So tat Samu es Riku gleich und legte sich wieder neben ihn.„Du bist ein wahrer Freund.“, grummelte Riku schon halb im Schlaf und kuschelte sich seufzend an Samu. Dieser musste leise lachen und legte seinen Arm um Riku. „Schlaf schön, Rik.“, schloss er die Augen.
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Leave the past behinde
FanficEin einziger Moment, kann dein ganzes Leben verändern... Mit dem Moment, als Riku Rajamaa, Musiker aus Leidenschaft und begnadeter Gitarrist, das Studio betritt, verändert sich nicht nur die Situation der finnischen Band Sunrise Avenue. Auch sein e...
