Kapitel 67

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Am nächsten Tag, brachten Samu und Riku ihren Umzug zu einem Ende. Beide waren sie froh darüber, da es in zwei Tagen dann auch los ging mit der Tour. So konnten sie Zuhause noch etwas Ordnung schaffen, damit sie nicht in ein halb eingerichtetes Haus zurück kamen, nach der Tour. Ihre Wohnungen, liessen sie putzen. So viel Luxus, musste dann doch einfach sein.
Zufrieden ging Riku, am letzten Tag, den sie Zuhause waren, durch das Haus, um sich noch einmal, in aller Ruhe um zu sehen. Samu war während dessen Einkaufen gegangen. Seit er das erste Mal da war, hatte Riku noch nicht wieder so richtig Zeit, um sich um zu sehen. Doch jetzt, da alles, mehr oder weniger eingerichtet war, nahm sich Riku die Zeit. Denn so ganz angekommen, war es immer noch nicht, dass er nun, gemeinsam mit Samu hier leben würde. Es war nicht mehr bloss ein Wohnen, wie in ihren beiden Wohnungen. Es war jetzt ein gemeinsames, mit einander Leben. Das klang schön und Riku durchflutete ein angenehm warmes Gefühl. Seufzend, liess er sich auf den Stufen hinter dem Haus nieder und schloss die Augen. Seit Wochen, konnte er endlich mal wieder richtig durchatmen. Alle Anspannung wegen den Jungs, dem Album und der Tour, fiel in einem Mal von Riku. Gleichzeitig wurde er von einer grossen Entspannung erfasst. Und dem Gefühl angekommen zu sein. Das erste Mal in seinem Leben, nachdem Riku sich der Musik verschrieben hatte, war da wieder dieses Gefühl, am richtigen Ort zu sein und verstanden zu werden. Zu lange, hatte sich Riku wieder nach diesem Gefühl gesehnt, dass es sich jetzt, umso besser anfühlte und ihn einfach nur unglaublich glücklich machte. Der unverkennbare Duft und die warme, starke Brust, die sich gegen Rikus Rücken schmiegte, machten es, in dem Augenblick und überhaupt alles, perfekt und vollständig.
Samu hat ihn gesehen. Riku. Nicht bloss den realitätsfernen Musiker, der in seinen Träumen lebte. So sah ihn seine Ex. Das hatte sie ihm oft genug zu spüren gegeben und ihm am Ende auch noch an den Kopf geworfen, als Grund, für ihre Untreue. Also war er der Arsch. Aber das wusste er schon zuvor. Doch bei Samu, fühlte sich Riku endlich und das erste Mal in seinem Leben, abgesehen bei seiner Familie natürlich, richtig und verstanden. Samu hatte ihn von Anfang an genommen, wie er nun mal war. Sah den Riku, den er selber viel zu lange versteckte und holte ihn aus diesem Versteck hervor. Langsam aber stetig. Bis Riku wieder sich selber war. Und damit auch zufrieden. Man schätzte und liebte ihn für das und den er nun mal war und nicht dafür, dass er sich verstellte und verbog.
Samu legte seine Arme um Riku, den er draussen vor fand, als er vom Einkaufen nach hause kam. Seine Wange, lehnte er, nachdem er ihm einen Kuss darauf hauchte, an die von Riku. Dieser liess sich in diese Umarmung und die Geborgenheit fallen. „Ich habe endlich das Gefühl, angekommen zu sein.“ Flüsterte Riku nach einer Weile der Stille. Samus Arme zogen sich noch enger um Riku. „So sollst du dich auch fühlen, mein Schatz. Immer.“ Liebevoll küsste er noch einmal Rikus Wange.
„Lass mich dich jetzt endlich mal wieder lieben!“ War Samus Stimme nur noch ein Flüstern. Seine Finger, hatten sich schon unter Rikus Shirt verirrt und hinterliessen dort eine Gänsehaut, wie sie Riku schon zu lange nicht mehr hatte, er sie jedoch mochte, wenn sie von Samus Händen ausgelöst wurde. „Was ist mit dem Essen, Samu?“ – „Bitte, Rik!“ Flehte Samu. ‘Himmel Rajamaa, seit wann muss dein Freund so sehr darum betteln, dass er dich lieben darf?’ Fluchte seine innere Stimme. Ja seit wann? Das war eine gute Frage. Samu ging nicht auf Rikus Frage ein. Seit wann liess er sich darauf ein, zu betteln? Riku würde ihm ohnehin nicht mehr lange widerstehen können. Also strichen seine Hände, Rikus Shirt nach oben. Gleichzeitig küsste er sich über die freigelegte Haut an dessen Rücken, die so köstlich schmeckte, dass Samu ein Seufzen entwich. Wie auch eines, gleich darauf, aus Rikus Mund an Samus Ohr drang. Triumphierend grinsend strich Samu das Shirt auch vorne nach oben und zog es gleich darauf über Rikus Kopf. Gegen Samu, war Riku machtlos. Der musste ihn nur anschauen und Riku war ihm verfallen. Mit Haut und Haaren. Und seinem Herz so wieso. „Ich will dich, Gitarrengott!“ Samus Stimme, wurde um mindestens zwei Oktaven tiefer, als er ihm die Worte ins Ohr raunte. Riku wollte ihn auch. Er brauchte ihn so sehr. Durch den Umzug, rückte das Ausleben ihrer Zweisamkeit, etwas in den Hintergrund. Oder sie waren danach so müde, dass sie einfach nur noch schliefen. Um so mehr, brodelte es nun, da sie endlich wieder entspannen und sich gehen lassen konnten, in ihnen beiden. „Morgen fängt die Tour an. Da können wir nicht einfach, wann wir gerade das Bedürfnis danach haben, übereinander herfallen. Ausser sie lassen uns viel Zeit zum Duschen, nach den Konzerten.“ Grinste Samu spitzbübisch. Ohne dabei seine Streicheleinheiten und Küsse zu unterbrechen. „Du bist so doof.“ Musste auch Riku lachen, welches sich mit einem erneuten Seufzen vermischte. „Sag mir, dass du mich auch willst.“ Riku legte seinen Kopf nach hinten. Samus Hände, arbeiteten sich von Rikus Hosenbund, nach oben. Bis sie in Rikus Haaren verschwanden. Seine Lippen küssten sich über Rikus Hals, zu der empfindliche Stelle hinter seinem Ohr. Knabberte an diesem. Liess seine Zunge darin verschwinden. Samu gab sich ganz seinen Empfindungen hin, die ihn gerade wieder überfielen, wie eine Welle, die vom Meer her, an den Strand rollt. Riku konnte Samus Welle der Empfindungen spüren. Sie nahm auch ihn mit. Er liess seine Hände an Samus Armen entlang gleiten. Wenn er ihn nicht bald...nein gleich...ganz nah an sich spürte, würde er wahnsinnig werden. „Ich will dich Samu! Jetzt!“ Samu hielt in seinem Tun inne. Löste seine Finger aus Rikus Haaren und stand auf. Ohne etwas zu sagen, zog er Riku mit sich auf, hinter sich her ins Haus und die Treppe rauf in ihr Schlafzimmer. Kaum in diesem angekommen, lagen seine Lippen auch schon wieder auf denen seiner grossen Liebe. Sachte, ohne Hast, erkundete er Rikus Lippen und Mund, als wäre es das erste Mal. Seine ganze Liebe, legte er in diesen Kuss. Der Rest des Tages, würde ganz ihrer Liebe gehören. Hier, in ihrem neuen Zuhause, konnten sie sie noch einmal frei und ungezwungen ausleben und geniessen. Genau dies, wollten sie auch tun. Die Kleider, hatten ihren Weg auf den Boden gefunden. Nackt, standen sie eng aneinander geschmiegt da und bekamen nicht genug von ihren Küssen. Sachte, drängte Samu Riku auf das Bett, ohne dieses süsse Spiel ihrer Lippen und Zungen, zu unterbrechen. Ein leises Keuchen entwich Riku, als er Samus Mitte, hart auf seine gepresst spürte. Leicht rieb Samu sich, ein paar Mal, an Riku, bevor er sich in einer Bewegung, in ihn schob. „Mmmm...aaaaa...“ Liess Riku seinen Empfindungen bereits jetzt freien Lauf. Es fühlte sich himmlisch an. In der Missionarsstellung, so wie er sonst nur mit Frauen Sex hatte, tat Samu es mit Riku noch nie. Doch heute, war ihm nach ganz viel Zärtlichkeit, die er seinem Liebsten, am besten so schenken konnte. Langsam, liebevoll und voller Hingabe, schenkte Samu sich Riku. Mit seinen sanften, aber bestimmten Stössen. Seinen Lippen, die immer wieder die von Riku suchten. An seinen Hals oder seine Brust wanderten. In alles, legte er all seine Liebe für Riku, dass es diesen, einmal mehr, schwindeln liess. „Samu...Ich...aaaa...liebe dich!“ Kam stöhnend und seufzend, abgehakt aus Rikus Mund. Denken, sprechen, überhaupt irgendwas machen, ausser geniessen und sich voll und ganz in diesen unglaublichen Moment und Samus Liebe, fallen zu lassen, war ein Ding der Unmöglichkeit. Doch das reichte schon. Mehr brauchte Riku nicht. Samu und die Gewissheit, von ihm geliebt zu werden. Genau dies, tat er gerade. Mit seinem Herzen, seiner Seele und seinem ganzen Körper. Riku schmolz dahin. Seine Hände, glitten unaufhaltsam über Samus nackten Rücken. Krallten sich in Samus Hintern fest, um den Druck zu vergrössern. Riku legte seine Arme um seinen Schatz und zogen ihn fest an sich heran, um Samu ganz nah zu spüren. Bedeckte, so wie es auch Samu tat, sein Gesicht und den Hals, mit hauchzarten, von Liebe getränkten Küssen. So versanken sie in einem gleichmässigen Rhythmus. Gingen unter im Strudel aus Lust, Begehren, Verlangen Hingabe und Verzehren des anderen, dessen Körper, mit dem eigenen verschmolz und zu einem wurde. Zwei Körper, zwei Herzen, zwei Seelen, eine endlos tiefe, unerschütterliche Liebe, die niemals enden wird und ewig halten würde. Jedes Tiefe, dunkle Tal und jeden Sturm hindurch. Der Rhythmus wurde kraftvoller und Samus Stösse tiefer. Rikus Begehren grösser. Fest aneinander geklammert, bewegten sie sich, gemeinsam dem erlösenden Höhepunkt entgegen, den beide noch lange hinauszögern wollten und gleichzeitig so sehr herbei sehnten. Einen Höhepunkt, den beide, in diesem Ausmass und dieser Intensität, noch nie erlebt hatten. Auch nicht zusammen. Er liess sie endlos lange, hoch und weit fliegen. Trug sie von einer Welle zur nächsten, bis sie kleiner und schwächer wurden. Sachte landeten sie, eng umschlungen, auf dem Boden ihrer Liebe. Küssend und den anderen liebkosend.

Nachdem Samu Riku unter die Dusche trug und ihn und seinen kleinen Freund, dort noch einmal verwöhnt hatte, ging Riku runter in die Küche, um sich nun doch noch um das Essen zu kümmern. Er hatte einen mächtigen Hunger. „Die hier, brauchen wir.“ Stellte sich Samu, kurz darauf, dicht hinter Riku, der gerade vor dem offenen Kühlschrank stand, und griff nach den Würsten darin. Etwas verwirrt, wie schnell er hinter ihm stand und auch schon wieder weg war, bevor Riku richtig registrieren konnte, drehte er sich zu diesem um. „Du trägst nur ein Handtuch.“ – „Mmmm...bin ja Zuhause“, sagte Samu beiläufig, während er die Würste auspackte. Dabei zierte ein Grinsen seine Lippen. „Wird das jetzt immer so sein?“ Wollte Riku wissen. „Wenn niemand was dagegen hat.“ Samu sah zu Riku, der ihn immer noch musterte. „Du siehst aus, als würdest du mich gerade in dem Augenblick, das erste Mal so sehen. Und als würden wir was machen, was nicht richtig ist.“ Samu überbrückte den Abstand zwischen ihnen und liess einmal seine Finger über Rikus nackte Haut gleiten. „Was ist los?“ – „Ich weiss nicht, ob ich dir jemals widerstehen kann, wenn du immer so herum läufst.“ Antwortete Riku wahrheitsgetreu und wurde gleichzeitig verlegen. Samus Mund verzog sich zu einem schiefen Lächeln. „Das musst du auch nicht. Heute nicht. Und auch sonst nicht, wenn wir Zuhause sind. Aber, ich kann mir auch eine Hose anziehen, wenn dir das lieber ist.“ Riku kaute auf seiner Lippe herum. Eigentlich ja nicht. Aber irgendwie...Ach er wusste doch auch nicht. „Mach mal richtig Feuer im Kamin. Bin gleich wieder da!“ Samu gab Riku einen Kuss. Seufzend sah Riku ihm hinterher, bevor er sich dem Kamin widmete. Als Samu wieder nach unten kam, brodelte schon ein prächtiges Feuer und eine ziemliche Wärme, kam ihm entgegen. „Das nenn ich mal ein Feuer. Gut gemacht, mein Schatz!“ – „Danke! Was hast du eigentlich vor?“ Stand Riku auf und folgte Samu in die Küche. „Ich wollte eigentlich mit dir zu unserem See spazieren und dort bei einem Feuer, einen romantischen Abend mit Picknick verbringen. Doch das Wetter scheint zwischenzeitlich was dagegen zu haben. Also machen wir es uns hier vor dem Kamin gemütlich.“ Riku lehnte sich an die Küchenkombination und sah Samu zu, wie er Kartoffel in Alufolie wickelte und die Würste weiter auspackte. „Kannst du mir mal die Spiesse vom Kamin her holen, bitte! Die Kartoffeln, kannst du dabei schon mal ins Feuer schmeissen.“ – „Wie jetzt?“ Fragte er. „Na ja, einfach unten in die Glut.“ Stirnerunzelnd, machte Riku, was Samu ihm aufgetragen hatte. Wollte der verrückte Kerl hier tatsächlich vor dem Kamin, einen Grillabend machen? Kopfschüttelnd, aber mit einem Lächeln auf dem Gesicht, kam Riku zurück in die Küche. „Danke mein Schatz!“ Gab Samu ihm einen Kuss. Rikus verständnisloses Grinsen, war Samu nicht entgangen. „Du hältst mich für verrückt, habe ich recht?“ – „Vielleicht ein kleines Bisschen. Aber dafür liebe ich dich!“ Strich Riku ihm über die Wange. „Was willst du mit den Spiessen?“ – „Was wohl? Wie willst du die Würste sonst grillen, Rik?“ Samu sah Riku fragend an und widmete sich dem Salat und allem anderen Grünzeug und was er sonst noch eingekauft hatte. Einmal mehr, war Riku einfach nur verblüfft über seinen Freund. Es schien für ihn selbstverständlich und etwas ganz Normales zu sein, mit ihm jetzt dann gleich im Wohnzimmer zu Grillen, wenn es schon nicht geklappt hat, dies draussen am See zu machen. Allein überhaupt Samus Idee und welche Gedanken er sich immer macht, um ihm was Besonderes zu bieten, machte Riku sprachlos. „Ich liebe dich, Samu!“ Schlang Riku seine Arme um dessen Taille und schmiegte sich fest an ihn. Dieser drehte sich zu ihm um und schloss ihn in seine Arme. „Ich will einfach nur, dass du glücklich bist und du endlich das von dem Menschen den du liebst bekommst, was du verdienst!“ Samu drückte Riku einen Kuss auf die Stirn und sah ihn liebevoll an. „Denn nur das, hast du verdient, mein Schatz!“ Riku liess seine Stirn an die von Samu sinken und schloss die Augen. „Jetzt lass uns endlich unseren Grillabend beginnen.“ Versuchte Samu die Stimmung wieder etwas zu lockern. Was ihm auch gelang. Riku entwich ein Grinsen. „Kann ich dir etwas helfen?“ – „Steck die Würste an die Spiesse. Bin gleich bei dir.“ Noch einen Kuss erhaschen und dann widmete sich Samu wieder den Beilagen, während Riku die Spiesse, samt Würste nahm und sich schon mal vor den Kamin setzte. Samu kam mit allerhand Beilagen und einer Flasche Rotwein, zu Riku. „Hier, halte mal.“ Übergab er ihm etwas und stellte den Rest auf den Boden. „Ich hole noch zwei Gläser!“ Stand Riku auf und ging in die Küche. Als er zurück kam, rutschten ihm beinahe die Gläser aus der Hand, weil das Bild, was ihm geboten wurde, einfach zu lustig aussah. Samu sass vor dem Kamin und hielt die beiden Spiesse in das Feuer im Kamin. „Das muss ich festhalten!“ Lachte sich Riku schlapp. „Bleib so.“ Riku zückte sein Telefon und machte ein Foto von Samu. „Komm Rik, wir machen noch eines gemeinsam.“ Aus einem wurden natürlich mehrere, wenn Samu, die Selfiequeen, erst einmal das Telefon in die Finger bekam. Samu liess es sich danach nicht nehmen, seinen Liebsten fest an sich zu ziehen, während sie die Würste grillten. Ein zufriedenes Lächeln, lag dabei auf Rikus Lippen. Das war alles, was Samu wollte. Dieses wundervolle Lachen und dabei das Strahlen in Rikus Augen sehen. Er würde dafür sorgen, dass es niemals erlosch.
Es war einfach nur herrlich und Riku genoss diese verrückte Zweisamkeit gerade in vollen Zügen. Er hätte es sich nicht besser und perfekter vorstellen können, für ihren letzten Abend vor der Tour und ihre richtige Einweihung ihres Hauses. Ihr Wohnzimmer Picknick, war sehr lecker und Samu wusste wirklich, wie er den Menschen, den er liebte, so richtig verwöhnen konnte, dass dieser sich als der wichtigste Mensch auf der Welt vor kam. So fühlte sich Riku. „Danke für diesen tollen Abend!“ Flüsterte Riku in die Stille hinein, in der sie gerade sassen. Umgeben von der Geborgenheit und dem leisen Knistern des Feuers. In ihrem Zuhause. „Für dich doch immer, mein Schatz. Ich würde dir die Sterne vom Himmel holen, wenn ich könnte.“ Drückte Samu Riku einen Kuss auf die Stirn. „Hast du noch Platz für einen kleinen Nachtisch?“ Ohne auf Rikus Antwort zu warten, legte Samu erneut etwas, das in Alufolie gewickelt war, in die Glut des Feuers. „Schokobananen?“ – „Der ultimative Nachtisch für ein Picknick.“ Grinste Samu, stand auf und brachte die Reste des Picknicks in die Küche. Ein paar Handgriffe und alles war weggeräumt und die Abwaschmaschine lief ruhig vor sich hin. Samu sah es schon kommen, dass sie morgen dafür keine Zeit haben würden. „Hier.“ Hielt Samu Riku einen Löffel hin, als er sich wieder neben ihn setzte. Mit den weichen Schokobananen, fütterten sie sich gegenseitig. Was für ein erotisches Spiel, welches beide nicht kalt liess. Dies tat heute, grundsätzlich irgendwie nichts. Riku nahm Samu den Löffel aus den Fingern und legte die Folien beiseite. Langsam näherte er sich seinem Gesicht. „Du hast da was.“ Flüsterte Riku und leckte einmal mit seiner Zunge über Samus Lippen, bevor er diese in seinem Mund aufnahm. „Mein Schatz schmeckt nach Schokolade. Das mag ich!“ Nuschelte Riku in den Kuss hinein. Samu grinste. „Hast du schon gepackt?“ – „Du hast mir geholfen. Vergessen?“ Riku schüttelte den Kopf. „Warum fragst du dann?“ – „Weil ich von diesem Abend und vor allem von dir, heute noch nicht genug habe. Es könnte eine lange Nacht werden!“ Riku strich noch einmal über Samus Lippen, zog ihn dann auf seinen Schoss und verwickelte ihn in einen sanften, leichten Kuss. Er wollte die ungestörte Zweisamkeit, definitiv noch länger und ausgiebiger geniessen. Riku war einfach süchtig und konnte sich nicht erinnern, dies jemals auf diese Art und Weise gewesen zu sein. Der Kuss wurde schnell mal intensiver und liess ihre Zungen ins Spiel kommen. Sie schlängelten sich um einander. Strichen und tanzten. Nicht hastig, aber dennoch fordernd. Ein Kuss voller Liebe und Zuneigung. Ihre Hände, strichen dabei über den nackten Rücken des anderen. Mit den ganzen Handflächen oder ihren rauen Fingerspitzen. Eine Gänsehaut überzog sie. Leises Seufzen und Stöhnen erfüllte, zwischen den Küssen, den Raum. Unterstützt vom stetigen Knistern des Feuers, welches am niederbrennen war. Durch die wärme ihrer Körper und des Feuers, schimmerten kleine Schweissperlen auf ihrer Haut. Durch leichtes lösen ihrer Körper, entledigten sie sich ihrer Jogginghosen. Samu setzte sich wieder auf Rikus Schoss und nahm dessen stramme Männlichkeit, gleich tief in sich auf. Scharf sogen sie die Luft ein und hielten einen Augenblick inne, in dem sie sich tief in die Augen sahen und in einer zärtlichen Liebkosung ihrer Lippen verfielen. Mit leichtem Druck, drückte Riku seinen Liebsten auf die weiche Kissenlandschaft, unter ihnen. Küsste sich über seinen Hals, während er sachte anfing, sich in ihm zu bewegen. Ungehalten, stöhnten sie beide auf. Was für ein Gefühl. Eines, welches sie immer und immer wieder erleben und noch lange hinauszögern wollten. Schneller als gewollt, sprangen sie ihrer Erlösung entgegen. Nicht der Letzten an diesem Abend und in dieser Nacht. Die, wie Riku vorausgesagt hatte, lang und ausgiebig wurde.

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