Kapitel 106

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Amélies Sicht:

Ich ging mit schnellen Schritten in den Flur und wollte eigentlich raus an die frische Luft, aber dann würde ich nicht mehr rein kommen, weil sie mein Kinoticket sehen wollten und das hatte ich in der Tasche und die Tasche war bei Selena. Aus dem Grund blieb ich einfach im Flur und ging langsam hin und her. Plötzlich rief jemand meinen Namen: „Amélie!" Ich drehte mich um und natürlich kam Justin aus dem Kino gerannt. Ich sah sofort weg und schüttelte den Kopf.

„Verschwinde." murmelte ich verletzt. Eigentlich hätte ich mir denken können, dass Justin mir folgen würde. Doch ich hatte gehofft, dass er im Kino blieb.

Lass uns reden. Bitte." flehte er noch einmal, als er sich vor mich gestellt hatte. Ich versuchte wegzuschauen, aber das war gar nicht so leicht. Justin legte seine Finger an mein Kinn und drückte meinen Kopf hoch, sodass ich ihn angucken musste. Seine Augen waren glasig, trübe und irgendwie war sein Blick leer. Das waren nicht die Augen, in die ich mich verliebt hatte. Wir schauten uns eine Weile in die Augen, aber letztendlich schlug ich seine Hand weg und drehte mich um, um zu gehen. Er rannte mir natürlich wieder hinterher und stellte sich vor mich.

Fünf Minuten? Bitte!" flehte er traurig. Ich sah ihn an und gab schließlich nach. "Okay, dann rede." murmelte ich mit leiser Stimme.

Ich hab die ganze Nacht an dich gedacht. Ohne dich halte ich es nicht aus! Ich hab mir selber Ohrfeigen gegeben, weil ich dämlich war. Ich hätte dich nie schlagen dürfen! Niemals! Du weißt nicht wie sehr ich das bereue! Und Marihuana hätte ich auch niemals rauchen dürfen. Ich hab alles falsch gemacht. Ich hätte wissen müssen, dass ich dich verliere! Bitte, bitte, bitte verzeih mir! Mein Leben ist bedeutungslos ohne dich. Komm zurück zu mir. Komm nach Hause. Selbst Chio vermisst dich. Bitte.. Ich liebe dich." die letzten drei Worte flüsterte er und dabei sah er mir ganz tief in die Augen.

Es tat ihm wirklich alles leid und ich glaubte ihm, dass er es bereute, aber ich konnte ihm nicht verzeihen. Es ging einfach nicht mehr.


Ich werde nach Hause kommen, sobald Selena und Ryan wieder nach Hause fliegen. Aber ich werde nur so lange bleiben, bis ich eine Wohnung und einen Job gefunden habe." erklärte ich ihm mit zitternder Stimme.

Justin sah mich total traurig an. So fertig hatte ich ihn noch nie gesehen. In meinen Augen bildeten sich langsam Tränen, aber ich wollte jetzt nicht weinen.

Was?" fragte Justin ganz perplex. Ich schloss die Augen und atmete tief durch. Es war nicht leicht ihn so ab zu servieren, aber was sollte ich denn anderes machen? Er hatte es verbockt und ich konnte einfach keine Beziehung mehr mit ihm führen. „Selena finanziert die Wohnung erstmal, bis ich einen Job hab. Ich meine es ernst, Justin. Es ist vorbei es wird kein 'uns' mehr geben." sagte ich eiskalt. Justin lief eine Träne über die Wange. Anscheinend war ihm das egal, denn er wischte sie nicht weg. Stattdessen nahm er meine Hand in seine und legte sie an sein Herz.

„Wenn du mich wirklich verlässt, wenn du ausziehst, dann zerbricht mein Herz. Bitte sag mir, was ich machen soll um dich zurückzubekommen!" flehte er verzweifelt. Ich riss meine Hand von seiner Weg und ging einen Schritt zurück.

„Du kannst nichts mehr tun. Aber ich kann dir schon mal sagen, dass es echt dämlich von dir ist, mit Lil Twist hier aufzutauchen. Er ist kein guter Umgang für dich, Justin." murmelte ich. Justin schaute mich verwirrt an.

„Lil ist ein Kumpel von mir! Er ist wie ein Bruder für mich." sagte er.

Dann erklär mir mal bitte, wieso du gekifft hast!" schrie ich wütend. Ich hatte so einen Hass auf Lil, dass ich einfach schreien musste.

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