Kapitel 119

2K 95 22
                                        

Amélies Sicht:

Mit zitternden Knien gingen wir in unser Haus rein. Wir schauten uns überall um, aber alles sah aus wie immer. Mein Vater stürmte sofort ins Wohnzimmer und durchsuchte die Schubladen.

„Komisch es wurde nichts geklaut.. selbst die 200€ die ich in der Schublade habe sind noch da." murmelte mein Vater verwirrt.

Wir schauten auch noch in der Küche nach, aber nirgends wurde irgendwas geklaut. Meine Eltern gingen in ihr Schlafzimmer und Justin und ich gingen hoch in mein Zimmer.

Das erste, was mir auffiel war, dass mein Schreibtischstuhl an einer anderen Stelle stand.

„Justin... der Einbrecher war in meinem Zimmer." flüsterte ich ängstlich.

Justin nahm meine Hand in seine und drückte sie ein bisschen, sodass ich mich sicherer fühlte.

Ich schaute mich im Zimmer um, aber sonst war nichts verändert. Nur dieser Stuhl stand vor meinem Schrank, wo er eigentlich nicht hingehörte.

Doch dann ging mein Blick nach oben. Auf dem Schrank lag ein Kuscheltier. Ich löste mich von Justins Hand und stellte mich auf den Stuhl.

Was ich dort sah, traf mich wie ein Blitz. In das Stofftier hatte irgendjemand eine Kamera reingestopft. Vor Schreck fiel ich fast vom Stuhl, aber Justin fing mich auf und hielt mich in seinen Armen.

Ich zitterte am ganzen Körper und ich hatte Angst.

Wer war in meinem Zimmer gewesen?

Wer hatte diese Kamera installiert?

Wieso hatte dieser jemand eine Kamera in meinem Zimmer versteckt?

„Was ist los?" fragte Justin verwirrt.

„Auf dem Schrank... ist... der Einbrecher hat eine Kamera installiert." stotterte ich aufgebracht. Ich stand total unter Schock, was Justin wohl merkte, denn er nahm mich erstmal in den Arm und strich beruhigend über meinen Rücken.

Als ich mich ein bisschen beruhigt hatte, kletterte Justin auf den Stuhl und sah sich die Kamera an.

„Sie zeigt auf das Bett.." flüsterte Justin leise.

Er kam vom Stuhl runter und hielt die Kamera in die Hand. Die schmiss er auf den Boden, bevor er darauf rum trampelte, bis sie kaputt war.


Danach setzte er sich verzweifelt auf das Bett. Sein Gesicht vergrub er in seinen Händen.

„Es wurde nichts gestohlen oder?" fragte Justin sofort. Ich schüttelte den Kopf und setzte mich neben ihn. Trotzdem zitterte ich noch, denn ich fühlte mich unsicher in diesem Zimmer. Ich fühlte mich beobachtet und das machte mich fertig.

„Ich glaub es war ein Paparazzo. Er hat nichts gestohlen, er war anscheinend nicht mal wirklich in den anderen Zimmern drin. Er hat nur in deinem Zimmer eine Kamera installiert, die genau auf das Bett gezeigt hat. Er wollte Bilder, wie wir rummachen." sagte Justin ganz direkt.

Mir wurde ganz schlecht, als er mir von seiner Vermutung erzählte. Waren die Paparazzo schon so verrückt, dass sie Kameras in Zimmern installierten, nur um an 'Nacktbilder' von Justin und seiner Freundin zu kommen?

„Aber... wieso?" fragte ich ängstlich.

Justin raufte sich beinahe die Haare raus. Er sah so wütend aus, aber dazu hatte er allen Grund.

„Wieso wohl? Er will Geld! Sobald er Sexfotos oder ähnliches von uns gehabt hätte, wäre er vermutlich reich geworden! Derjenige ist einfach besessen danach, mich zu stalken. Die Kamera wurde wahrscheinlich so installiert, dass er die Live Übertragung auf seinem Laptop sehen kann. Und sobald wir angefangen hätten rumzumachen, hätte er alles auf seinem Computer gehabt und er hätte die Bilder nur noch verkaufen müssen." erklärte Justin mir wutendbrand.

...Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt