Kapitel 226

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Zeitsprung: Drei Monate später...


Amélies Sicht:


Die letzten Wochen waren extrem schnell vergangen und ich war schon fast durch ganz Amerika getourt. Mir fehlten nur noch zwei Städte und zwar: Glendale und Chicago, aber auch die würde ich meistern. Danach hatte ich eine Woche Urlaub, in der ich nach Berlin zu meinen Eltern fliegen würde. Ich freute mich schon total darauf sie wiederzusehen, denn nach dem dreitägigen Besuch am Anfang meiner Tour, hatten wir uns nicht mehr gesehen. Nur ab und zu blieben wir über Skype in Kontakt, wo sie mich zu allem möglichen ausfragten.

Unter anderem auch über Austin, den ich langsam echt süß fand. Ich freute mich jeden Morgen darauf ihn beim Soundcheck wiederzusehen, auch wenn wir eigentlich nicht zusammen waren. Er hatte natürlich immer noch Interesse an mir, was ich durch seinen Blick bemerkte mit dem er mich ansah, aber er wusste nicht, dass ich auch langsam etwas für ihn empfand.

Bei meinem letzten Interview wurde ich gefragt, ob ich Justin immer noch hinterhertrauerte. Ich hatte die Frage verneint, denn ich vermisste Justin nicht mehr. Klar, ich erinnerte mich immer noch ab und zu an die schönen Zeiten und ich bereute die Beziehung mit ihm nicht, aber ich spürte gar nichts mehr, wenn jemand seinen Namen erwähnte. Mir war auch egal, was über Justin in den Nachrichten gesagt wurde. Ständig wurden ihm irgendwelche Affären angedreht, er hatte Madison Beer und Cody Simpson als Vorband auf Tour und auch er hatte in einem Interview gesagt, dass er über mich hinweg war. Mir war es egal. Ehrlich gesagt war ich sogar froh, dass er damit klarkam, dass ich ihn verletzt hatte. Vielleicht war so etwas wie eine Freundschaft doch irgendwann noch möglich, aber erstmal wollte ich mich voll und ganz auf meine Tour konzentrieren und weiterhin heimlich für Austin schwärmen.


Gerade waren wir in Glendale, wo ich sogar zwei Konzerte haben würde. Eins heute Abend und eins übermorgen, sodass ich morgen frei hatte. Ich stand vor dem Kleiderschrank, den ich immer befüllte, wenn wir in irgendeinem Hotel waren, weil ich mich wenigstens ein bisschen wie zuhause fühlen wollte, und überlegte, was ich zum Soundcheck anziehen sollte. Mir fiel schließlich ein dunkelrotes, bauchfreies Top auf und eine kurze, etwas dunklere Hotpants. Dazu kombinierte ich mit Nieten versehene, dunkelrote High Heels die aber im Licht manchmal lila schimmerten.

Ich hatte natürlich schon geduscht, weshalb ich nur noch meine Haare föhnen musste und zwei Strähnen mal wieder mit einem Haarband an meinem Hinterkopf fixierte. Irgendwie hatte ich seit Wochen keine komplett offenen Haare mehr getragen, weil ich es hasste, wenn meine Haare in mein Gesicht fielen. Eigentlich war es schon 14 Uhr, weshalb ich mich beeilen müsste.

Als meine Frisur saß, schminkte ich mich noch dezent und dann ging ich aus dem Hotelzimmer. Tom wartete schon vor der Tür auf mich, zusammen mit Joe und Austin.


Joe war Austins Bodyguard und war vor circa zwei Monaten als Unterstützung dazugekommen, weil es manchmal echt heftig war Austin und mich aus den Hotels zu bringen, ohne zerquetscht zu werden.

Als ich Austin sah, strahlte ich über beide Ohren. Austin erwiderte mein Lächeln und umarmte mich sanft.

„Gut geschlafen?" flüsterte er in mein Ohr. Ich nickte und schaute ihm in seine braunen Augen. Sie waren fast genauso haselnussbraun wie Justins, aber natürlich konnte man die Augen der Beiden nicht miteinander vergleichen.

„Na dann wollen wir mal los!" sagte Tom lächelnd. Austin und ich gingen nebeneinander und schwiegen, aber ich spürte, wie er mich immer wieder seitlich anschaute. Immer, wenn ich ihn ansah, schaute er schnell wieder weg, als dürfte ich nicht merken, dass er seinen Blick auf mich gerichtet hatte.

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