Kapitel 245

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Amélies Sicht:


Justin und ich bewegten uns weiter im Takt der Musik und sahen uns dabei tief in die Augen. Wir schwiegen einfach nur und genossen den Moment, den wir zu zweit miteinander verbringen konnten. Er hatte mir ein verdammt großes Geburtstagsgeschenk gemacht, indem er hier aufgetaucht war. Ohne ihn wäre die Party nur halb so schön gewesen.

„Du siehst übrigens toll aus, Amélie." flüsterte er schließlich. Ich sah kurz an mir herunter und betrachtete das rosafarbende Kleid, welches Austin mir extra für meinen Geburtstag geschenkt hatte.

„Danke, das Kleid hat Austin mir geschenkt!" sagte ich lächelnd. Justin grinste und sah kurz zu Austin, der sich mit einigen Gästen unterhielt.

„Er hat einen sehr guten Geschmack und ich glaub er ist gerade ein bisschen eifersüchtig." murmelte Justin, ohne seinen Blick von Austin zu lösen. Auch ich schaute nun zu meinem Freund, der sich zwar mit Lukas unterhielt, aber trotzdem immer wieder verletzt zu Justin und mir schaute. Beruhigend warf ich ihm einen Handkuss zu und brachte Austin damit ein bisschen zum Lachen.

„Wundert mich nicht... immerhin tanze ich gerade mit meinem... Ex."

Es war komisch Justin so zu bezeichnen, aber wir hatten nun mal eine gemeinsame Vergangenheit und daran würde sich nie wieder etwas ändern.

„Aber er weiß doch, dass wir nur beste Freunde sind, oder?" wollte Justin verwirrt wissen. Ich nickte und spürte wieder dieses leichte Kribbeln, als Justin mich ansah.

„Ich sollte jetzt trotzdem zu ihm zurück. Wir sprechen uns um Mitternacht." sagte ich und gerade als ich verschwinden wollte, drückte Justin mir noch einen Kuss auf die Wange. Ich spürte, wie sie leicht rot wurde und ging zu meinem Freund zurück, der Justin eifersüchtig musterte.


„Können wir mal unter vier Augen reden?" fragte er mich schließlich. Ich sah zu Justin und nickte Austin zu, der meine Hand nahm und mit mir an der Bar vorbei ging bis in den Abstellraum, wo die ganzen Getränke gelagert wurden.

Er lehnte sich mit dem Rücken gegen die Wand und sah mich traurig an.

„Ich versuche wirklich nicht eifersüchtig zu sein und ich mag Justin ja, aber ihr zwei macht es mir echt schwer." gestand Austin ehrlich.

Ich seufzte und schaute auf den Boden, bevor ich meinen Blick wieder auf ihn richtete.

„Schatz... ich weiß, dass der Tanz mit Justin dich gerade verletzt hat und es tut mir leid, aber er ist mein bester Freund! Ich wäre an deiner Stelle auch eifersüchtig, aber bitte vertraue mir einfach." flüsterte ich leise.

Ich konnte ihn voll verstehen, dass er verletzt und eifersüchtig war, aber ich konnte nicht den Kontakt mit Justin abbrechen, nur weil ich einen Freund hatte.

„Aber.. Amélie ich habe eure Blicke gesehen. Ihr habt euch angesehen als wärt ihr verliebt und wenn ich nicht hier gewesen wäre, dann hättet ihr euch bestimmt gekü.."

„Hör auf so etwas zu sagen, Babe!" Ich ging zu ihm und nahm seine Hände in meine. Er sah mir in die Augen und ich konnte den Schmerz in ihnen sehen.

„Ich hab viele Jungs belogen und verarscht und das will ich nicht noch einmal machen, deswegen bin ich jetzt vollkommen ehrlich zu dir. Ja, Justin und ich haben uns nicht wie beste Freunde angesehen, aber das hat nichts damit zu tun, dass wir ineinander verliebt wären, denn das sind wir nicht! Ich habe ihn so angesehen, weil ich an meinen 19. Geburtstag gedacht habe, als er mir den Antrag gemacht hat. Ich habe in Erinnerungen geschwelgt und deswegen sah mein Blick so verträumt aus. Ich weiß, du wirst nicht gerne daran erinnert, dass Justin und ich verlobt waren, aber ich will ehrlich zu dir sein." sagte ich ihm mit ernster Stimme.

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