Amélies Sicht:
Beim Essen redeten wir über alles Mögliche. Die meiste Zeit erklärte Scooter mir allerdings wie Stolz er auf mich war und wie dankbar er Mac war, dass er mit mir den Song aufgenommen hatte.
Wir bestellten uns alle einen Hauptgang und danach noch ein Dessert und vergaßen dabei total die Zeit.
Erst gegen 23 Uhr traten wir die Rückkehr zum Hotel an. Mac und ich alberten im Auto die ganze Zeit rum, was Scooter mal wieder nicht mitbekam, weil er zu sehr an seinem Handy beschäftigt war. Der Job als Manager war wohl nicht ganz so leicht.
Als wir das Hotel erreicht hatten, verschwand Scooter sofort in seinem Zimmer, das direkt neben Macs Zimmer war. Ich blieb noch ein bisschen mit Mac im Flur stehen und unterhielt mich mit ihm über Gott und die Welt.
„Wie haben Justin und du euch kennengelernt?" fragte Mac mich lächelnd. Ich dachte an das erste Treffen von Justin und mir zurück und musste unwillkürlich grinsen, weil es wirklich peinlich war, wie ich damals ausgeflippt bin.
„Das ist eine zu lange Geschichte!" murmelte ich schließlich. Mac grinste mich neugierig an.
„Ich bin mir sicher es gibt eine Kurzfassung!" zwinkerte er, doch ich schüttelte den Kopf.
„Ich hab gerade keine Lust das zu erzählen! Wie sieht's mit dir aus? Hast du eine Freundin?" wollte ich neugierig wissen. Mac zog eine Augenbraue hoch, weil er wohl nicht mit der Frage gerechnet hatte und schüttelte dann den Kopf.
„Ich habe keine Freundin!" murmelte Mac leise. Ich schaute ihm in die Augen und verzog mein Gesicht ein bisschen, weil ich wirklich nicht glauben konnte, dass er keine Freundin hatte.
„Versteh ich gar nicht.. Du bist doch total nett und ich bin mir sicher zwischen deinen Fans gibt es bestimmt ein paar Verehrerinnen!" sagte ich ermutigend.
Mac zuckte mit den Schultern und seufzte leise.
„Ja das kann schon sein, aber ich möchte ein Mädchen, das mich so liebt wie ich bin und nicht eins, das mit mir zusammen sein will, weil ich Mac Miller bin! Ich suche halt immer noch die Richtige." flüsterte Mac leise, während er mir in die Augen sah.
Ich musste erneut feststellen, dass seine Augen wirklich schön aussahen und ich spürte, wie ich ein bisschen rot im Gesicht wurde. Trotzdem konnte ich meinen Blick nicht von Macs Augen abwenden. Ich schaute auf seine Lippen und wieder zurück in seine Augen und dann näherte ich mich ganz langsam seinen Lippen.
Ich schloss meine Augen und spürte schon, wie sich unsere Nasenspitzen berührten, doch plötzlich drehte Mac sein Gesicht weg und schüttelte den Kopf.
„Das dürfen wir nicht tun! Das kann ich Justin nicht antun. Du bist seine Verlobte, wir sollten uns nicht so nahe kommen, Amélie." sagte Mac mit Schuldgefühlen. Ich starrte ihn schockiert an und schlug mir mit der flachen Hand gegen die Stirn.
Was wollte ich gerade tun?
Ich wollte ihn küssen und hätte Mac mich nicht gestoppt, hätte ich es sogar getan, ohne daran zu denken, dass ich einen Verlobten hatte.
Ich schluckte hörbar und fuhr mir verzweifelt durch die Haare.
„Ich.. äh.. Tut mir leid! Gute Nacht, wir sehen uns morgen!" stotterte ich leise, ohne Mac noch einmal anzusehen. Ich verschwand in meinem Zimmer und schloss die Tür zu. Dann zog ich mich bis auf meinen Slip aus und warf mir ein weites T-Shirt über. Ich schminkte mich schnell ab und putzte Zähne und legte mich dann in das bequeme Bett.
