Kapitel 151

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GERADE MEINE LETZTE ABIPRÜFUNG GESCHRIEBEN. WUHUUUU.
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Amélies Sicht:

Ich erklärte Loui die ganze Situation und Loui starrte mich geschockt an.

„Nick ist dein Vater?" Ich nickte und fing wieder an zu weinen, weil mir gerade alles zu viel wurde. Ich konnte nicht mehr. Ich war am Ende meiner Kräfte.

Loui nahm mich in den Arm und strich mir beruhigend über den Rücken. Als ich mich ein bisschen beruhigt hatte, wollte ich nochmal Justin anrufen, aber dann fiel mir auf, dass mein Akku leer war. Ich stand auf und ging zum Koffer, um mein Ladekabel rauszuholen, doch dann fiel mir auf, dass ich es bei mir zuhause vergessen hatte.

„Scheiße.." murmelte ich mit Tränen in den Augen. Loui legte ihre Hand auf meinen Rücken und fuhr sanft auf und ab.

„Es ist schon spät, du solltest jetzt schlafen. Dein Ladekabel kannst du morgen von zuhause holen, Süße." flüsterte Loui in mein Ohr.

Sie hatte vermutlich recht. Ich sollte jetzt versuchen zu schlafen, auch wenn es mir schwer fallen wird.

„Wo ist dein Bruder eigentlich?" fragte ich Loui neugierig. Normalerweise nervte ihr 11 jähriger Bruder doch immer, aber heute war alles still.

„Er ist mit meinen Eltern bei Bekannten, die in bisschen weiter weg wohnen. Die kommen erst übermorgen wieder." erklärte sie mir lächelnd.

Ich war so froh, dass zwischen Loui und mir alles wieder okay war.

Mit gesenktem Kopf verschwand ich im Badezimmer, weil ich mich fertig machen wollte, doch dann dachte ich wieder an meine Worte, die ich zu Nick gesagt hatte.

Ich hatte gesagt, dass ich ihn hasste und das er für mich gestorben war. Mit der flachen Hand schlug ich mir gegen die Stirn. Wie konnte ich so etwas zu ihm sagen? Er lag im Sterben und ich sagte auch noch, dass er für mich gestorben war. Außerdem hasste ich ihn gar nicht. Ich könnte ihn niemals hassen, aber in dem Moment war mir das einfach so rausgerutscht.

Ich zog meinen Schlafanzug wieder aus und zog meine anderen Sachen an.

Dann schnappte ich mir meine Tasche und schaute Loui mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Ich muss ins Krankenhaus und mich bei Nick entschuldigen. Er hat mich zwar angelogen, aber es könnte jeden Moment vorbei sein und ich will nicht das er denkt, dass ich ihn hasse." flüsterte ich, bevor ich aus dem Haus verschwand und schnellen Schrittens ins Krankenhaus ging. Vor knapp vier Stunden hatte ich den Streit mit Nick gehabt.

Ich war echt dumm! Er hatte mir zwar mein Leben lang verschwiegen, dass er mein Vater war, aber ich hätte nicht solche Worte zu ihm sagen sollen.

Als ich das Krankenhaus erreicht hatte, ging ich sofort in das Zimmer von Nick rein, doch dann traf mich der Schlag. Das Zimmer war leer.

Das konnte nicht sein. Verwirrt schaute ich nochmal auf die Zimmernummer, die an der Tür stand und runzelte die Stirn. Ich war hier richtig. Hier lag Nick vor ein paar Stunden noch.

„Kann ich Ihnen helfen?" fragte mich eine Krankenschwester plötzlich. Die Besuchzeit war eigentlich schon längst vorbei, aber das war mir egal. Wenn sie Nick verlegt hatten, musste ich sofort wissen in welchem Zimmer er war, damit ich zu ihm konnte.

„Ich suche Nick Celik. Er hat vor ein paar Stunden noch hier gelegen." sagte ich freundlich.

Die Krankenschwester schaute in ihren Unterlagen nach und seufzte traurig.

„Das tut mir sehr leid, aber er ist vor einer Stunde an einem Herzinfarkt gestorben. Er war sehr schwach, wir konnte nichts mehr für ihn tun." erzählte die Krankenschwester mir mit leiser Stimme.

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