Kapitel 205

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Amélies Sicht:

Nach de Gespräch mit Pattie ging ich wieder in mein Hotelzimmer zurück, wo Mac schon unsere Koffer ausgepackt hatte. Die Kleider für meine Auftritte würde ich erst morgen aussuchen, wenn wir bei der Generalprobe waren.

„Was wollte Scooter?" fragte er mich neugierig.

Ich schaute auf den Boden und seufzte.

„Ich hab mit Pattie geredet. Und ganz kurz mit Justin." gab ich ehrlich zu. Mac schaute mich mir gerunzelter Stirn an und legte seine Hände an meine Hüfte.

„Was wollte er?"

„Nichts.. ich hab ihn nur auf seine neuen Tattoos angesprochen." flüsterte ich leise.

Mac lachte und drehte sich wieder um.

„Der denkt auch er wäre ein harter Bad Boy!" sagte er amüsiert. Ich verdrehte die Augen und war ziemlich froh darüber, dass Mac es nicht mitbekam. Dann schnappte er sich ein Handtuch und verschwand im Badezimmer, wo er wenig später frisch geduscht wieder rauskam.

Wir schauten an dem Abend noch ein paar Filme und kuschelten ausgiebig, aber schon relativ früh legte ich mich ins Bett und schlief tief und fest, denn morgen mussten wir sehr früh aufstehen.


Am nächsten Morgen weckte Mac mich mit einem zärtlichen Kuss. Ich schaute ihn mit zusammengekniffenen Augen an und lächelte gezwungen. Irgendwie war ich gerade überhaupt nicht in der Stimmung, ihn zu küssen. Ich konnte nur noch daran denken, dass ich Justin heute wiedersehen würde.

„Beeil dich, Baby. Wir müssen zur Probe." sagte Mac motiviert.

„Ich muss zur Probe, du hast keinen Auftritt." murmelte ich genervt. Ich stand schleppend auf und tapste ins Badezimmer, um mich ausgiebig zu Duschen. Meine Haare band ich zu einem lockeren Dutt zusammen, damit sie mir nicht im Gesicht hingen. Dann zog ich mir meine neu rausgesuchten Sachen an und schminkte mich dezent.

Fertig gestylte ging ich an Mac vorbei und öffnete unsere Hotelzimmertür.

„Kommst du?" fragte ich ihn leise. Er nickte und griff nach meiner Hand, doch ich entriss sie ihm und ging mit erhobenem Kopf nach unten in die Lobby. Dort standen Justin, Kenny und Scooter. Justin starrte mich vermutlich an, ich erkannte es nicht, weil er eine Sonnenbrille auf hatte, aber auf jeden Fall sah er in meine Richtung. Seine Familie schien wohl in Hotelzimmer zu bleiben.

„Da ist dein Van." sagte Scooter leise zu mir. Ich nickte und ging mit Mac in meinen Van.

Wir setzen uns nebeneinander und während der ganzen Fahrt schaute ich aus dem Fenster und war aus irgendeinem Grund den Tränen nahe.

„Schatz, was ist los? Du bist so abweisend." flüsterte Mac mir auf einmal ins Ohr. Ich schloss kurz die Augen und atmete tief ein.

„Es ist nichts." versicherte ich ihm, auch wenn es gelogen war. Ich sah Mac an und plötzlich fragte ich mich auch, wieso ich mich für ihn entschieden hatte. Was hatte mich dazu veranlasst, Justin mit ihm zu betrügen? Klar, ich hatte Gefühle für Mac, aber ich fühlte ganz plötzlich nicht mehr den Drang mit ihm zusammen zu sein. Aber Schluss machen wollte ich jetzt auch nicht, immerhin brauchte ich morgen eine Begleitung.


„Baby irgendwas ist doch mit dir." hauchte er mir ins Ohr. Er streifte mit seiner Nase meine Wange und drückte mir wenig später einen Kuss auf die Schläfe. Es erinnerte mich daran, wie Justin mich damals ständig gefragt hatte, ob irgendwas nicht stimmte. Zu Justin war ich auch abweisend und genau deshalb hatte er mich verlassen und, weil ich ihn betrogen hatte.

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