Kapitel 286

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Justins Sicht:

Austin hatte Tränen in den Augen, aber das war mir egal. Ich legte ihm den Block auf den Tisch und sah ihn mit ernstem Blick an.

„Du wirst es schon alleine schaffen den Song zu schreiben!", sagte ich grinsend, bevor ich zu Khalil ging, der einen Joint rauchte. Ich seufzte und starrte seinen Joint an, doch ich griff nicht danach, sondern holte mir eine Zigarette und zündete die stattdessen an. Austin schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an.

„Du rauchst?", fragte er schockiert.

„Was geht dich das an? Kümmer' dich um deinen Liebeskummersong für Amélie!", scherzte ich zwinkernd. Ich pustete ihm den Rauch ins Gesicht und er verzog angewidert das Gesicht und ließ mich und meinen Bro alleine.

Khalil sah mich neugierig an.

„Heute Abend ist auf dem Hotelgelände 'ne Poolparty! Hast du Bock?", wollte er grinsend wissen. Ich leckte mir über die Lippen und holte mein Handy aus der Hosentasche. Amélie hatte mir wieder mehrere Nachrichten geschrieben, auf die ich immer noch nicht geantwortet hatte.

„Bock schon, aber..."

„Ey vergiss die Kleine! Sie ist nicht hier, also lass uns zu der Party gehen! Alter, da sind Weiber in Bikini! Komm schon, Mann!"

Ich wusste, dass es keine gute Idee war, aber es war nur eine Party. Amélie war nicht hier und selbst wenn... sie hätte sicherlich nichts dagegen, wenn ich auf eine Poolparty ging und ein bisschen tanzte.

„Okay, Mann..", sagte ich schließlich.

Auf einmal kam Fredo zu mir und sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an.

„Ich schreib die ganze Zeit mit deiner Freundin. Das sollte eigentlich dein Job sein, Justin! Sie ist total fertig, weil du ihr nicht antwortest!", sagte er mit wütendem Unterton. Ich seufzte genervt und starrte erneut auf mein Handy. In genau dem Moment schrieb sie mir wieder eine Nachricht per Whatsapp:

'Sind wir überhaupt noch zusammen? Ich hab das Gefühl, du hättest Schluss gemacht. Ich kann mit dieser Ungewissheit nicht leben, Justin... bitte antworte mir und sag mir, ob wir noch zusammen sind.'

Ich seufzte und schrieb ihr endlich die Antwort, die sie die ganze Zeit haben wollte:

'Wir sind noch zusammen, trotzdem ist es besser, wenn wir erstmal Abstand halten.'

Ich steckte mein Handy zurück in die Hosentasche, warf Fredo einen genervten Blick zu und sah, dass er zufrieden nickte.

Gegen 22 Uhr waren wir alle zurück im Hotel und ich machte mich für die Poolparty fertig. Ich zog eine karierte Badehose an und stylte anschließend vor dem Spiegel meine Haare, auch wenn es vermutlich unnötig war, da man bei einer Poolparty sicherlich nass wurde.

Mein Handy ließ ich in meinem Hotelzimmer, das war sowieso überflüssig.

Bevor ich allerdings mit Khalil zur Party ging, schluckte ich noch eine Ecstasy Tablette und setzte mir eine Sonnenbrille auf, da man sonst meine starken Augenringe sehen würde und das wollte ich verhindern. Es reichte wenn Khalil wusste, dass ich unter Drogen stand, die mich wach hielten.

„Fertig, Bizzle?", fragte Khalil mich, als ich aus dem Hotelzimmer kam.

„Klar!"

Fredo stand neben ihm und ehrlich gesagt fragte ich mich, wieso Fredo uns begleiten musste. Aber wenigstens kam Ryan nicht mit.

Wir gingen den Flur lang, als mich jemand an der Schulter antickte. Ich drehte mich um und sah meine Mutter vor mir stehen.

„Mum!", sagte ich erschrocken. Sie hielt ihre Hände auf ihrem Bauch, der schon extrem dick war und ein kleines Lächeln schlich über mein Gesicht.

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