Tut mir leid, dass ich nicht täglich hochlade, aber ich habe keine Zeit gehabt immer zu updaten. Morgen ist meine mündliche Prüfung, deswegen werden jetzt auch nur 2 Kapitel kommen.
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Amélies Sicht:
Der Kuss dauerte nicht lange - vielleicht zwei Sekunden. Es fühlte sich komisch an seine weichen Lippen auf meinen zu spüren und ich sah ihn wie erstarrt an, als ich mich von ihm löste.
Justin sah mich völlig entgeistert an und war offensichtlich leicht sprachlos.
Ich fuhr mir mit beiden Händen über das Gesicht, als ich realisierte, was ich gerade getan hatte. Ich hatte Justin geküsst. Meinen besten Freund.
Justin leckte sich über die Lippen und fuhr sich mit der linken Hand durch die Haare. Er rieb sich über den Nacken und sah mich weiterhin mit offenem Mund an.
Ich starrte ihn verzweifelt an und wollte was sagen, aber aus meinem geöffneten Mund kam kein Wort raus.
„Was sollte das gerade?" fragte Justin resigniert, während er seine Hand in seinen Haaren vergrub und völlig verwirrt aussah.
„Ich..." mehr bekam ich nicht raus, weil ich einen Kloß im Hals spürte. In meinen Augen bildeten sich Tränen und mein Magen war kurz davor sich umzudrehen. „Ich weiß es nicht." brachte ich schließlich heraus.
Dann brach ich in Tränen aus und vergrub mein Gesicht in meinen Händen. Ich schluchzte und rang stoßweise nach Luft, als ich plötzlich eine Hand auf meinem Rücken spürte und schließlich einen ganzen Arm, der sich um mich legte.
Justin drückte mich gegen seine Brust und strich mir mit seiner Hand zärtlich über meinen Hinterkopf.
„Du brauchst nicht weinen, Amélie. Es ist alles okay." hauchte Justin leise. Er klang ziemlich durcheinander, aber genau deswegen traute ich mich nicht ihn anzusehen.
„Es ist gar nichts okay!" schluchzte ich gegen seine Brust.
Doch dann stieß ich ihn leicht von mir weg, denn ich hatte es nicht verdient von ihm getröstet zu werden.
Als ich einen Blick zu Justin riskierte, sah er mich ein bisschen erschüttert an. Mir liefen weiterhin die Tränen über die Wangen und ich konnte sie einfach nicht unterdrücken. Es war unmöglich nicht zu weinen, denn ich wusste nicht, was in mich gefahren war.
„Kann es sein, dass du noch etwas für mich fühlst?" fragte Justin mich auf einmal. Ich sah ihn schockiert an und schüttelte den Kopf.
„Nein! Tu ich nicht! Deswegen bin ich ja so verzweifelt! Verdammt! Ich hab dich geküsst und nichts gespürt! Ich will doch nur, dass alles so ist wie früher. Ich will doch nur, dass alles ein Traum war und wir wieder glücklich zusammen sind!" schrie ich aufgebracht.
Justin sagte nichts, sondern sah mich einfach nur überfordert an und biss sich leicht auf die Unterlippe. „Ich vermisse die Zeit, wo wir Arm in Arm nebeneinander lagen und einfach geschwiegen haben, wo wir wussten, was der Andere denkt ohne etwas zu sagen. Ich vermisse die Küsse, die Schmetterlinge in meinem Bauch und ich vermisse einfach wie glücklich ich mit dir war!" fügte ich noch hinzu.
Dann vergrub ich wieder mein Gesicht in meinen Händen und weinte leise weiter. Ich spürte, wie die Matratze sich ein bisschen anhob und merkte, dass Justin sich direkt neben mich gesetzt hatte. Er legte seinen Arm um meinen Rücken und sah mich eindringlich an.
„Bitte... weine nicht. Ich vermisse das doch auch alles, aber ich kann doch jetzt auch nichts dagegen tun. Wir können auch als beste Freunde glücklich sein, Amélie. Ich kann dich in den Arm nehmen, wenn du traurig bist. Ich kann dich jederzeit aufheitern. Es ist fast wie in alten Zeiten, nur das wir nichts mehr füreinander empfinden. Und ehrlich gesagt... eine Beziehung zwischen uns würde nicht mehr funktionieren... nach allem, was passiert ist wäre es nicht mehr so wie früher." flüsterte Justin mit sanfter Stimme.
