Amélies Sicht:
Ich starrte Reid mit offenem Mund an und nahm den Zettel in die Hand. Es war tatsächlich ein Plattenvertrag.
„Ich..."
Ich wusste gar nicht, was ich dazu sagen sollte, so überwältigt war ich. Justin kam aus dem Tonstudio raus und setzte sich zu mir auf die Couch.
„Was ist los?" fragte er verwirrt, als er mein entsetztes Gesicht sah. Ich hielt ihm den Zettel hin und Justin starrte Reid mit großen Augen an.
„Du willst sie unter Vertrag nehmen?" fragte er fassungslos. Reid nickte und holte sich einen Stuhl, den er vor uns hinstellte, um sich darauf zu setzen.
Justin schaute mich lächelnd an und küsste mich stürmisch.
„Oh mein Gott du wirst unter Vertrag genommen! Das ist so toll, Shawty!" sagte Justin ganz aus dem Häuschen. Ich wusste immer noch nicht so ganz, was ich dazu sagen sollte.
„Wieso?" fragte ich einfach nur. Reid schaute mich mit großen Augen an.
„Das fragst du noch? Du hast eine unglaubliche Stimme! Du könntest die neue Whitney Houston werden!" schwärmte Reid lächelnd.
Mein Blick wechselte von Reid zu Justin, der total glücklich aussah.
„Er hat Recht, Schatz. Deine Stimme ist der Wahnsinn! Du musst eine Single aufnehmen!"
Ich schaute zögernd auf den Vertrag und starrte Reid unsicher an.
„Ich weiß nicht... Ich... ich muss eine Nacht drüber schlafen." murmelte ich schließlich.
„Okay, aber es wäre mir echt eine Ehre so eine talentierte Sängerin wie dich unter Vertrag zu nehmen!" sagte Reid, bevor er wieder zurück zum Tonstudio ging.
Justin musste ebenfalls weiterarbeiten, sodass ich die Möglichkeit hatte über den Vertrag nachzudenken.
Es hatte auf jeden Fall Vorteile, immerhin würde ich dann mein eigenes Geld verdienen und müsste mir nicht immer alles von Justin kaufen lassen und ich könnte eine Sache machen, die ich liebte: singen.
Andererseits hatte es auch Nachteile. Ich hätte Termine, eventuell Konzerte und das vielleicht nicht am gleichen Ort und zur selben Zeit wie Justin, sodass wir uns wieder trennen müssten und uns wochenlang nicht sehen würden. Außerdem würden seine Fans vielleicht denken, dass ich ihn nur ausnutzen wollte und durch ihn nur einen Vertrag bekommen wollte.
Als wir Abends nach Hause fuhren, schwieg ich die ganze Autofahrt.
Justin schaute mich immer von der Seite an, aber blieb ebenfalls still.
Nach einer kurzen Autofahrt erreichten wir unser Zuhause, wo wir Jazzy und Jaxon sofort ins Bett brachten. Es war schon ziemlich spät, weshalb auch ich total müde war. Justin machte sich schnell fertig und legte sich schonmal ins Bett, während ich auch noch ins Badezimmer ging, um mich fertig zu machen.
Ungeschminkt und nur im Slip und T-Shirt ging ich zurück in unser Schlafzimmer. Justin lächelte mich vom Bett aus an und hob die Decke neben sich ein Stück hoch. Ich krabbelte unter die Bettdecke und kuschelte mich sofort an Justins nackte Brust.
„Justin?"
Er küsste meinen Scheitel und strich mir zärtlich über den Arm.
„Ja, Shawty?"
Ich drehte mich auf den Bauch und stützte mich mit meinen Ellbogen auf, um Justin ansehen zu können.
„Soll ich den Vertrag unterschreiben?" fragte ich unsicher.
