Kapitel 189

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Justins Sicht:


Am nächsten Morgen holte ich meine Buddies vom Flughafen ab. Wir begrüßten uns mit einem Handschlag und fuhren dann zu mir, wo sich Kenny und Fredo immer noch aufhielten. Scooter hatte ihnen ausdrücklich befohlen, mich nicht alleine zu lassen.

Wir setzten uns bei mir im Wohnzimmer auf die Couch.

„Kenny bring uns mal ein Bier!" schrie ich laut, damit er mich hörte. Eigentlich könnte ich auch alleine eins holen, aber ich war ehrlich gesagt nicht motiviert aufzustehen.

„Es ist morgens und ihr wollt Bier trinken?" fragte Kenny verwirrt zurück. Ich schaute ihn mit gerunzelter Stirn an und nickte.

„Was ist schon dabei? Es ist nur ein Bier." knurrte ich. Kenny brachte uns allen ein Bier und Fredo setzte sich wenig später auch noch zu uns, allerdings nur mit einem Kaffee.

„Also, wieso brauchst du Ablenkung?" fragte Christopher, Lil Twist, mich grinsend. Ich trank einen Schluck aus meinem Bier und schaute ihn und Xavier, Lil Za, mit ernstem Blick an.

„Ich hab mich von Amélie getrennt." murmelte ich leise. Es fiel mir schwer die Worte auszusprechen und ich musste wirklich die Tränen unterdrücken.

„Was? Aber ich dachte, du bist sooooo verliebt in sie und sie ist die Liebe deines Lebens? Wolltet ihr nicht heiraten?" fragte Christopher grinsend.

Ich nickte und schaute traurig auf den Boden.

„Ja... wollten wir... in zwei Wochen... Sie hat mich betrogen.." flüsterte ich und plötzlich klopfte es an der Tür. Genervt stand ich auf uns öffnete sie. Scooter stürmte hinein und begrüßte mich mit einer Umarmung.

„Was gibt's?" fragte ich ihn murmelnd.

Ich war gerade nicht in der Stimmung mir von Scooter irgendwelche Predigten anzuhören, dass ich nicht saufen sollte und nicht abstürzen sollte. Doch komischerweise war es nicht mal das, was er sagen wollte.

„Ich fliege gleich nach Atlanta, zu Pattie. Und morgen fliege ich zu Amélie, wegen ihrer Tour, die bald startet. Vorher wollte ich was mit dir besprechen." sagte Scooter schwer atmend. Er war ganz schön aus der Puste, vermutlich hatte er sich beeilt, weil sein Flieger bald abheben würde.


Der Gedanke daran, dass er Amélie sah , versetzte mir irgendwie einen Stich ins Herz. Trotz der Trennung war er immer noch der Manager von uns beiden, sodass ich vermutlich nicht davon verschont war, sie ab und zu zu sehen.

„Was willst du besprechen? Ich hab Besuch." sagte ich genervt.

Scooter schaute Christopher und Xavier an und hob kurz die Hand, um die Beiden zu begrüßen.

„Du hast doch mal erwähnt, dass du einen zweiten Teil der Believe Tour machen willst.." sagte Scooter leise.

Ich hob die Augenbrauen nach oben. „Ja, und?"

Er holte tief Luft.

„Du könntest nächste Woche damit anfangen. Und wenn du zustimmst, dann hast du fast den ganzen Februar jeden Tag ein Konzert. Ich weiß ja nicht, ob du dich jetzt.. nach der Trennung in der Lage fühlst, aber.."

„Okay, gib mir alle Termine die du hast. Ab nächster Woche werde ich wieder auf Tour gehen." unterbrach ich ihn, bevor er noch detaillierter auf die Trennung einging.

„Sicher, dass du dich bereit dazu fühlst?" wollte Scooter neugierig wissen.

Ich nickte, denn was anderes blieb mir nicht übrig. Ich konnte nicht in LA bleiben und den ganzen Tag nichts tun.

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