Ich kann euch jetzt nur ein Kapitel liefern, aber in ein paar Stunden werden weitere folgen :p
Und danke, dass ihr mir so treu geblieben seid und die Geschichte teilweise echt nochmal lest, obwohl ihr sie schon kennt. Das bedeutet mir viel und ich kann es kaum erwarten für euch in ein paar Wochen komplett neue Kapitel zu schreiben! :)
----------------------------
Amélies Sicht:
Ich stand verwirrt in der Garderobe und setzte mich langsam wieder zurück auf den Stuhl.
Verzweifelt schaute ich in den Spiegel und merkte, wie sich Tränen in meinen Augen bildeten, doch ich durfte jetzt nicht weinen.
Mit zitternden Händen nahm ich mein Handy in die Hand und öffnete die SMS von Justin, in der 'ich liebe dich' stand. Ich starrte die Nachricht die ganze Zeit an, aber ich brachte es nicht übers Herz zu antworten. Irgendwie hatte ich ein schlechtes Gewissen, Justin gegenüber, weil ich ständig Mac küssen wollte, aber irgendwie hatte ich auch kein schlechtes Gewissen.
Ich wusste nicht so wirklich, was ich fühlen und denken sollte.
Am Nachmittag wurde ich schließlich von Stylisten fertig gemacht. Ich zog ein süßes, lila Kleid an und schwarze High Heels, die komischerweise wirklich bequem waren.
In meine Haare steckte ich noch einen Haarreifen und dann wurde ich von Jimmy angekündigt. Ich ging zu ihm und begrüßte ihn mit einer Umarmung, bevor ich mich auf den kleinen Sessel setzte. Jimmy setzte sich auf den anderen Sessel und grinste mich an.
„Es ist mir eine Ehre, dich heute hier begrüßen zu dürfen!" sagte er freundlich.
Ich lächelte gezwungen und mein Blick ging kurz Backstage, wo Scooter und Mac standen und lächelten. Als ich Mac sah, machte mein Herz sofort einen Hüpfer. Ich schaute schnell wieder weg und widmete meinen Blick wieder Jimmy.
„Es ist mir eine Ehre hier zu sein!" antwortete ich lächelnd. Natürlich war mein Lächeln Fake, aber das wusste er zum Glück nicht.
„Wie ist das Leben als Superstar?" fragte Jimmy mich neugierig. Ich schaute auf den Boden und wusste nicht so recht, was ich antworten sollte. Das Superstar-Leben hielt mich davon ab, Justin zu sehen. Stattdessen war ich dabei mich in einen Anderen zu verlieben, auch wenn ich wusste das es falsch war.
Aber ich wollte jetzt für die nächste Stunde einfach mal das Thema Justin in meinem Kopf ausschalten und einfach Jimmys Fragen ehrlich beantworten.
„Das Leben als Superstar ist natürlich nicht leicht, aber ich bin froh darüber den Vertrag unterschrieben zu haben. Ich liebe die Musik und ich liebe es in verschiedene Städte zu reisen, Interviews zu geben und Auftritte zu haben. Außerdem ist es ein wahnsinniges Gefühl so viele Fans zu haben, die mich als ihr Vorbild ansehen!" flüsterte ich ehrlich.
Jimmy nickte verständnisvoll und zog eine Augenbraue hoch.
„Stimmt es, dass du schon an deinem ersten Album arbeitest?" fragte er lächelnd.
Ich nickte. „Ja, das stimmt! Morgen gehen die Aufnahmen los und ich bin schon total aufgeregt, weil ich so viele verschiedene Seiten von mir zeigen werde!"
Er fragte mich die ganze Zeit nach dem Album und nach weiteren Terminen und Auftritten und das Thema Justin oder Mac kam nicht zu sprechen. Dachte ich zumindest, denn ganz plötzlich sprach er mich auf Justin an.
„Ist es schwer für dich, von Justin getrennt zu sein? Ihr seht euch ja jetzt ein paar Wochen nicht." murmelte er fragend.
Ich schaute mich im Publikum um und schluckte leise. Ich wusste natürlich die Antwort darauf und die ehrliche Antwort war: Nein, es war nicht schwer für mich, denn ehrlich gesagt dachte ich kaum an ihn. Ich hatte sogar vergessen ihn anzurufen, also das bewies doch, wie wenig ich ihn vermisste. Irgendwie war alles anders, seit er in Europa war und ich hier in Amerika bleiben musste. Ich konnte nicht sagen, dass ich ihn gar nicht vermisste, aber die Sehnsucht war nicht so groß wie früher.
