Amélies Sicht:
Als Justin mich angerufen hatte, war ich gerade mit Mac draußen im Pool. Natürlich konnte ich Justin nicht sagen, dass ich von ihm Besuch hatte und das ich nicht duschen musste, sondern gleich in den Pool springen würde. Er wäre sofort eifersüchtig gewesen und das wollte ich nicht, auch wenn er ein gutes Recht dazu hatte. Nachdem ich aufgelegt hatte, starrte ich auf mein Handy. Ich hatte ihm nicht gesagt, dass ich ihn liebte. Er fragte sich bestimmt, was mit mir los war.
Ich liebte Justin ja, aber ich konnte es ihm nicht sagen. Nicht, nachdem ich ihn mit Mac betrogen hatte.
„Ich hab dir gesagt, du solltest dich täglich bei ihm melden. Es verletzt ihn doch nur, wenn du ihn ignorierst." murmelte Mac leise. Ich zuckte mit den Schultern und packte mein Handy weg. Dann zog ich mir mein Sommerkleid aus und stand nur noch im Bikini vor Mac.
Mac schaute mich von oben bis unten an und lächelte etwas. Er zog sich sein T-Shirt aus und stand nur noch in Badehose neben dem Pool. Grinsend rannte ich zu ihm und schubste ihn in den Pool. Er schrie wie ein kleines Mädchen, weil das Wasser im ersten Moment so kalt war und ich kugelte mich fast vor lachen.
„Maaan! Amélie das ist kalt!" schrie Mac grinsend. Ich ging an den Beckenrand und streckte ihm eine Hand aus, um ihm aus dem Wasser raus zu helfen. Mac ergriff die Hand und zog mich zu sich ins Wasser. Ich quiekte erschrocken auf und schlug ihm leicht gegen die Brust.
„Du bist so ein Idiot!" sagte ich leise. Mac zuckte mit den Schultern und trug mich schließlich wie eine Braut durch das Wasser. In einer Ecke ließ er mich runter und ich stellte mich auf Zehenspitzen und schlang meine Arme um seinen Hals.
Mac hielt mich an der Hüfte fest und schaute mir tief in die Augen.
„Wünscht du dir manchmal, dass ich Single bin?" fragte ich neugierig. Mac starrte mich unsicher an und zuckte mit den Schultern.
„Manchmal vielleicht, ja. Aber ich freue mich für Justin und dich. Er hat kein tolleres Mädchen als dich verdient." murmelte er leise als Antwort. Ich lächelte schüchtern und legte meine Stirn gegen seine.
„Du weißt nicht wie schwer dieses Gefühlschaos für mich ist, aber ich bin mir sicher, dass ich Justin nicht verlieren will." flüsterte ich zögernd. So ganz ernst klangen meine Worte nicht, aber Mac nickte sowieso nur.
Wir standen noch ein paar Minuten im Wasser und unterhielten uns über Gott und die Welt, doch plötzlich hörten wir ein Räuspern.
Wir zuckten zusammen und lösten uns voneinander.
„Scooter! Was machst du denn hier?" fragte ich schockiert.
Zum Glück war er nicht früher gekommen, sonst hätte er unser Gespräch bezüglich Justin und meinem Gefühlschaos mitbekommen und das wollte ich auf keinen Fall.
„Du hast die Tür nicht aufgemacht und da ich einen Schlüssel habe, bin ich einfach mal reingekommen!" antwortete er leise. Ich nickte verständlich und kletterte aus dem Pool. Ich wickelte mir ein Handtuch um den Körper und setzte mich zusammen mit Scooter auf die Liege, während Mac aus dem Pool kam und im Haus verschwand.
„Ich gehe duschen!" murmelte er leise. Ich lächelte und nickte ihm hinterher, bevor ich Scooter anschaute.
„Weiß Justin, dass er seit zwei Wochen hier pennt?" fragte Scooter mich mit hochgezogenen Augenbrauen.
Ich schüttelte den Kopf und spielte mit meinen Fingern rum.
„Nein, aber ich sag es ihm sobald ich 'ne Woche bei ihm in Kanada bin." sagte ich leise.
