Erstmal vielen Dank für die 11k Votes :) Ich freue mich so, dass ihr auch nach über 300 Kapiteln immer noch Lust auf die Geschichte habt.
Schreibt mir ruhig in die Kommentare, wenn ihr noch neue Ideen habt oder wenn ihr Wünsche habt, was noch alles passieren soll. Vielleicht setze ich einige Ideen davon um :)
Ich hoffe euch gefällt das neue Kapitel!
-------------------------------------------------------------------------------------------------
Justins Sicht:
Verletzt, verzweifelt und überfordert brachte ich Jamie zu meinem Auto, welches Scooter nach der Aftershowparty noch vorbeigebracht hatte. Er hatte es ein paar Meter entfernt von Amélies Wohnung geparkt, sodass wir ein Stück zu Fuß laufen mussten.
Jamie fielen die Schritte ein wenig schwer, da der Bauch nicht allzu leicht war. Aus diesem Grund legte ich meinen Arm um ihre Hüfte, führte sie vorsichtig in Richtung meines Autos. Ich starrte dabei einfach nur ins Leere, nahm die anderen Autos gar nicht wahr und ignorierte selbst die Paparazzi, die uns fotografierten. Mein Herz war in tausend Einzelteile zerbrochen, meine Hoffnung - ich würde es mit Amélie hinbekommen - schien sich immer mehr in Luft aufzulösen.
„Aua!", schrie Jamie auf einmal. Ich erschrak aus meiner Schockstarre und schaute sofort zu der Mutter meines ersten Kindes. Sie krümmte sich ein bisschen und erst jetzt nahm ich die Masse an Fotografen war, die sich neben ihr und vor uns versammelt hatten. Ein Fotograf versuchte Jamie wegzudrücken, um an mich heranzukommen und offensichtlich hatte er dabei gegen Jamies Bauch gedrückt.
Wütend packte ich den Fotografen am Hals und drückte ein wenig zu. Natürlich ging sofort das Blitzlichtgewitter um uns herum los, aber ich versuchte es auszublenden.
„Fass noch einmal dieses Mädchen an und ich schwör', ich tue dir weh!", brüllte ich aufgebracht. Jamie zog an meinem Pullover, wollte mich beruhigen, aber ich ließ nicht von dem Paparazzo ab.
„Justin!", sagte sie flehend, verängstigt und aufgelöst. Ich schaltete ihre Stimme aus, starrte nur dem Fotografen in die Augen und versuchte ihm keinen Schlag ins Gesicht zu verpassen. Stattdessen drückte ich mit meiner Hand noch fester zu, sodass er anfing zu keuchen.
„Justin! Hör auf!", brüllte Jamie heulend.
„Justin!", hörte ich auf einmal eine engelsgleiche Stimme rufen. Sofort ließ ich von dem Mann ab und drehte mich zur Seite, wo Amélie mich völlig geschockt anstarrte.
Ich konnte mir meinen Ausraster nicht erklären. Wo kam diese Wut plötzlich her? Wieso hatte ich so übertrieben?
Offenbar hatte ich die ganze Trauer, die ich aufgrund von Amélie empfand, zu Wut umgewandelt und als Jamie verletzt wurde, war mir der Kragen geplatzt.
Die Paparazzi fotografierten ohne Pause. Jetzt wo Amélie noch ein paar Meter entfernt stand und Jamie heulend zusammengebrochen war, hatten sie natürlich die neuste Schlagzeile für die Presse.
„Es tut mir leid", murmelte ich leise, wobei diese Entschuldigung nicht an den Fotografen gerichtet war, sondern eher an mich selbst, an Amélie und an Jamie. Sie hätten mich nicht so ausrasten sehen dürfen.
Mit Tränen in den Augen starrte ich das wunderschönste Mädchen der Welt an. Amélie hatte sich eine Hand vor den Mund gehalten und schien selbst gleich zu weinen. Sie wollte auf mich zulaufen, aber ich bedeutete ihr mit meiner flachen Hand - die eine Art 'Stop' ausdrücken sollte - dass sie keinen Schritt weiter gehen sollte. Verletzt schüttelte ich den Kopf, half Jamie dabei aufzustehen und rannte - soweit das für Jamie möglich war - zu meinem Auto. Als wir hinter getönten Scheiben saßen, schaute ich mir erstmal Jamies Bauch an.
