Amélies Sicht:
Wir setzten uns an den Esstisch und füllten uns etwas von der Kartoffelsuppe auf den Teller. Dabei merkte ich die grinsenden Blicke meiner Eltern und ich lief knallrot an.
„Müsst ihr uns die ganze Zeit anstarren?" fragte ich meine Eltern genervt. Justin griff unter dem Tisch nach meiner Hand und verschränkte unsere Finger miteinander.
„Sorry." antwortete mein Vater lachend. Ich verdrehte die Augen und aß so schnell wie es ging meine Suppe auf. Nachdem Justin auch fertig war, standen wir sofort auf und zogen uns unsere Jacken an.
„Wir gehen jetzt los! Bis später." schrie ich so laut, dass meine Eltern mich verstehen konnten. Justin und ich verschwanden Händchen haltend aus dem Haus und stiegen in das Auto von meinem Vater ein.
Wir fuhren circa zehn Minuten bis zu Denise, wo die Beiden auch schon auf uns warteten. Sie kamen zum Auto gerannt, weil draußen total viele Paparazzi standen, die uns gefolgt waren. Als sie sich auf die Rückbank gesetzt hatten, fuhr Justin sofort los. Er fuhr viel zu schnell, aber das war ihm im Moment egal.
Nach zehn Minuten hatten wir sie endlich abgehängt und Justin fuhr wieder normales Tempo.
„Ich hasse Paparazzi." knurrte er genervt. Ich legte ihm meine Hand auf seinen Oberschenkel und lächelte ihn an.
„Sind überall Paparazzi, wo du bist?" fragte Lucas verwirrt. Justin schaute in den Rückspiegel und grinste Lucas an.
„Klar sind überall Paparazzi, wo ich bin. Ich bin Justin Bieber." sagte er ein bisschen eingebildet. Ich verdrehte die Augen und lehnte meinen Kopf gegen die Rückenlehne, während meine Hand auf Justins Oberschenkel liegen blieb. Ich fuhr zärtlich rauf und runter und brachte ihn damit zum Schmunzeln.
„Bis wann habt ihr den Billardtisch reserviert?" fragte ich neugierig.
„Zwei Stunden, also bis 22 Uhr. Um 22:40 Uhr fängt Kino an." sagte Denise lächelnd. Ich nickte verständlich und starrte schließlich wieder auf die Fahrbahn. Justin schaute auch ganz konzentriert und ließ sich gar nicht aus der Fassung bringen.
Als wir wenig später die Billardhalle erreichten, stiegen wir aus und gingen herein. Justin wurde sofort mit großen Augen angesehen und zwei Mädchen rannten gleich auf ihn zu und fingen beinahe an zu weinen.
„Ich gehe schon mal sagen, dass wir einen Tisch reserviert haben." sagte Denise lächelnd. Lukas und ich blieben neben Justin stehen, der die beiden Mädchen mit gerunzelter Stirn ansah.
„Du bist Justin Bieber! Oh mein Gott!" sagte das eine Mädchen mit zitternder Stimme. Sie begann zu weinen und hielt sich vor Schock die Hände vor den Mund. Justin nahm sie sofort in den Arm und strich ihr über den Rücken.
„Nicht weinen, ich bin auch nur ein normaler Junge." flüsterte Justin grinsend. Er löste sich aus der Umarmung und umarmte auch noch das zweite Mädchen.
„Können wir ein Foto mit dir machen? Wir sind die größten Belieber der Welt und unsere Eltern wollten uns kein Meet & Greet kaufen, weil es zu teuer war und jetzt stehst du vor uns und ein Traum wird gerade wahr!" sagte das Mädchen, ohne Luft zu holen. Sie erinnerte mich ein bisschen an mich früher. Ich war genauso verrückt nach Justin, wie sie und jetzt war Justin mein Verlobter. Es fühlte sich irgendwie immer noch so surreal an.
„Klar mach ich ein Foto mit euch." sagte Justin lächelnd. Das eine Mädchen holte ihr Handy raus und drückte es Justin in die Hand. Justin reichte es an mich weiter und stellte sich zwischen die beiden Mädchen.
