Justins Sicht:
Zärtlich strich ich ihr über die Wange, als sie diese Worte zu mir sagte. Mein Herz machte einen Hüpfer und mein Bauch kribbelte wie verrückt. Dieses Mädchen brachte mich noch um den Verstand, wenn sie weiterhin so unglaublich süß war.
„Nach allem was ich getan habe, bin ich immer noch dein Leben?", fragte ich mit leiser Stimme. Sie legte ihre Stirn gegen meine und kraulte meinen Nacken mit ihren Fingerspitzen. Aus irgendeinem Grund schaffte sie es jedes Mal mich zu beruhigen.
Ich dachte nicht an den Entzug, wenn ich in ihrer Nähe war.
„Du bist alles für mich, Justin", hauchte sie gegen meine Lippen. Ich lächelte glücklich und schloss die Augen, um meine Lippen auf ihre zu legen. Wir massierte sie gegenseitig, während ich ihr Gesicht mit meinen Händen umschloss und wusste, dass ich meine Welt in den Händen hielt. Sie wirkte auf mich wie eine Droge, von der man sofort süchtig wurde und ich brauchte sie um von dem Ecstasy wegzukommen. Ich zog Amélie auf meine Beine, sodass sie breitbeinig auf meinem Schritt saß und ließ mich dann nach hinten fallen. Amélie grinste und beugte sich zu mir runter, um unsere Lippen wieder miteinander verschmelzen zu lassen.
Sanft leckte ich mit meiner Zunge über ihre Unterlippe und sie gewährte mir Einlass, sodass unsere Zungen liebevoll miteinander spielen konnten.
Sie raubte mir mit diesem Kuss den Atem und wusste es vermutlich nicht einmal.
Amélie löste sich plötzlich von mir und atmete erstmal tief durch. Dann legte sie sich neben mich, schmiegte ihren Kopf an meine Brust und schlang ihren Arm um meinen Bauch.
Ich strich ihr immer wieder zärtlich über den Oberarm und küsste ihren Scheitel. Meine Hände zitterten schon wieder, weil mir die Drogen fehlten, doch Amélie nahm meine eine Hand in ihre und verschränkte unsere Finger miteinander.
„Ich weiß, dass du den Entzug alleine schaffst. Du bist stark", flüsterte Amélie leise gegen meine Brust, bevor sie mir einen Kuss dorthin gab. Ich strich ihr liebevoll über den Rücken und lächelte etwas, was sie aber nicht bemerkte, da sie ihre Augen auf meinen Körper gerichtet hatte.
Sie fuhr mit ihren Fingerspitzen über meinen Oberkörper und seufzte leise.
„Du hast so extrem abgenommen, Baby", hauchte sie besorgt. Sie schaute mir in die Augen und strich mir durch meine Haare.
„Ich weiß, mein Engel. Ich hab ja auch die meiste Zeit nur gekotzt."
Amélie verschränkte unsere Finger miteinander und stand schließlich vom Bett auf.
„Na dann essen wir jetzt was, komm. Ich glaub es gibt gleich Abendessen!"
Sie zog mich vom Bett runter und bevor wir aus dem Zimmer gehen konnten, schlang ich meine Arme um ihren Bauch und zog sie an mich.
„Ich liebe dich, Baby", flüsterte ich gegen ihre Lippen. Amélie strahlte über beide Ohren und verschränkte ihre Finger hinter meinem Nacken.
„Ich liebe dich auch."
Sie küsste mich kurz und zog mich dann an der Hand die Treppe runter, sodass wir Händchen haltend ins Wohnzimmer kamen. Mein Vater schaute und mit angewidertem Blick an und schüttelte verständnislos den Kopf. Amélie merkte das offensichtlich, denn sie löste ihre Hand von meiner und ging einen Schritt zur Seite.
Ich runzelte verwirrt die Stirn und legte einen Arm um sie.
„Ignorier' meinen Vater!", hauchte ich ihr liebevoll ins Ohr.
Amélie schluckte ängstlich und biss sich auf die Unterlippe, während ich ihre Wange küsste.
„Er hasst mich!", sagte sie traurig.
