Kapitel 122

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Amélies Sicht:


Die Fahrt nach Hause verging sehr schnell, sodass ich mich endlich in meinem Zimmer verkriechen konnte. Wenn ich nur daran dachte, dass ich mal mit Marc zusammen war, wurde mir ganz übel.

Mein Magen drehte sich um und ich begann wieder zu weinen. Justin legte gerade seine Jacke über meinen Stuhl, als er mich schluchzen hörte.

„Nein, Babe.. bitte weine nicht." flüsterte er verzweifelt. Er setzte sich neben mich auf das Bett und nahm mein Gesicht in seine Hände.

„Es bricht mir mein Herz, dich weinen zu sehen. Hör bitte auf.." murmelte Justin mit einem leichten Lächeln im Gesicht. Er wischte mir die verschmierte Schminke weg und legte seine Stirn an meine.

„Danke das du für mich da bist." sagte ich leise. Justin strahlte über das ganze Gesicht und strich mir zärtlich über die Wange.

„Das ist doch selbstverständlich, immerhin bin ich dein Freund." flüsterte Justin glücklich.

Ich legte meine Lippen auf seine, aber löste mich relativ schnell wieder von ihm.

„Ich hab ein schlechtes Gewissen." sagte ich auf einmal. Justin sah mich verwirrt an und plötzlich kam meine Mutter ins Zimmer. Ich machte ihr deutlich, dass sie wieder gehen sollte, denn ich wollte gerade mit Justin alleine sein.

„Wieso hast du ein schlechtes Gewissen?" fragte Justin neugierig.

Ich fuhr ihm durch die Haare und kassierte von ihm einen bösen Blick, denn er mochte es überhaupt nicht, wenn man seine Haare berührte.

„Weil ich gerade so unendlich glücklich bin.. es fühlt sich falsch an glücklich zu sein, seit Chio tot ist." sagte ich ehrlicherweise.

Justin sah mir tief in die Augen. Seine Augen brachten mich jedes Mal zum Schmelzen.

„Chio ist zwar ein Hund, aber ich denke er hätte gewollt, dass du glücklich bist. Ich bin's ja auch. Du weißt gar nicht, wie glücklich du mich machst." hauchte Justin gegen meine Lippen.

Es war verrückt, wie viele Schmetterlinge ich in meinem Bauch spürte. Wir waren fast elf Monate zusammen und ich war immer noch so unsterblich in diesen Jungen verliebt.

„Ich liebe dich, Justin. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich dir das zu selten sage oder das du nicht weißt, wie viel 'ich liebe dich' bei mir bedeutet." murmelte ich zweifelnd.


Justin küsste mich und steckte all seine Liebe in diesen Kuss. Ich schloss die Augen und genoss es einfach, wie unsere Lippen und unsere Zungen miteinander harmonierten. Irgendwie spürte man unsere Liebe im ganzen Raum und das nur durch einen einzigen Kuss.

So sehr konnten sich zwei Menschen doch gar nicht lieben. Die Liebe von Justin und mir war stärker als alles andere auf der Welt.

Und all das fühlte ich mit diesem einen Kuss der größtenteils von ihm ausging.

Als wir uns voneinander lösten, behielt ich meine Augen noch eine Weile geschlossen. Justin legte seine Stirn an meine und ich spürte seinen warmen Atem auf meiner Haut.

Als ich meine Augen öffnete, sah ich in haselnussbraune Augen.

„Ich weiß, wie viel es für dich bedeutet 'ich liebe dich' zu sagen und ich bin so glücklich, dass du es mir jeden Tag mehrmals sagst. Ich hoffe ich konnte dir durch diesen Kuss auch ohne Worte sagen, wie sehr ich dich liebe und wie sehr ich dich begehre und vergöttere." hauchte Justin glücklich.

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