Hey Leute :)
Noch 10 Kapitel (also bis Kap 328) und dann geht es mit der Geschichte endlich normal weiter. Sprich' das Kapitel 328 ist das letzte Kapitel, was ich damals schon auf Fanfiktion.de hochgeladen hatte und was somit einige noch kennen. Aber das Kapitel 329 wird dann ein Kapitel sein, was noch NIEMAND kennt :)
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Amélies Sicht:
Als wir wenig später durch die Tiefgarage in Justins Hotel gingen, hatte ich einen kurzen Moment den Gedanken abzuhauen. Einfach umdrehen und wegrennen.
Ich wusste, dass ich Justin verzeihen würde. Er wusste ganz genau, wie er mich um den Finger wickeln konnte. Austin hatte vollkommen recht. Justin brauchte nur lächeln und ich war ihm komplett verfallen.
„Willst du dir erstmal was anderes anziehen?", fragte Justin mich leise, als wir seine Suite betreten hatten. Ich sah mich zuerst einmal um und konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen, da er ein Bild von mir auf dem Wohnzimmertisch liegen hatte.
„Ich hab nichts anderes dabei", murmelte ich, bezogen auf Justins Frage. Justin ging ein Zimmer weiter und kam wenig später mit einer grauen Jogginghose und einem schwarzen T-Shirt zurück. Er sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an und hielt mir die Sachen hin.
„Wenn du willst, kannst du etwas von mir anziehen. Das Kleid ist bestimmt unbequem auf Dauer."
Ich zögerte einen kurzen Moment, doch dann schaute ich in Justins Augen und konnte seinem Hundeblick nicht widerstehen. Ich nahm die Sachen ab und ging damit in das große Badezimmer. Dort streifte ich mir das Kleid von den Schultern, starrte meinen dünnen Körper an und seufzte.
Ich sollte wirklich wieder mehr essen.
„Amélie, alles okay?", fragte Justin mich leise.
„Ja", flüsterte ich mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. Es war süß, wie er sich sofort Sorgen um mich machte.
Ich zog sein T-Shirt und seine Jogginghose an, die natürlich viel zu groß waren und hielt mir das T-Shirt an die Nase.
Sein Duft war immer noch so wundervoll wie früher.
Als ich aus dem Badezimmer kam, sah Justin mich erleichtert an. Er musterte mich von oben bis unten und verzog seine Lippen zu einem leichten Lächeln.
„Es ist schön, dich in meinen Sachen zu sehen. Das habe ich vermisst!", gestand er ehrlich. Ich ging langsam auf ihn zu und starrte ihm dabei tief in die Augen, jedoch bog ich dann ab, um zur Couch zu gehen.
„Also, was willst du mit mir bereden?", fragte ich ihn mit kalter Stimme. Seit meine Mutter tot war, wusste ich wie ich meine Gefühle abstellen konnte. Ich schaffte es zu Menschen, die ich liebte, eiskalt zu sein.
Menschen, die ich liebte...
Ich hatte gerade indirekt behauptet, Justin zu lieben. Aber ehrlich gesagt tat ich das auch. Und wie ich ihn liebte. Er war alles, was ich je gebraucht hatte und jetzt saß ich hier mit ihm und wusste nicht, was ich tun sollte.
„Ich will mich dafür entschuldigen, dass ich Schluss gemacht habe. Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist. Es war ein totales Arschloch-Verhalten von mir. Erst schlaf' ich mit dir und dann will ich abhauen. Es tut mir leid, Amélie. Ich wollte dich damit nicht verletzen und wenn ich es rückgängig machen könnte, dann würde ich es tun!", sagte Justin leise.
Seine Hände zitterten und ich wusste, dass das die ersten Entzugserscheinungen waren.
„Justin, was willst du von mir hören? Wie oft hast du mir gesagt, dass du mich nicht mehr verletzen willst? Wie oft haben wir uns in letzter Zeit getrennt?", fragte ich mit Tränen in den Augen.
