Kapitel 179

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Justins Sicht:


Als ich in mit meiner Mum in New York landete, fuhren wir schnell zum Hotel und checkten ein. Wir brachten unsere Sachen ins Zimmer und ich machte mich sofort bettfertig, weil es hier schon mitten in der Nacht war. Vorher rief ich noch bei Amélie an, doch sie ging nicht an ihr Handy.

Ich fragte mich wirklich, was mit ihr los war.

Sie blockte meine Berührungen ab und sagte mir kaum noch, dass sie mich liebte. Und wenn sie es sagte, hörte es sich an, als würde sie es nicht ernst meinen.

Ich hatte solche Angst, dass sie sich jetzt wieder bis zu den Billboards nicht bei mir melden würde. Wenn sie mich immer vergaß, musste ich eventuell einen Schlussstrich ziehen. Außer sie erzählte mit endlich, wieso sie mich ständig vergaß und wieso sie so komisch war seit Neuestem.

„Justin?" hörte ich meine Mutter sagen.

Sie strahlte über das ganze Gesicht, als sie in mein Zimmer rein kam. Vermutlich, weil morgen Silvester war und weil sie Scooter endlich wieder im Arm halten konnte.

„Mh?" murmelte ich als Antwort, während ich mich im Bett drehte und die Decke ein Stück runter rutschte.

Meine Mutter setzte sich an mein Bett und strich mir durch die Haare.

„Was ist los mit dir?" fragte sie besorgt.

„Ich mach mir Sorgen um Amélie.. sie hat sich verändert. Sie sagt mir nicht mehr, dass sie mich liebt, sie will sich von mir kaum noch berühren lassen, sie ignoriert mich und meldet sich nicht bei mir. Ich glaub, sie liebt mich nicht mehr." gestand ich meiner Mum ehrlich.

Sie schüttelte den Kopf und strich mir nochmal durch die Haare.

„Sie liebt dich, Justin.. das ist bestimmt nur eine Phase. Ich hab auch gemerkt, dass sie irgendwie komisch ist, aber das gibt sich wieder, keine Angst! Vielleicht ist sie einfach nur nervös wegen der bevorstehenden Hochzeit."

Ich seufzte leise und drehte meiner Mum den Rücken zu.

„Wenn überhaupt eine Hochzeit stattfindet." flüsterte ich unverständlich, doch leider verstand meine Mutter mich ganz genau. Sie strich mir über meinen nackten Rücken und seufzte.

„Hast du darüber nachgedacht, Schluss zu machen?" fragte sie mich plötzlich.

Ich drehte mich wieder zu meiner Mum um und nickte.

„Was anderes bleibt mir nicht übrig.. ich hab die letzte Woche so getan, als würde ich nicht wirklich merken, wie sie mich ignoriert.. aber ich merke es. Wir leben uns auseinander und offenbar will Amélie die Beziehung nicht mehr, sonst würde sie sich ja bei mir melden. Ich kann sie nicht heiraten, geschweige denn mit ihr zusammen sein, wenn sie mich nur ignoriert und mich ständig vergisst. Sorry Mum, aber das kann ich nicht. So sehr ich sie auch liebe... wenn sie weiterhin so ist, dann muss ich einen Schlussstrich ziehen, denn ignoriert zu werden tut mir mehr weh, als ganz ohne sie zu leben." erklärte ich meiner Mutter und jedes Wort hörte sich an wie ein leises Krächzen. Und ehe ich mich versah, fing ich an zu weinen.


Amélies Sicht:


Am nächsten Morgen, wachte ich relativ früh auf und zog mich an.

Meine Haare lockte ich ein bisschen und steckte dann zwei Strähnen hinter meinem Kopf zusammen, damit sie nicht immer in mein Gesicht fielen.

Meine Fingernägel lackierte ich in einem knalligen Pink und meine Fußnägel ebenfalls. Als ich komplett fertig war, ging ich zu meinen Eltern ins Wohnzimmer, um mit ihnen zu Frühstücken.

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