Amélies Sicht:
Nach drei Stunden war ich tatsächlich endlich mal fertig. Ich hatte mein dunkelrotes Kleid mit einer schwarzen Strumpfhose kombiniert, weil es ohne Strumpfhose ein bisschen zu kalt war. Dazu hatte ich bequeme Hackenschuhe an, die allerdings nicht zu hoch waren und eine süße Handtasche hatte ich mir rausgesucht. Zum Schluss zog ich mir noch meine schwarze Winterjacke an, auch wenn die im Hotel und in der Umgebung ein bisschen zu warm war, aber Austin bestand unbedingt darauf, dass ich mich warm anzog.
Im Gesicht trug ich nur ein bisschen Puder, Rouge, einen leicht gräulichen Lidschatten und einen zarten Roséton auf meinen Lippen, außerdem betonte ich meine Augen mit schwarzer Wimperntusche, die meine Wimpern lang und schwunghaft machten.
Zufrieden mit meinem Ergebnis schaute ich in den lebensgroßen Spiegel in meiner Suite und lächelte. Ich kämmte meine Haare noch einmal durch, wo ich mal wieder zwei Strähnen nach hinten gesteckt hatte, und ließ sie dann locker über meine Schulter fallen. Ich sprühte noch ein bisschen von meinem Parfüm auf meine Brust und stellte das Fläschchen dann weg, um gemütlich auf der Couch zu warten.
Ich hatte nicht mal die Möglichkeit, mich hinzusetzen, da klopfte es schon an meiner Suite. Aufgeregt ging ich zur Tür und legte meine Hand an den Türgriff. Ich schloss die Augen, atmete tief ein und aus und öffnete dann die Tür.
Zum Vorschein kam ein perfekt gestylter Austin. Er trug mal wieder eine Beanie, diesmal in dunkelgrau. Seine Jeans war ebenfalls schwarz und er hatte knallrote Adidas Schuhe an, die fast wie Supras aussahen. Sein T-Shirt war ebenfalls rot mit dem Logo von irgendeiner Marke, die ich nicht kannte und darüber trug er offen eine schwarze Daunenjacke, die ihm wirklich gut stand. Er strahlte mich mit einem breiten Lächeln an und holte eine Rose hinter seinem Rücken hervor.
„Die hab ich dir mitgebracht." flüsterte er lächelnd. Ich schaute die Rose mit großen Augen an und blickte dann wieder in Austins Augen, als ich die Rose entgegennahm.
„Wow... danke!" murmelte ich perplex. Ich ging kurz in meine Suite und stellte die Rose zu einem anderen Blumenstrauß in die Vase. Dann schnappte ich mir die Handtasche und den Zimmerschlüssel und ging aus dem Zimmer.
„Du siehst übrigens wunderschön aus." hörte ich Austin hinter mir sagen, als ich die Suite abschloss und den Schlüssel in meine Handtasche steckte. Ich drehte mich um und spürte, wie ich rot wurde. Verlegen guckte ich auf den Boden und murmelte ein leises „Danke", was Austin zum Kichern brachte.
„Magst du keine Komplimente?" wollte er verwirrt wissen. „Immer wenn ich dir eins mache guckt du weg und wirst rot."
Ich wurde schon wieder rot und hielt mir eine Hand vor den Mund. Austin kam zu mir und nahm mir die Hand weg. Er hielt sie in seiner und schaute mir tief in die Augen.
„Versteck dich nicht vor mir. Ich finde es süß, dass ich dich verlegen mache." sagte er lächelnd. Ich musste ebenfalls grinsen und verlor mich fast in seinen haselnussbraunen Augen.
„Wollen wir los?"
Austin nickte und löste seine Hand von meiner, was ich ein bisschen schade fand. Meine Finger kribbelten dort, wo er mich berührt hatte und ich wünschte mir nichts sehnlicher, als wieder seine Hand zu nehmen und unsere Finger miteinander zu verschränken.
Wir trafen unten in der Lobby auf Joe und Tom, die uns leider bis zum Date begleiten mussten, denn ohne sie durften wir das Hotel nicht verlassen. Aber sie hatten uns versprochen uns alleine zu lassen, sobald wir beim Ort waren, wo Austin hinwollte. Ich hatte immer noch keine Ahnung, was er für uns geplant hatte, aber ich freute mich schon darauf mich überraschen zu lassen.
