Amélies Sicht:
Wir frühstückten alle in Ruhe und Scooter erzählte Justin, was er in den nächsten Monaten für Termine hatte. Immerhin fing Justin wieder an Musik zu machen.
„Du hast jetzt erstmal nur ab und zu ein paar Fotoshootings und Interviews. Mitte Oktober fängst du dann an, dein Believe Acoustic Album aufzunehmen. Okay?" fragte Scooter lächelnd.
„Klar, wenn Amélie mit ins Studio kommen darf?" stellte Justin als nächste Frage.
Scooter lachte und nickte. „Wir nehmen das Album extra in LA auf." versprach er uns. Ich war wirklich froh darüber, dass Scooter Rücksicht auf uns nahm. Ich würde es nicht ertragen, wenn Justin in eine andere Stadt musste und ich nicht mit durfte. Nach dem Frühstück, gingen Justin und ich in unser Zimmer, wo wir uns umzogen. Justin trug eine schwarze Jeans und ein schwarzes T-Shirt. Darüber trug er eine Jeansweste, was verdammt sexy aussah. Mein Outfit war eher schlicht und ich zeigte mal wieder ziemlich viel Haut, immerhin waren es draußen 30°C, wenn nicht sogar noch mehr.
„Ich gehe dann mal los. Wir sehen uns heute Abend, Shawty. Falls irgendwas ist, dann ruf mich an." flüsterte Justin gegen meine Lippen. Ich küsste ihn zärtlich und dann verschwand er aus dem Haus.
Lächelnd packte ich die ganzen Sachen, die wir eingekauft hatten in den großen Kleiderschrank. Danach räumte ich noch meinen Koffer aus, sodass ich ihn auf den Schrank rauflegen konnte. Den großen Teddy legte ich auf das Bett von Justin und mir. Danach ging ich runter ins Wohnzimmer, wo Jazzy und Jaxon schon auf mich warteten.
„Habt ihr ein Problem damit, wenn wir mitkommen?" fragte Pattie uns hoffnungsvoll. Jazzy und Jaxon schüttelten den Kopf und auch ich war damit einverstanden. Somit machten wir uns glücklich auf den Weg zum Spielplatz.Jazzy und Jaxon hielten beide meine Hand, was ich ziemlich witzig fanden. Sie erzählten mir total viel. Jazzy konnte ihren Mund kaum halten, soviel redeten sie.
Mir machte es natürlich nichts aus. Ich fand es schön, dass sie mich mochte und mir ganz viele Sachen anvertraute.
Als wir am Spielplatz ankamen, rannten Jazzy und Jaxon gleich zur Schaukel. „Kannst du uns anschubsen?" fragte Jazzy mich hoffnungsvoll. Ich grinste die Beiden an und ging mit Pattie zusammen zur Schaukel. Pattie schubste Jaxon vorsichtig an, während ich mich um Jazzy kümmerte.
„Und gefällt es dir in LA?" fragte Pattie mich plötzlich.
Ich sah sie lächelnd an und nickte. „Es ist unglaublich hier! Endlich lebe ich meinen Traum." sagte ich glücklich.
Pattie lächelte kurz, aber wirkte im nächsten Moment etwas nachdenklich. Scooter ging kurz ein paar Schritte von uns weg, weil er mit irgendjemandem telefonierte. Den Job als Manager wurde er halt nie los.
„Was ist los? Alles okay?" fragte ich Pattie bersorgt.
Sie schüttelte den Kopf. „Ich mache mir Sorgen um Justin." murmelte sie ehrlicherweise. Ich wusste nicht, wieso sie sich Sorgen machte, weshalb ich nachfragte. Sie holte kurz Luft und antwortete: „Lil ist kein guter Umgang für ihn. Lil trinkt, raucht, kifft. Ich hab Angst das Justin da mitmacht."
Pattie klang wirklich besorgt, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass Justin dort mitmachen würde.
„Justin würde niemals Drogen nehmen." sagte ich einfach nur, um sie ein bisschen zu beruhigen.
„Sind Drogen gefährlich?" fragte Jazzy plötzlich. Sie kam von der Schaukel runter und stellte sich mit einem traurigen Gesichtsausdruck vor mich. Ich hatte ganz vergessen, dass die Beiden zuhören. Mir wäre es lieber gewesen, wenn sie das nicht mitbekommen hätten.
