Amélies Sicht:
Ich antwortete Justin nicht, sondern legte mein Handy
auf einen Tisch und ging zur Schlafzimmertür.
„Austin?"
fragte ich, nachdem ich leise geklopft hatte. Ich hörte ein
Schluchzen, ein Rascheln und schließlich öffnete Austin die Tür
und schaute mich mit verheultem Blick an.
„Was?" fragte er
wütend. Ich seufzte und wischte mir die Tränen von den Wangen.
„Ich will nicht, dass wir im Streit auseinander gehen.
Vielleicht... können wir Freunde werden... irgendwann." murmelte
ich leise. Ich wusste, dass das der schlechteste Spruch nach einer
Trennung war, aber ich wollte Austin nicht endgültig
verlieren.
„Amélie... ich brauche Zeit, ich kann nicht mit dir
befreundet sein, solange ich dich über alles liebe. Bitte, lass mich
einfach erstmal in Ruhe." sagte er deutlich.
Ich nickte
verständnisvoll und schaute auf den Boden.
„Ich denke ich
schlafe heute woanders. Du wirst mich jetzt wohl nicht sehen wollen."
Austin nickte und fuhr sich durch die Haare. Ich wollte mich
umdrehen und gehen, aber Austin hielt mein Handgelenk fest und drehte
mich zu sich um.
„Darf ich dich wenigstens noch einmal
umarmen?" fragte er hoffnungsvoll. Ich nickte mit Tränen in den
Augen und dann schlang Austin seine Arme um mich und ich hörte ihn
leise wimmern. Als wir uns voneinander lösten, sah er mich nicht
mehr an. Er ging ins Schlafzimmer und schloss die Tür wieder zu.
Ich
tapste zum Spiegel und wischte mir die restlichen Tränen von den
Wangen. Dann schminkte ich mich noch einmal schnell nach und setzte
ein gefälschtes Lächeln auf, bevor ich aus der Suite verschwand und
den Flur entlang ging, bis zu Justins Suite.
Nachdem ich
geklopfte hatte, wartete ich darauf, dass er die Tür öffnete und
als er es getan hatte lächelte er mich an und mein Herz sprang
beinahe aus meiner Brust.
„Komm rein." flüsterte er leise.
Ich ging in seine Suite und setzte mich bei ihm auf die Couch.
Justin setzte sich neben mich und packte sein iPhone auf den Tisch.
„Sei froh, dass ich die Tür geöffnet hab.. eigentlich wollte
ich duschen gehen, weil du nicht geantwortet hattest. Ich dachte du
und Austin ihr wärt unterwegs. Hoffentlich stört es dich nicht,
dass ich ziemlich fertig aussehe." sagte Justin grinsend. Ich sah
ihn kurz an und bemerkte seine zerzausten Haare und seine Augenringe,
aber irgendwie interessierte mich das gerade gar nicht. Ich starrte
wie erstarrt auf den Boden und unterdrückte mir die Tränen, die
