Kapitel 259

1.4K 60 12
                                        

Amélies Sicht:


Ich antwortete Justin nicht, sondern legte mein Handy

auf einen Tisch und ging zur Schlafzimmertür.
„Austin?"

fragte ich, nachdem ich leise geklopft hatte. Ich hörte ein

Schluchzen, ein Rascheln und schließlich öffnete Austin die Tür

und schaute mich mit verheultem Blick an.
„Was?" fragte er

wütend. Ich seufzte und wischte mir die Tränen von den Wangen.


„Ich will nicht, dass wir im Streit auseinander gehen.

Vielleicht... können wir Freunde werden... irgendwann." murmelte

ich leise. Ich wusste, dass das der schlechteste Spruch nach einer

Trennung war, aber ich wollte Austin nicht endgültig

verlieren.
„Amélie... ich brauche Zeit, ich kann nicht mit dir

befreundet sein, solange ich dich über alles liebe. Bitte, lass mich

einfach erstmal in Ruhe." sagte er deutlich.
Ich nickte

verständnisvoll und schaute auf den Boden.
„Ich denke ich

schlafe heute woanders. Du wirst mich jetzt wohl nicht sehen wollen."


Austin nickte und fuhr sich durch die Haare. Ich wollte mich

umdrehen und gehen, aber Austin hielt mein Handgelenk fest und drehte

mich zu sich um.
„Darf ich dich wenigstens noch einmal

umarmen?" fragte er hoffnungsvoll. Ich nickte mit Tränen in den

Augen und dann schlang Austin seine Arme um mich und ich hörte ihn

leise wimmern. Als wir uns voneinander lösten, sah er mich nicht

mehr an. Er ging ins Schlafzimmer und schloss die Tür wieder zu.
Ich

tapste zum Spiegel und wischte mir die restlichen Tränen von den

Wangen. Dann schminkte ich mich noch einmal schnell nach und setzte

ein gefälschtes Lächeln auf, bevor ich aus der Suite verschwand und

den Flur entlang ging, bis zu Justins Suite.

Nachdem ich

geklopfte hatte, wartete ich darauf, dass er die Tür öffnete und

als er es getan hatte lächelte er mich an und mein Herz sprang

beinahe aus meiner Brust.
„Komm rein." flüsterte er leise.


Ich ging in seine Suite und setzte mich bei ihm auf die Couch.

Justin setzte sich neben mich und packte sein iPhone auf den Tisch.


„Sei froh, dass ich die Tür geöffnet hab.. eigentlich wollte

ich duschen gehen, weil du nicht geantwortet hattest. Ich dachte du

und Austin ihr wärt unterwegs. Hoffentlich stört es dich nicht,

dass ich ziemlich fertig aussehe." sagte Justin grinsend. Ich sah

ihn kurz an und bemerkte seine zerzausten Haare und seine Augenringe,

aber irgendwie interessierte mich das gerade gar nicht. Ich starrte

wie erstarrt auf den Boden und unterdrückte mir die Tränen, die

...Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt