Amélies Sicht:
Im Wohnzimmer stand schon das Essen auf dem Tisch und alles war total gemütlich gedeckt.
Justin und ich setzten uns natürlich nebeneinander und füllten uns ein bisschen Kartoffeln und Fleisch auf den Teller. Gemüse gab es dazu auch noch, sodass wir es uns schmecken lassen konnten.
„Erzähl mal von deinem Album, Amélie! Wann wird es rauskommen?" fragte Pattie mich neugierig. Scooter konnte leider nicht mit uns Heiligabend feiern, weil er noch ein paar Termine in LA zu erledigen hatte.
„Am 28.12. wird es rauskommen." brummte ich nur ganz leise. Justin hauchte mir stolz einen Kuss auf die Wange und steckte sich dann ein Stück von den Kartoffeln in den Mund.
„Worüber handeln die Songs?" wollte Diane schließlich wissen.
„Von Liebe größtenteils."
Justin grinste noch mehr und küsste kurz meine Lippen.
„Darf ich nachher die Playlist von deinem Album sehen?" hauchte er mir ins Ohr. Ich nickte schüchtern und aß in Stück vom Fleisch.
„Wie liefen die Aufnahmen?" fragte Jeremy mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich schluckte und erinnerte mich sofort wieder an den Kuss und an den Kuss, der fast im Studio passiert war, als Reid und Scooter gerade nicht hingeguckt hatten.
*Flashback
„Deine Stimme verpasst mir jedes Mal eine Gänsehaut!" sagte Mac, als ich hinter der Glaswand hervorkam und gerade fertig war 'When I look at you' aufzunehmen.
Ich umarmte Mac dankend und schaute ihm in die Augen. Ich schaute zu Scooter und Reid, die gerade diskutierten und gar nicht auf uns achteten.
„Du siehst übrigens wunderschön aus." flüsterte Mac, während er mich von oben bis unten betrachtete.
„Danke." antwortete ich glücklich. Er legte eine Hand an meine Wange und ich näherte mich seinem Gesicht, doch dann fiel mir auf, dass ich Justin nicht nochmal hintergehen konnte. Erst dann fuhr ich vor ihm zurück und machte mich wieder an die Arbeit.
Flashback Ende*
„Die Aufnahmen liefen sehr gut! Reid war begeistert von meiner Stimme." flüsterte ich einfach nur, ohne Justin anzugucken.
Wir aßen zu Ende und halten Bruce und Diane noch beim Abräumen. Dann kamen Jazzy und Jaxon zu mir und schauten mich mit großen Augen an.
„Können wir dein Geschenk zuerst aufmachen?" fragten sie aufgeregt.
Plötzlich verschwand mein Lächeln. Ich hielt mir eine Hand vor den Mund und schaute Justin schockiert an.
„Scheiße..." murmelte ich leise. Justin runzelte verwirrt die Stirn und Jazzy zog die ganze Zeit an meinem Hosenbein, weil sie mein Geschenk haben wollte.
„Ich muss kurz mit eurem Bruder reden, dann bekommt ihr es." antwortete ich schnell. Ich nahm Justins Hand und zog ihn in den nächstgelegenen Raum und schloss die Tür hinter uns.
„Was ist los, Shawty?" fragte er verwirrt.
Ich schlug mir mit der flachen Hand gegen die Stirn und ging nervös hin und her.
„Ich hab keine Geschenke! Scheiße! Weder für deine Eltern, deine Großeltern und für dich und für deine Geschwister hab ich auch nichts!"
Justin schaute mich ungläubig an und schüttelte ein bisschen wütend den Kopf.
