Kapitel 223

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Amélies Sicht:


„Mum! Dad!" schrie ich überrascht und erleichtert zugleich. Ich zog meine hohen Schuhe aus und rannte sofort zu ihnen, wobei ich beinahe über den Teppich gestolpert wäre. Ich schlang meine Arme um den Hals meiner Mutter und sie musste aufpassen, dass Gleichgewicht nicht zu verlieren, weil ich so stürmisch war.

Sofort begann ich zu weinen wie ein Wasserfall, weil ich mit einem Mal eine Sorge weniger hatte. Die Sehnsucht nach meinen Eltern war verschollen und ich konnte sie endlich wieder in den Armen halten. Mein Vater strich mir lächelnd über den Rücken, während ich meine Mutter gar nicht mehr loslassen wollte.

„Ich hab euch so vermisst!" schluchzte ich leise. Ich löste mich von ihnen und versuchte zu lächeln, weil ich mich so über die Überraschung freute. Meine Mutter lächelte mich an und hatte ebenfalls ein paar Tränen in den Augen.

„Wieso weinst du denn, Schatz?" fragte sie lächelnd. Ich wischte mir über meine Augen und meine Eltern lachten, weil ich jetzt die ganze Schminke verwischt hatte. Aber das war mir relativ egal, hauptsache ich hatte meine Eltern bei mir.

„Das sind Freudentränen!" brachte ich krächzend raus. Ich schloss auch meinen Vater in die Arme und vergrub meinen Kopf an seiner Halsbeuge. Offensichtlich war es ihnen egal, dass ich durch die Show ganz verschwitzt war.

„Wir haben dich auch vermisst. Meine kleine Prinzessin hat mir jede Sekunde gefehlt." murmelte mein Vater leise. Ich löste mich aus der Umarmung und schaute ihn glücklich an.

„Was macht ihr hier? Ich dachte ihr müsst arbeiten!"

Sie schüttelten beide den Kopf und setzten sich auf die Couch. Ich setzte mich zwischen die Beiden und hielt von beiden die Hand.

„Glaubst du wirklich wir verpassen das Konzert unser Kleinen? Scooter hat den Flug bezahlt, wir bleiben drei Tage. Wir waren sogar bei der Show dabei, nur wir saßen ganz unauffällig im Publikum! Und wir sind so Stolz auf dich!" flüsterte meine Mutter lächelnd.

„Wartet kurz hier, ich bin gleich wieder da!" sagte ich lächelnd.


Dann sprang ich auf und rannte aus dem Zimmer. Ich klopfte gegenüber bei Justin an der Tür, der sie auch sofort öffnete. Er hatte schon eine Jogginghose und ein weites T-Shirt an, weil er wohl gleich schlafen gehen wollte, aber das war mir egal. Bevor er irgendwas sagen konnte schlang ich meine Arme um ihn und knuddelte ihn ganz fest.

„Danke danke danke danke!" sagte ich immer und immer wieder und ich konnte mich gar nicht oft genug bei ihm bedanken.

Scooter lachte und drückte mich nach einer Zeit von sich.

„Du erdrückst mich ja fast!" murmelte er grinsend. Ich schaute ihn mit Freudentränen in den Augen an und er erwiderte mein Lächeln. „Du brauchst dich dafür nicht zu bedanken. Ich hab das gerne gemacht."

Ich umarmte ihn trotzdem nochmal und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.

„Danke!"

Dann verschwand ich zurück in meinem Zimmer und umarmte auch meine Eltern nochmal. Tom war schon in seinem Zimmer, sodass ich ihn meinen Eltern morgen vorstellen musste.

„Wie fandet ihr die Show?" fragte ich Mum und Dad aufgeregt.

„Unglaublich! Dein Vater hat die ganze Show über geweint, weil er einsehen musste, dass sein kleines Mädchen erwachsen geworden ist!" sagte neine Mutter grinsend.


Ich schaute meinen Vater lächelnd an und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Ich bleibe immer dein kleines Mädchen." flüsterte ich leise.

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