Amélies Sicht:
Glücklich kuschelte ich mich an Justins Brust und zog die Decke über unsere nackten Körper. Mir war es relativ egal, ob meine Eltern uns gehört hatten oder nicht. Die Hauptsache war, dass ich glücklich war.
Ich schloss meine Augen und genoss es, wie Justin durch meine Haare strich. Sein Herzschlag war unregelmäßig und relativ schnell. Ich freute mich, wenn ich ihn verrückt machte. Obwohl wir schon so lange zusammen waren, wurden die Gefühle, die wir füreinander hatten nicht weniger.
„Justin?" fragte ich schließlich. Er drückte mir einen Kuss auf den Scheitel.
„Was denn, Shawty?" flüsterte er leise.
Ich kam von seiner Brust hoch und schaute ihm in die Augen, während ich ihm durch die Haare fuhr.
„Wann wollen wir eigentlich heiraten?" wollte ich neugierig wissen. Ich konnte es kaum erwarten, Justin meinen Mann nennen zu können.
„Ich weiß nicht, wann willst du denn heiraten?" konterte Justin mit gerunzelter Stirn. Ich überlegte kurz und gab grinsend eine Antwort: „Wie wäre es, wenn wir jetzt sofort heiraten?"
Justin lachte und küsste mich kurz. Er legte eine Hand an meine Wange und grinste wie ein Honigkuchenpferd.
„Ich würde dich ja jetzt sofort heiraten, aber ich möchte ungerne nackt vor unseren Familien stehen." scherzte Justin.
Ich musste schmunzeln und drückte meine Lippen auf seine.
„Wie wäre es, wenn wir im Februar heiraten? Am Valentinstag?" fragte Justin plötzlich, als wir uns voneinander lösten.
„Ja! Ja! Ja! Aber das sind noch vier Monate." knurrte ich traurig. Ich würde es niemals so lange aushalten, zu warten. Am liebsten würde ich ihn jetzt heiraten. Egal ob wir nackt waren oder nicht.
„Komm die vier Monate schaffen wir auch noch, Babe." flüsterte Justin.
„Stimmt." antwortete ich überzeugt.
„Also soll ich alles für den 14. Februar 2014 organisieren?" fragte Justin noch einmal nach. Ich nickte glücklich und küsste ihn leidenschaftlich.
Wir hatten tatsächlich unseren Hochzeitstermin. In weniger als vier Monaten würde ich Amélie Bieber heißen.
Ich konnte mein Glück kaum fassen und war so glücklich, wie lange nicht mehr.
„Komm, schlaf jetzt ein bisschen Schatz." flüsterte Justin mit sanfter Stimme. Ich kuschelte mich an ihn und schlang meinen Arm um seinen Bauch.
Mit einem Lächeln auf den Lippen schlief ich schließlich ein.
„Aufstehen!" hörte ich am nächsten Morgen eine weibliche Stimme sagen. Ich öffnete die Augen und blickte in das Gesicht meiner Mutter. Wie aus Reflex zog ich die Decke bis zu meinem Kinn hoch, damit ich meine Brüste verdecken konnte.
„Schatz ich hab dich schon nackt gesehen." scherzte meine Mutter. Spätestens jetzt wusste meine Mutter, was zwischen Justin und mir letzte Nacht gelaufen war, obwohl ich mir sicher war, dass sie uns gehört hatte.
Ich schaute Justin an, der jetzt ebenfalls wach wurde. Er gähnte sofort und fuhr sich verschlafen durch die Haare.
„Guten Morgen, Shawty." flüsterte er leise. Ich küsste ihn kurz und drehte mich dann wieder zu meiner Mutter.
„Wieso weckst du uns?" fragte ich genervt. Ich schaute auf die Uhr und sah, dass es schon 12 Uhr war. Um halb 1 wollten Denise und Lukas zu uns kommen, damit Denise und ich ins Krankenhaus gehen konnten und Justin mit Lukas Basketball spielen.
