Amélies Sicht:
Nach dem Gespräch mit Scooter war ich noch mieser gelaunt als vorher schon. Mac versuchte mich zum Lächeln zu bringen, aber irgendwie schaffte er das nicht so ganz. Ich wies ihn ab und konzentrierte mich nur auf die Choreos, die Nick mit uns durchging.
Da ich viele Balladen hatte, brauchten wir nicht so viele Choreos einzustudieren, aber ich hatte drei frisch geschriebene Songs, die ich bei der Tour singen würde und dazu brauchte ich auf jeden Fall eine Choreo.
Gegen 16 Uhr verabschiedete sich Scooter schließlich.
„Ich muss jetzt ins Staples Center! Justin hat gleich die Meet & Greets." murmelte er leise. Er warf mir noch einen wütenden Blick zu und verschwand dann aus dem Tanzstudio.
Eine halbe Stunde später machte auch Nick mit dem Training Schluss. Ich ging in die Umkleide und zog mich schnell um, doch bevor ich mit Mac wieder nach Hause fuhr ging ich geradewegs zu Nick.
„Weißt du was zwischen Justin und mir passiert ist?" fragte ich ihn neugierig. Ich wollte einfach wissen, ob er mich auch hasste.
Nick schaute mich von oben bis unten an und nickte stumm.
„Und... bist du auch sauer auf mich?" stellte ich als nächste Frage.
Er schüttelte den Kopf.
„Ich kenn dich nicht so gut wie die Anderen.. Es war scheiße, was du abgezogen hast, aber es ist deine Entscheidung." sagte Nick. Dann packte er seine Sachen zusammen und ging aus dem Studio.
Mac kam zu mir und hielt mir seine Hand hin, die ich lächelnd in meine nahm. Ich verschränkte unsere Finger miteinander und ging mit ihm und Tom zurück zum Van. Denise und Lucas waren bereits da, sodass Tom nicht auf so viele Personen achten musste.
In meiner Villa setzte ich mich auf das Bett und dachte nach. Die Worte von Scooter schallten immer noch in meinem Kopf.
Ich hatte Justin zerstört. Ich war Schuld an seinem jetzigen Befinden.
Verdammt ich wollte wissen, wie es Justin ging. Ich wollte wissen, ob er wirklich mit den Drogen aufgehört hatte, oder nicht.
Aus dem Grund stand ich auf und stellte mich vor den Kleiderschrank. Ich wollte nicht in diesen Klamotten zur Konzerthalle fahren, denn erstmal wurde es abends ein bisschen zu kalt um bauchfrei rumzulaufen und ich wollte, dass man mich nicht als Schlampe abstempelte.
Deshalb suchte ich ein süßes, mädchenhaftes Kleid aus dem Schrank, dazu die passenden Schuhe und die passende Tasche. Ich ging schnell duschen und zog mich noch im Badezimmer um.
Meine Haare band ich zu einem lockeren Pferdeschwanz zusammen.
Dann betrat ich wieder das Schlafzimmer, wo Mac im Bett lag und die Arme nach mir ausstreckte.
„Komm kuscheln, Schatz." flüsterte er lächelnd.
Ich starrte ihn an und als er mein neues Outfit bemerkte, runzelte er verwirrt die Stirn.
„Wo willst du hin?" wollte er neugierig wissen.
„Ich treffe mich mit einer Freundin zum Essen." log ich gekonnt. Mac schaute mich noch verwirrter an. „Mit welcher Freundin?"
Ich schluckte, weil ich absolut keine Ahnung hatte. Ich könnte sagen, dass ich mich mit Selena traf, aber das würde er mir nicht glauben, denn jeder wusste, dass Selena und ich nicht gut aufeinander zu sprechen waren.
